Verkehrswegeplanung: Auftritt des Innenministers enttäuscht

    0

    TRIER. „Mit Vollgas in die Sackgasse? – Mobilität in der Region Trier am Scheideweg“- unter diesem Titel lud unter anderem die IHK Trier gestern zum Gespräch. Mit Spannung wurde der Auftritt des rheinland- pfälzischen Innenministers Roger Lewentz (SPD) erwartet. Überzeugen konnte der Minister allerdings nicht.

    Die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Handwerkskammer (HWK),die Vereinigung Trierer Unternehmer (VTU) und die Inititiative Region Trier (IRT) hatten gemeinsam ins IHK-Tagungszentrum geladen und sich von Minister Roger Lewentz greifbare Alternativen für die Projekte Nord- und Westumfahrung erhofft, die vom Land Rheinland-Pfalz nicht für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet werden (lokalo berichtete). Die erwarteten Antworten blieben offenbar aus: „Ich bin enttäuscht!“, mit diesen Worten brachte IHK-Präsident Peter Adrian zum Abschluss der gestrigen Verkehrskonferenz auf den Punkt, was viele der rund 230 Gäste gedacht haben dürften. Dabei machte die auf der Veranstaltung erstmals vorgestellte „Multimodale Potenzialanalyse Trier-Luxemburg“ deutlich: „Auch ein ambitionierter Ausbau des ÖPNV in der Region Trier/ Luxemburg wird alleine nicht in der Lage sein, den Kfz-Verkehr spürbar zu reduzieren.“ Der für die regionale Wirtschaft wichtige Güterkraftverkehr wurde hierbei nicht einmal berücksichtigt. „Die Verkehrssituation kann definitiv nicht so bleiben, wie sie momentan ist. Es ist eine herbe Enttäuschung, dass die Landesregierung weder den bitter nötigen Bedarf an Nord- und Westumfahrung Trier erkennt, noch einen Gedanken an mögliche Alternativen zu verwenden scheint“, so Adrian. „Die Wirtschaftskammern wären gerne bereit, an einem konstruktiven Prozess mitzuarbeiten und die Anliegen der regionalen Unternehmen einzubringen.“ Auch die Junge Union zeigte sich enttäuscht von den Worten des Ministers: „Er verstrickte sich in Widersprüche. Er begründete die Ab-Moderation von Moselaufstieg und Nordumfahrung mit den Ergebnissen des Gutachtens, sagte jedoch, er habe es vor zwei Tagen zum ersten Mal bekommen. Die Entscheidung der Landesregierung aber fiel schon vor drei Monaten!“, so der stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Union in Rheinland- Pfalz, Thorsten Wollscheid. (pm/red)

    1 KOMMENTAR

    1. Ja ja die sozen! Sie können Wirtschaft einfach nicht!!!! Deshalb begreift der Trierer OB auch nicht was er dieser Stadt mit der Ansiedlung von ECE antut.

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here

    Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.