Das 33. Altstadtfest steht vor der Tür

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TRIER. Was 1980 als allseits bejubelter Höhepunkt und bis dahin einmaliges, musikalisch geprägtes Fest der ältesten Stadt Deutschlands begann, ist längst Tradition geworden. Das Trierer Altstadtfest feiert bereits seinen 33. Geburtstag (28. bis 30. Juni). Tradition schützt aber nicht vor Veränderung. Spätestens seitdem die Stadt die Organisation erneut übernommen hat, ist doch einiges anders geworden.

Die Stadt selbst spricht von „stetiger Qualitätsverbesserung“ (Wirtschaftsdezernent Thomas Egger), eine Meinung, der sich noch lange nicht jeder Trierer anschließen kann. Das Fest war in den Jahren, als die Werbegemeinschaften noch die wesentlichen Gestalter waren (in Zusammenarbeit mit der Stadt) auch schon ein Besuchermagnet. Geändert haben sich die Standmieten – es ist teurer geworden. Dazu kann man mit einem Schuss Fatalismus anmerken: wie alles andere auch. Geändert haben sich auch die Kontrollen. Um die Flut der Selbstversorger einzuschränken – wie sollen Investitionen und verständlicherweise Profit erwirtschaftet werden, wenn jeder Zweite seine Getränke im Rucksack oder als Trägergemeinschaft, die Getränkekästen schleppt – wird an den Zugängen kontrolliert. Ein Vorschlag, der schon vor dem Wechsel zurück zur Zuständigkeit der Stadt von den privaten Organisatoren immer wieder angestoßen wurde, aber keine Mehrheit fand.

Und noch ein Kritikpunkt: Wer Mickie Krause als Topact präsentiert, sollte den Begriff „Qualitätsverbesserung“ tunlichst vermeiden. Oder zählen „Zehn nackte Frisösen“ jetzt etwa schon zum deutschen Kulturgut?

Ansonsten wird vieles sein wie immer. Die musikalische angebotene Palette wird von Schlager bis Jazz, von Rock bis Pop reichen und den einen oder anderen exotischen Ausschlag im Angebot haben. Breit gefächert wird auch das kulinarische Angebot sein – gleich ob in flüssiger oder fester Form. Wie in den vergangenen Jahren auch, wird es aber auch in diesem auf der Festmeile kleine und größere Lücken geben. Sie in den kommenden Jahren nach Möglichkeit wieder zu schließen, wird eine der großen Aufgaben der Organisatoren sein.

Die großen Bühnen beim Altstadtfest 2013:

Porta: Die Dompiraten eröffnen den Freitag mit kölschen Klängen. Topact des Abends ist Lokalmatador Guildo Horn, ehe der SWR auf seiner „Hausbühne“ das Programm übernimmt und es auch am Samstag und Sonntag gestaltet.

Hauptmarkt: Ein abwechslungsreiches Programm wird unter dem SWT-Logo in Triers guter Stube geboten. Nach der offiziellen Eröffnung die mit dem Fassanstich von Oberbürgermeister Klaus Jensen erfolgt, startet die musikalische Rundreise mit Folklore von „Randerchite“ aus der Partnerstadt Ascoli Piceno über die sehenswerte Coverband „Brass Machine“ (Freitag, ab 18.30 Uhr), eine Huey-Lewis-Tribute-Show (Samstag, ab 18.30 Uhr) bis zum krönenden Abschluss am Sonntag mit der „Leiendecker Bloas“.

Domfreihof: Programmgestalter RPR 1 hielt schon in den letzten Jahren immer besondere Highlights bereit. Das ist 2013 nicht anders. Schon der Freitag setzt mit „Pop meets classic“ mit Frank Rohles & Friends ein erstes Glanzlicht. Am Samstag wechselt die Richtung, die Qualität wird erneut top sein. Zu Gast sind „Rolf Stahlhofen & Friends“. Sonntags gibt es wieder den Gospel Workshop mit „Hemi Jost & Gospelfire“.

Kornmarkt:
Hier hat RTL Radio das Programm zusammengestellt. Aus Belgien kommt die Coverband „Wallstreet“ mit „Borderline“ aus Weimar als Opener. Samstags tritt „Goldplay“ auf – der Name ist nicht zufällig gewählt – es handelt sich um die Tribute-Band von „Coldplay“ und verspricht eine fantastische Bühnenshow. Der Sonntag steht unter dem Motto „Quattropole“. Junge Musiker aus den vier Städten Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier präsentieren sich und ihr Können einem großen Publikum.

Viehmarkt: Der Schwerpunkt des Programms zielt auf junges Publikum. DJ’s des Radiosenders bigFM geben sich hier die Klinke in die Hand. „Malle für Alle“ heißt es dann am Sonntag mit Mickie Krause.

Das Motto der Stadtwerke Trier (SWT) lautet: „Feiern bis in die Nacht“. Das Angebot an Bussen wird ausgeweitet. Außerdem sind die Parkhäuser der Stadt rund um die Uhr geöffnet. (wir)

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