Sommerzeit ist Badezeit – Ein Ausflug ins Südbad

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    TRIER. Bis zu 35 Grad im Schatten! Der Sommer hat spätestens in dieser Woche auch in Trier Einzug gehalten. Doch des einen Freud ist des anderen Leid. Für Sonnenanbeter sind die hohen Temperaturen mehr als nur ein Lichtstrahl auf den kalten Stein. Sie suchen sich ein schönes Plätzchen, um von der Sonne gebräunt zu werden und können auch in der Mittagssonne brutzelnd entspannen. Andere leiden unter den hohen Temperaturen und suchen nach Abkühlung. Ein Besuch im Trierer Südbad kann für beide Gruppen das ideale Ausflugsziel sein.

    Das Südbad ist ein beliebtes Naherholungsziel für den Trierer und die Bewohner der Umgebung. Hier kommen nicht nur Schwimmfans auf ihre Kosten. Auch wer ein bisschen mehr, will, als nur im Wasser seine Bahnen ziehen, wird sich hier wohlfühlen. Wer sich richtig austoben will oder ab und an einen kleinen Adrenalinschub verspüren will, der begibt sich unter die Wasserspringer. Der Turm bieten von drei bis zehn Metern vier Sprunghöhen.

    Für Kinder ist das Südbad ein Ort, wo sie ihrem Spieltrieb uneingeschränkt nachgehen können. Auf einer geschlängelten Röhrenrutsche und in einer Wasserspiellandschaft können sie unbeschwert herumtoben und miteinander spielen. Wer einfach nur faulenzen will – auch der findet hier ein lautes oder auch lauschiges Plätzchen in der Sonne auf dem satten grünen Rasen oder unter schattenspendenden Bäumen. Es ist für jeden etwas geboten. Selbst für die, die bei heißen Temperaturen noch Sport treiben wollen. Neben den Schwimmbecken stehen einen Volleyball- und Fußballplatz zur Verfügung.Bildergalerie:

    Auch Marie (39 Jahre), Carmen (38 Jahre) und Thorben (7 Jahre) aus Trier, genießen den heißen Nachmittag im Südbad. Während die beiden Frauen sich von der Sonne verwöhnen lassen, tobt Thorben unweit, aber nicht unbeobachtet auf der Wiese. Als er aufschnappt, dass hier ein Interview über die Bühne geht, ist er sofort zur Stelle. Bei dem Them Pro und Contra Südbad ist er sofort mit von der Partie. „Mir gefällt vor allem die Rutsche“, sagt er. Die Frauen mögen besonders die Lage des Bads. Es ist zum einen nicht allzu weit von ihrem zu Hause entfernt. Zum anderen spricht sie die idyllische Umgebung an. „Außerdem schätzen wir die Sauberkeit. Das ist keine Selbstverständlichkeit für ein Freibad“, betont Marie. Neben den größtenteils positiven Aspekten, die sie mit dem Südbad verbinden, sprechen sie auch negative Punkte an. „Die Eintrittspreise sind zwar okay, aber die Bratwurst ist zu teuer. Am Wochenende muss man außerdem sehr lange warten, bis man bedient wird. Wir würden uns mehr Personal wünschen“, ist ihre einhellige Meinung. Darüber hinaus bemängeln sie „zu wenige Parkmöglichkeiten. Gerade an gut besuchten Tagen ist dies ein ernst zu nehmendes Problem. Auch Thorben meldet sich nochmals zu Wort: „Mir ist das Wasser zu kalt.“

    Immerhin gibt es wieder Wasser. Das war im Jahre 2010 anders. Da wurde das Bad generalsaniert und renoviert. 9,36 Millionen Euro investierte die Stadt in das Freibad in Feyen. Das Kernstück der Sanierung war die Erneuerung der Filtertechnik und der Beckenverkleidung. Um Betriebskosten einzusparen, wurde das Schwimmbecken von acht auf fünf Bahnen verkleinert. Der Sprungturm wurde ebenfalls instandgesetzt. Es war eine Auflage der Denkmalpflege, dass er erhalten blieb. „Wenn der Turm bleibt, dann natürlich nicht als totes Bauwerk, sondern als Attraktion für die Besucher, alles andere macht keinen Sinn“, erklärt damals der für das Bad zuständige Trierer Bürgermeister Georg Bernarding. Eine deutliche Bereicherung und qualitative Aufwertung ist das ehemalige Kinderplantschbecken, das zu einer Wasserspiellandschaft ausgebaut wurde.

    Alles in allem ist das generalüberholte Südbad ein richtiges Schmuckstück geworden. Es bietet vielfältige Unterhaltungsmöglichkeiten für Jung und Alt und ist daher an schönen Tagen immer einen Besuch wert.  (tw)

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