Giftunfall bei einem Entsorgungsbetrieb in Bitburg

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    BITBURG. Am späten Nachmittag wurden Polizei und Feuerwehr über einen Unglücksfall bei einem Entsorgungsbetrieb auf dem ehemaligen Flugplatzgelände in Bitburg informiert. Demnach wurde auf dem Firmengelände eine giftige und leicht entzündliche Substanz freigesetzt. Insgesamt zehn Personen wurden leicht verletzt und zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

    Nach ersten Ermittlungen entstand der Unfall bei Sortierarbeiten. Eine Mitarbeiterin hatte ein Kunststofftütchen aufgerissen und verletzte sich dabei leicht. Sie bemerkte einen beißenden Geruch und informierte den Werksleiter. Der alarmierte die Rettungskräfte, die nach einer ersten Untersuchung den Stoff als Calciumphosphid identifizierten.  Dieser Stoff wird nach der EU-Gefahrstoffkennzeichnung als „leicht entzündlich, sehr giftig“ und „umweltgefährlich“ eingestuft. Ein Merkmal des Stoffes ist übler und beißender Geruch.

    Da die Rettungskräfte nicht ausschließen konnten, dass der Rest des Baumischabfalls giftfrei war, wurden 36 m³ in einen Container verladen und wasserdicht abgeschlossen, da Calciumphosphid in Verbindung mit Wasser leicht entzündlich und hoch giftig ist. Nach der chemischen Reaktion wird es als Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt.

    Die verletzten Personen wurden im Krankenhaus Bitburg ambulant behandelt. Insgesamt 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Dabei die Gefahrstoffzüge aus Bitburg und Trier, mehrere Rettungsteams des Deutschen Roten Kreuzes, das THW Bitburg, die Polizei und Angehörige des Ordnungsamtes. Die Kriminalpolizei hat erste Ermittlungen nach der Herkunft des Giftstoffes aufgenommen. Nach Angaben der Einsatzleitung bestand trotz des hoch giftigen Gemischs keine Gefahr für die Anwohner. (red/PM).

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