Trierer Musiker Sebastian Matz verstorben

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TRIER. Der bekannte Trierer Pianist, Songwriter und Gründer der Band „matz.“, Sebastian Matz ist tot, wie seine Bandkollegen heute mitteilten. Er erlag überraschend einem Krebsleiden.

Im vergangenen Jahr nahm er noch zusammen mit seiner selbst gegründeten Band „matz.“ eigene Songs auf, präsentierte diese gemeinsam mit seinen Bandkollegen Marie Busse (Gesang), Fred Barreto (Gitarre), Tom Rüdell (Bass) und Jörg Becker (Drums) auf den Trierer Bühnen. Vor allem die Abende auf der kleinen, aber gemütlichen Bühne des „Brunnenhof“, ihrer selbsternannten „zweiten Heimat“ an der Porta Nigra, erfreuten sich der Beliebtheit des Trierer Publikums.  Der Song „am meer“ wurde im Sozialen Netzwerk Facebook vielfach geteilt und geliked. Noch im Januar erschien der neue Song „Weitergehn“ mit einem ernüchternden Plädoyer fürs Weitermachens trotz Hürden, trotz Risiko oder Bedenken. Ein Songtext, den sich viele von Matz‘ Freunden nun in ihrer Trauer zu Herzen nehmen werden.

Mit seinem unvergleichbar einfühlsamen Instinkt für die Musik hatte sich der ausgebildete Pianist mit vielen unterschiedlichen Projekten einen hervorragenden Ruf erarbeitet, wie beispielsweise mit dem Klaviermarathon, mit Kompositionen zur Uraufführung der Bremer Stadtmusikanten im Theater Trier, mit dem Projekt „Die Professoren“ und vielem mehr.

In seinem Facebook-Profil gab der 40-Jährige als Arbeitsstelle „Das Leben“ an. Auch das spürbar in seinen Songs: mit Selbstironie und gedanklicher Tiefe nahm er sein Publikum stets mit auf eine musikalische Reise, die den Menschen Sebastian Matz deutlich zeigte.

Mit seiner Krebserkrankung ging er offen um, postete Bilder aus der Reha. Seit der Diagnose, einem Plasmozytom mit einem Tumor im unteren Rückenbereich im September vergangenen Jahres, das zunächst von Bekannten für die normalen Rückenbeschwerden eines Pianisten gehalten wurde, zeigte er stets Zuversicht. Die Prognosen der Ärzte: positiv. Ein Hoffnungsschimmer für viele Fans war der 28. März. An diesem Tag postete er noch: „Reha geschafft. Zum -hoffentlich- letzten mal im patienten w-lan! bye bye weiskirchen. hallo welt.“

Nun auch für enge Freunde der Schock, dass er am gestrigen Tage seiner Erkrankung erlegen ist. Seine Bandkollegen sind „fassungslos und traurig. Es gibt keine Worte dafür.“ Mit „Matz“ verliert Trier einen talentierten Musiker, einen einfühlsamen, lebenslustigen Menschen und viele aus der Trierer Musiker-Szene einen sehr guten Freund. Er hinterlässt einen Sohn und eine Tochter.(ans)

 

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1 KOMMENTAR

  1. Liebe Petra, im Namen der Redaktion bitte ich den Fehler zu entschuldigen. Das gilt natürlich im Besonderen für die Frau und die Kinder von Sebastian Matz.

  2. Ich war mir Sebastian zusammen auf dem Gymnasium.
    Ich finde es schrecklich ,das er so früh gehen musste .Ich wünsche seiner Frau und den Kindern jetzt ganz viel Kraft.

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