A2-Länderspiel – Stolz: „Wollen die Intensität 40 Minuten lang hochhalten“

0

TRIER. Am Samstag, 22. Juni, 19 Uhr spielt die A2-Nationalmannschaft in der Arena Trier gegen Rumänien. Mit dabei: Die Neu-Trierer Anthony Canty und Stefan Schmidt, sowie Mathis Mönninghof, der seinen  Vertrag bei der TBB verlängert hat. Mönninghoff wird als Kapitän der Nationalmannschaft eine besonders wichtige Rolle spielen. Headcoach Olaf Stolz wird nach dem Spiel gegen die Rumänen den Kader verkleinern – und erwartet sich wichtige Erkenntnisse aus dem Testspiel.

„Rumänien nimmt auch an der Universiade teil und wird wohl in Bestbesetzung antreten. Derzeit haben sie ebenfalls noch 14 Spieler im Kader – daher erwarten wir einen motivierten Gegner, bei dem sich alle für das Universiade Team empfehlen möchten“, verriet Coach Olaf Stolz den Journalisten kurz nach dem Ende der Trainingseinheit. Die A2-Mannschaft verspürt allerdings keinen Druck. „Das war erst unsere sechste oder siebte Trainingseinheit zusammen. Die Grundlagen haben Frank Menz und Co. gelegt“, zollte Stolz seinen Kollegen Respekt. Der gebürtige Gelsenkirchner übernahm das Amt kurzfristig. Mathias Fischer, letzte Saison Headcoach bei den Gießen 46ers, sollte die A2-Herren bei der Universiade im russischen Kasan coachen, bekam dann aber die Chance als Cheftrainer zu den Telekom Baskets Bonn zu wechseln. Stolz ersetzte ihn und erwartet sich wertvolle Eindrücke vom Spiel gegen die Rumänen.

„Es geht hauptsächlich darum, dass wir auf uns schauen und das Mannschaftsspiel weiter nach vorne bringen“, will der 47-Jährige das Augenmerk vor allem auf die eigene Truppe lenken. Die wird angeführt von einem Trierer – Mathis Mönninghoff. Als Kapitän diverser Jugendmannschaften des DBB (zuletzt der U20) wurde Mönninghoff auch bei der A2 zum Mannschaftsführer bestimmt. „Mathis hat einfach alles, was man für diesen Posten braucht. Er hat Führungsqualitäten und mit seiner Trainingsintensität geht er immer mit gutem Beispiel voran. Dadurch ist er das perfekte Bindeglied zwischen Trainer und Team“, gibt es Lob vom Cheftrainer. Mönninghoff selbst ist optimistisch, dass die Trierer Fans ein gutes Spiel der jungen A2-Nationalmannschaft sehen werden. „Ich denke die Fans können sich auf ein gutes Spiel freuen. Klar, wir werden auch Fehler machen, aber die muss man uns in dieser frühen Phase des gemeinsamen Trainings auch einfach zugestehen“, hofft der „Captain“ auch in schlechteren Phasen auf die Unterstützung der Fans aus Trier.

Baum: „Perspektive für junge Spieler in der Region“ – 14er-Kader wird nach Spiel reduziert

Im Vorverkauf wurden bislang 500 Tickets abgesetzt. Wolfgang Esser und Frank Baum hoffen auf mehr Unterstützung für das junge, von Trierer Spielern geprägte, Team. „Im Gegensatz zu anderen Ligen, wie beispielsweise der Handball-Bundesliga, setzen wir auf junge deutsche Spieler. Immer mehr Teams gehen diesen Weg und die Jungs sollten auch spüren, dass diese eingeschlagene Richtung auch auf viel Gegenliebe stößt“, hofft der Arena-Geschäftsführer auf einen größeren Zuschauerzuspruch. Frank Baum schlägt mit seiner Aussage eine ähnliche Richtung ein: „Es ist vor allem für die jungen Nachwuchsspieler in der Region enorm motivierend, wenn sie sehen, dass Jungs, die für Trier spielen, es in das Nationalteam geschafft haben. In Trier gibt es eine Perspektive für die jungen Spieler und diese bekommen viel Vertrauen geschenkt. Daher hoffen wir auch auf viele junge Zuschauer in der Arena“, stellt der neue sportliche Leiter die Wichtigkeit dieser Begegnung heraus.

Stolz, der nach der Partie Spieler aus dem 14er Kader streichen wird, glaubt an einen hochmotivierten Kader. „Wir müssen auch so schon einige Spieler mit dem Lasso wieder einfangen, weil sie einfach zu viel wollen. Einen Schuss Extra-Motivation ist also nicht notwendig. Es geht vor allem darum, gut zu verteidigen und die Intensität 40 Minuten lang hochzuhalten“, verrät er die Marschrichtung für das Spiel am Samstag. An einen besonderen Druck für die Trierer Neuzugänge glaubt er nicht. „Klar,die Fans in Trier werden vor allem auf die eigenen Spieler schauen, aber das müssen die Jungs aushalten. Der Druck in der BBL ist ungleich größer.“

Nach der Partie bekommen die Spieler kurz Heimaturlaub, ehe zu einem Vorbereitungsturnier nach China geht. Anschließend folgt die Universiade in Kasan, Russland.

Drei Spieler der TBB Trier in Aktion erleben – Canty will ins Halbfinale

Am Samstag besteht also die Möglichkeit die Neuzugänge Anthony „Tony“ Canty und Stefan Schmidt erstmals live zu erleben  – lange vor den ersten Testspielen der TBB.  Der von Bremerhaven nach Trier gewechselte Canty ist vor seinem ersten Auftritt in der Arena nicht nervös. „Klar, es ist immer etwas Besonderes zum ersten Mal vor den eigenen Fans zu spielen, aber als Druck verspüre ich das nicht. Wir drei freuen uns aber riesig auf die Partie vor heimischem Publikum“, zeigte er sich ähnlich selbstbewusst wie beim Interview mit basketball-stream.de. Mönninghoff kennt Canty aus gemeinsamen Zeiten in der U18 und beschreibt ihn als „netten, coolen und guten Spieler“.

Auch die Ziele des 22-jährigen Berliners sind durchaus hoch gesteckt. „Wir wollen ins Halbfinale und wenn möglich auch eine Medaille gewinnen. Allerdings ist es immer schwer Ziele zu formulieren, wenn man die Gegner noch nicht genau kennt.“ In der „kleinen, aber sehr schönen Stadt“ (O-Ton Canty) hofft der talentierte Spielmacher auf den nächsten Karriereschritt. „Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und kann mich hier unter Henrik Rödl toll weiterentwickeln“, glaubt Canty den perfekten Verein gefunden zu haben.

Stefan Schmidt machte ebenfalls einen lockeren Eindruck, freut sich auf das erste Spiel in seinem neuen Wohnzimmer. „Mathis kennt die Stadt und wir uns hier alles zeigen. Ich  war schon an der Mosel und denke auch als Franke kann man sich hier durchaus wohl fühlen“, scherzt der 2,07-Meter Hüne nach dem Training. Mönninghoff kennt auch den neuen Center der Trierer schon länger, lobt den Charakter und die basketballerischen Qualitäten des gebürtigen Nürnbergers.

Auch ansonsten gibt es Positives vom Bundesligisten aus der ältesten Stadt Deutschlands zu berichten. Laut Pressesprecher Tom Rüdell läuft der Vorverkauf hervorragend.  (cw)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.