Film der Woche: The Place Beyond the Pines -Action, Thrill, Dramatik

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TRIER. Unser Redakteur Thomas Weide hat sich „The Place Beyond the Pines“ im Broadway Filmtheater Trier angeschaut und nennt den Film „eines der Filmhighlights in 2013“. Das Meisterwerk verbindet drei Genres zu einem großartigen Kinoerlebnis.

Inhalt

Luke (Ryan Gosling) ist Motorradstuntman, der sich auf Jahrmärkten seinen Lebensunterhalt verdient. Nach einer seiner zahlreichen Shows trifft er zufällig Romina (Eva Mendes) wieder, mit der er vor Zeiten einen One-Night-Stand hatte. Er erfährt, dass die Frau schwanger wurde und ihr gemeinsamer Sohn bereits ein Jahr alt ist. Um seiner Vaterrolle gerecht zu werden, sucht er nach einer Möglichkeit, der jungen Mutter und seinem Kind finanzielle Unterstützung bieten zu können. Auf die Idee des weltfremden Automechanikers Robin (Ben Mendelssohn) hin, versuchen sich beide im Ausrauben von Banken. Nach ersten Erfolgen geht Luke zunehmend größeres Risiko ein, bis schließlich bei einem Überfall etwas schief läuft und er von den Gesetzeshütern verfolgt wird. Die Situation kommt dem ehrgeizigen Polizist Avery Cross (Bradely Cooper) gerade recht, der trotz Familie, fast nur für seinen Job lebt. Sollte er den Bankräuber stellen, könnte sich das positiv auf seine Karriere auswirken. Viele Jahre später begegnen sich die Söhne (Dane DeHaan, Emory Cohen) der Kontrahenten im College und werden Freunde. Schließlich entdecken sie, dass ihre Leben bereits früh miteinander verknüpft waren und die Situation eskaliert.

Kritik

Im Grunde besteht The Place Beyond the Pines aus drei Episoden, die geschickt miteinander verknüpft wurden. Der Regisseur Derek Cianfrance spricht von einem „filmischen Triptychon“. Alles in allem ist der Streifen großartig inszeniert und gespielt.

Der Film beginnt sehr stimmungsvoll und versteht es, den Zuschauer von der ersten Minute an in seinen Bann zu ziehen. Zunächst stehen actionlastige und melancholische Szenen im Vordergrund. Eine ungewöhnliche Kombination, die sehenswert ist und das Besondere an dem ersten Filmdrittel ausmacht. Danach entwickelt sich der Film zu einem Polizei-Thriller, der die Anspannung des Zuschauers etwas abfallen lässt. Die Spannung wird trotzdem aufrecht erhalten, allerdings eher auf einer subtilen Ebene. Das letzte Drittel des Films lässt sich als Drama charakterisieren, welches sich immer stärker zuspitzt, bis es schließlich zum großen Finale kommt. Viel mehr sollte nicht verraten werden, da der Film die eine oder andere überraschende Wendung bereit hält.

Doch nicht nur die Story des Films kann punkten. Das Staraufgebot weckt bereits im Vorfeld hohe Erwartungen, die sogar noch übertroffen werden. Gerade Ryan Gosling (Stay), der dem einen oder anderen aus dem Thriller Drive bekannt sein wird, liefert eine grandiose Vorstellung. Durch seine minimalistische Mimik und Wortkargheit weckt er beim Zuschauer zusätzliche Sympathien für den Ganoven mit gutem Herzen. Bradley Cooper (Silver Linings) zeigt einmal mehr, dass er ein guter Schauspieler ist, mit dem auch in Zukunft zu rechnen sein wird. Auch was die weiteren Akteure angeht, kann man getrost von einer Idealbesetzung sprechen.

Unter dem Strich ist The Place Beyond the Pines eines der Filmhighlights in 2013. Durch den Mut von Derek Cianfrance, eine Symbiose aus drei Episoden zu schaffen, die auch einzeln als Film funktioniert hätten, ist etwas ganz Außergewöhnliches entstanden. (tw)

Der Film läuft im Broadway Filmtheater Trier. Die genauen Termine kann man der offiziellen Website entnehmen

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