Natura 2000 – Viele Studenten informierten sich über faszinierende Tier- und Pflanzenarten unserer Region

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TRIER. Am heutigen Dienstag endet die Ausstellung über Umweltschutz an der Universität Trier. Die Studenten hatten neun Tage Zeit, sich über Naturräume, Tier- und Pflanzenarten in Rheinland-Pfalz zu informieren. Mittels großer beleuchteter Informationssäulen transportierte der Aussteller die Schutzgebiete in das A/B-Gebäude. 

Natura 2000 ist die Bezeichnung für ein Netzwerk europäischer Schutzgebiete, bestehend   aus Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzgebieten.Das Netz repräsentiert sowohl typische, als auch besondere und seltene Tier- und Pflanzenarten Europas, sowie deren Lebensräume. Über die Aufnahme von Gebietenentscheiden die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Dazu greifen sie auf einheitlich vorgegebene Kriterien der Vogelschutzrichtlinie von 1972 und der im Jahre 1992 verabschiedeten Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zurück.

Das oberste Ziel beider Richtlinien ist es, die Biodiversität (Anm. d. Red.: biologische Vielfalt) in Europa nachhaltig zu bewahren und zu entwickeln. Dabei sollen wirtschaftliche, soziale, kulturelle und regionale Anforderungen berücksichtigt werden. Eine Bewirtschaftung der Natura2000-Gebiete ist nur dann möglich, wenn Flora und Fauna nicht beeinträchtigt werden.

Rheinland-Pfalz hat 120 Fauna-Flora-Habitat- und 57 Vogelschutzgebiete gemeldet. Die Natura2000-Gebiete machen ungefähr 20% der kompletten Landesfläche aus. Das Ziel der Ausweisung ist es, die Lebensräume der Arten nachhaltig zu schützen, und, wenn nötig und möglich, wiederherzustellen. Die einzelnen Ziele der unterschiedlichen Gebiete sind in der Landesverordnung formuliert.

Die Universität Trier bot den Studierenden vom 17. – 25. Juni die Möglichkeit, sich näher mit der Thematik zu beschäftigen. Im A/B-Gebäude konnten sich Interessierte über ausgewählte Natura 2000-Gebiete unserer Region informieren. Es gab beispielsweise Informationssäulen über die Eichenwälder der Eifel, die Steillagen der Mittelmosel und die Hochflächen des Saargaus.

Auch die 23-jährige Psychologie­-Studentin Sylvia aus Trier nahm die Gelegenheit wahr, sich mit den Schutzgebieten auseinanderzusetzen. „Ich freue mich sehr darüber, dass ich hier die Möglichkeit habe, mich über den Naturschutz in Trier und Umgebung zu informieren. Natura 2000 war mir bis dato noch gar kein Begriff. Zu Hause werde ich mich mal etwas intensiver mit dem Netzwerk auseinandersetzen, sofern es meine Zeit in der anstehenden Klausurphase zulässt“, sagte die Studentin.

Alles in allem war die Ausstellung ein Erfolg. Die großen, beleuchteten Informationssäulen zogen täglich viele Studenten an. Einige von ihnen haben etwas über das Thema Nachhaltigkeit und Schutz von bedrohten Arten dazugelernt. Andere haben sich inspirieren lassen und fanden ein neues Ziel für ihren nächsten Ausflug an einem schönen Tag im bevorstehenden Sommer. (tw)

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