Pläne zur Reaktivierung der Westtrasse vorgestellt

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    TRIER. Das Land will die Bahn-Westtrasse in Trier reaktivieren und für rund 19 Millionen Euro fünf neue Regionalhaltepunkte bauen. Nach den derzeitigen Planungen sollen ab Dezember 2017 auf der Strecke wieder regelmäßig Nahverkehrszüge fahren. Damit würde insbesondere auch das Bahnangebot für die Grenzpendler nach Luxemburg attraktiver.

    Das Bedienungskonzept sieht zwei neue, im Grundsatz stündlich verkehrende Regionalbahnlinien vor, die zwischen Wittlich und Luxemburg bzw. dem neuen Haltepunkt Hafenstraße und Konz (teilweise Saarburg) verkehren sollen. Auf der Weststrecke entsteht so ein angenäherter 30-Minuten-Takt. Beide Linien sind – insbesondere an den Stationen Hafenstraße, Kreuz Konz und Konz – nach Aussagen von Dr. Thomas Geyer, Leiter des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord), optimal mit den übrigen Angeboten im Rheinland-Pfalz-Takt verknüpft. Durch die Reaktivierung der Weststrecke wird insbesondere das Angebot auf der Schiene für die Grenzpendler nach Luxemburg deutlich attraktiver. Die neue Linie wird in Luxemburg den dort ebenfalls neu geplanten Haltepunkt „Rote Brücke“ anfahren, von dem aus man in wenigen Minuten die Arbeitsplätze auf dem Kirchberg erreichen kann. Beide Linien verbessern zudem den Stadt-Umland-Verkehr und die Erreichbarkeit der westlichen Stadtteile von Trier.

    In einer vom SPNV-Nord beauftragten Machbarkeitsstudie wurden unter Abwägung einer Nutzen-Kosten-Analyse für eine erste Ausbaustufe entlang der Moselstrecke fünf Haltepunkte vorgeschlagen:

    1. Trier Hafenstraße: Der Haltepunkt verknüpft die Weststrecke mit der Oststrecke, ersetzt den bestehenden Bahnhof Ehrang und erschließt insbesondere das Schulzentrum Mäusheckerweg.

    2. Kaiser-Wilhelm-Brücke: In unmittelbarer Nähe zur Kaiser-Wilhelm-Brücke gelegen, erreicht man von diesem neuen Haltepunkt insbesondere die Fachhochschule, aber auch die jenseits der Mosel gelegenen städtischen Bereiche.

    3. Römerbrücke: Hier handelt es sich um den früheren Bahnhof Trier-West, der seinen Standort in der Verlängerung der Römerbrücke hat. Über die Brücke erreicht man nach wenigen Metern die westlichen Bereiche der Trierer Innenstadt.

    4. Eisenbahnstraße in Euren: Dieser Standort befindet sich am ehemaligen Haltepunkt Euren. Er erschließt optimal den Ortsteil Euren. Vorhandene Freiflächen im Umfeld dieses Haltepunktes eignen sich hervorragend für die Anlage eines größeren Park & Ride-Parkplatzes für Luxemburgpendler.

    5. Kantstraße in Zewen: Auch hier handelt es sich um einen Standort, an dem bereits früher ein Haltepunkt war. Der Stadtteil Zewen wird von hier aus optimal erreicht.

    An den geplanten Stationen soll auch eine möglichst intensive Verknüpfung zwischen der Bahn und dem Busverkehr erfolgen, so dass die Weststrecke gut in das Nahverkehrssystem in der Region Trier eingebunden wird.

    Die Finanzierung der Reaktivierung erfolgt in erster Linie durch das Land. Nur bei der Station Hafenstraße werden ergänzende Mittel von „DB Station & Service“ über die Rahmenvereinbarung zwischen DB, Land und den Zweckverbänden SPNV zur Verfügung gestellt. Die Verantwortung für die Bahnhofsumfelder liegt bei der Stadt. (red/pm)

    1 KOMMENTAR

    1. mal ehrlich
      wer braucht diese Westtrasse?
      die Banker werden weiterhin mit den Dienstwagen zur Arbeit fahren. Die Trierer Handwerker arbeiten nicht am Kirchberg, die Industriebetriebe in Echternach fährt der Zug auch nicht an. Von Ehrang mit dem Zug nach Trier-West, um dann in den Bus umzusteigen? Kann man auch direkt ohne Umsteigen mit dem Bus in der Stadt fahren. Von Zewen oder Euren nach Ehrang – sind auch nicht viele. 19 Millionen sind dafür verdammt viel Geld. Geld was dann fehlt, um die Straßen zu sanieren.

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