Durchblick vernebelt – Aktion gegen Abtreibung trifft auf Protest

0

TRIER. Mit einer „spektakulären Aktion“, so hieß es in der Ankündigung von Durchblick e.V., wollte man auf das Thema Abtreibung aufmerksam machen. Obwohl die Kundgebung mitten auf dem Hauptmarkt stattfand und 650 Paar Kinderschuhe vor dem Rednerpult viele Blicke auf sich zogen – stehen blieb kaum jemand. Insgesamt  waren es 15 bis 20 Zuhörer, von denen ein Großteil zu den Veranstaltern gehörte. Gegen Ende kam es zu einer Protestaktion der „Feministischen Aktion Trier“ (FAT).

Als Thomas Schührer, der Vorsitzende des Veranstalters Durchblick e.V., an das Rednerpult trat, lauschten nur wenige Passanten seinen Worten. 650 Paar Kinderschuhe hatten  die Mitglieder des Vereins aufgestellt – 325 Paar jeweils links und rechts eines roten Bandes. „325 Paar stehen für die 325 Kinder, die jeden Monat in Rheinland-Pfalz durch Abtreibung ihr Leben verlieren“, verkündete Schührer und fuhr fort: „Die anderen 325 Paar stehen für die Dunkelziffer, die durch die Pille danach und das Meldedefizit die Zahl wohl verdoppeln dürfte.“

Danach gingen die Vergleiche in eine Richtung, die den wenigen unvoreingenommenen Zuhörern Nackenschmerzen vor lauter Kopfschütteln bereitet haben dürften. Schührer verglich die offizielle Anzahl der getöteten Kinder durch Abtreibung mit 13 Schulklassen, die jeden Monat ausgelöscht würden. „Wenn es in Schulen Amokläufe gäbe, bei denen so viele Kinder getötet würden, wären die Aufregung und der Schrei nach mehr Sicherheitskräften groß – berechtigterweise. Aber wenn Kinder durch Abtreibung getötet werden, regt sich komischerweise niemand auf“, zog der Vorsitzende einen Vergleich, der die Glaubwürdigkeit des Vereins sehr in Frage stellt. „Frauen, die aus sozialen oder gesundheitlichen Gründen abtreiben, mit Amokläufern zu vergleichen, ist für mich einfach nur eine Frechheit. Ganz ehrlich: Für mich sind das radikale Christen, die hier unter dem Deckmantel eines gemeinnützigen Vereins ihr veraltetes, christlich-konservatives Weltbild propagieren wollen. Das Durchschnittsalter der Mitglieder spricht ja bereits Bände „, zeigte sich die 39-jährige Triererin Martina, selbst Mutter einer gesunden Tochter, erbost über die Vergleiche von Schührer.

Da half es auch nichts, dass er die Frauen wenig später als Hauptopfer darstellte und wiederholt darauf hinwies, dass man sie nicht verurteilen wolle. „Wir möchten für die Thematik sensibilisieren“, betete er gebetsmühlenartig den Hintergrund der Aktion herunter. „Ich finde das völlig in Ordnung. Wir leben in einer Demokratie und jeder sollte das Recht haben, seine Meinung kundzutun“, zeigte sich Helmut (63 Jahre), aus Köln, von der Aktion keinesfalls schockiert. Die 29-jährige Victoria aus Bottrop hat „gar keine Meinung zu dem Thema“, verschwindet nach einer Minute wieder in ihrer Touristengruppe.

Mit Liedern der nach eigenen Angaben von einer Abtreibung betroffenen Claudia Wellbrock und einer Rede der Vorsitzenden Ursula Linsin-Heldrich des Vereins Rahel e.V., der sich um Frauen kümmert, die unter einer Abtreibung leiden, wurde das Programm fortgesetzt. Auch hier wurden biblische Vergleiche gezogen und immer wieder darauf hingewiesen, dass man niemanden brandmarken wolle. Viele  Aussagen ließen aber leider einen anderen Rückschluss zu.

Gegen Andersdenkende ausgeteilt werden musste dann auch noch: Schührer und Linsin-Heldrich kritisierten die Aussagen von Pro Familia gegenüber dem Trierischen Volksfreund. Die Geschäftsführerin von Pro Familia Trier, Claudia Heltemes, habe völlig falsche Informationen weitergegeben. „Einige Frauen, die bei Pro Familia waren, eher einige viele, sind natürlich nie mit Problemen zurückgekehrt – weil sie zu Rahel oder anderen Institutionen kamen. Pro Familia kümmert sich nicht“, hatte Linsin-Heldrich eine polemische Erklärung für die angeblich geringe Zahl an Frauen, die seelische Probleme nach einer Abtreibung hätten.

Protestaktion von FAT (Feministische Aktion Trier)

Zum Ende der Kundgebung kam es zu einer Protestaktion der Feministischen Aktion Trier (FAT). „Abtreibung ist Menschenrecht“ und „Pro Choice“ prangerte es auf den Plakaten. Eine der Protestlerinnen hielt einen Kleiderhaken in der Hand und schrie: „Frauen schon vor 40 Jahren mit Hilfe eines Kleiderhakens abgetrieben.“ Sie fuhr fort: „Was die hier machen, ist pure Propaganda.“ Es entstanden lebhafte Diskussionen zwischen den Veranstaltern und FAT, die die festgefahrenen Ansichten der Durchblick-Unterstützer nur noch verdeutlichten. „Abtreibung ist Menschenrecht – das ist ein Nazi-Spruch“, wollte ein Mann jenseits der 80 Vergleiche mit dem Dritten Reich ziehen, als es um die von FAT angefertigten Plakate ging. „Ich habe es schließlich noch miterlebt“.

Das Bündnis FAT, das sich erst zu Beginn des Jahres gegründet hat, hatte kurzfristig von der Kundgebung erfahren. Gegen 12 Uhr traf sich die Gruppe, zu der auch einige Männer gehörten, an der Basilika. „Das, was hier erzählt wird, ist in so vielen Punkten falsch. Wir hatten diese Diskussion schon einmal vor 40 Jahren und es hat keinen Sinn und Zweck, Abtreibung zu illegalisieren.  Die Zahl der Abtreibungen bleibt gleich. Dann machen es die verzweifelten Frauen notfalls wieder mit dem Kleiderbügel“, verrät Anonymous, 24, ihre Beweggründe. Die Aktion sei reine Propaganda und so sehe kein Fötus bei der Abtreibung aus. Damit sprach sie auf die „Puppe“ an, die Durchblick e.V. per Wurfsendung in Trier verbreitet hatte und noch verbreiten wird. Es sollen insgesamt 20 000 sein.

Auch Joachim aus Trier, selbst Vater von zwei gesunden Jungen, pflichtet den Protestlern bei. „Das Thema Abtreibung ist sicherlich problematisch, aber ich glaube nicht, dass sich eine Frau leichtfertig dafür entscheidet, sondern einen triftigen Grund haben wird. Was hier gemacht wird, führt zu einer Retraumatisierung der Betroffenen. In meinen Augen handelt es sich hierbei um pseudo-tolerante, lebensfremde Menschen.“

Thomas Schührer: „Kein Schwarz-Weiß“

Weitaus offener als viele seiner Weggefährten präsentierte sich Thomas Schührer im persönlichen Gespräch. „Wenn ihr früher aufgetaucht wärt, hätten wir euch gerne auch ans Mikrofon gelassen“, suchte er das Gespräch mit den Kritikern, die ihm tausend Mal lieber seien, als Menschen ohne Meinung.  Gegenüber lokalo.de äußerte er, dass es ihm sehr wichtig sei, dass man nicht nur „Schwarz-Weiß“ sehe, sondern durchaus zu Diskussionen bereit sei. „Wir verurteilen niemals, sondern versuchen nur zu helfen.“ Auch die Versendung der rund 20.000 Plastik-Embryos verteidigt er. „Die seelische Belastung für Menschen, die eine  Abtreibung oder Fehlgeburt hinter sich haben, ist uns durchaus bewusst. Deshalb haben wir den Inhalt auf dem Kuvert kenntlich gemacht und um Vorberichterstattung gebeten, damit Betroffene den Brief nicht öffnen. Das durch Abtreibung hervorgerufene Leid der Opfer ist es uns aber Wert, aufzuklären.“ Weniger offenbar, das Leid der Frauen, die er nur mit einem Wort erwähnte, nämlich denen, die ein Fehl- oder Totgeburt erlitten haben. Warum man das Geld für die 20 000 Modelle nicht sinnvoller in Hilfe für Frauen investiere? Schührer wiegelt ab. „Wenn mehr Frauen in die Betreuung kämen, würden wir sofort investieren, dann gäbe es auch eine Rundum-Betreuung. Bis es so weit ist, werben wir.“ Eine interessante Aussage, bedenkt man, dass nach Aussage von Linsin-Heldrich die von Pro Familia schlecht beratenen Frauen Rahel e.V. die Bude einrennen. Gut möglich, dass man in 40 Jahren immer noch diese unsägliche Diskussion führen muss. (cw)

Jetzt lokalo liken und alle aktuellen News rund um Trier und die Region, inklusive Luxemburg, sofort sehen und KOSTENLOS lesen

 

1 KOMMENTAR

  1. Wenn hier etwas vernebelt war, dann mit Sicherheit der Blick des lokalo-Reporters! Ich habe die Veranstaltung selbst beobachtet und selten einen so schlechten und unseriösen „Bericht“ gelesen wie diesen. Das beginnt schon damit, dass im Schnitt immer mindestens dreißig bis vierzig Zuschauer anwesend waren, von denen die Hälfte während der 90 Minuten ständig wechselte. Insgesamt dürften also schätzungsweise mehrere hundert Personen zumindest zeitweise der Veranstaltung beigewohnt haben.
    Woher der Autor des Artikels weiß, dass nur wenige dieser Beobachter „unvoreingenommen“ waren, bleibt sein Geheimnis. Er selbst gehörte jedenfalls definitv nicht dazu. Zu sehr ist aus jeder Zeile seine Abneigung gegen die Initiatoren der Aktion zu spüren. Für einen halbwegs objektiven Bericht, der sich ernsthaft mit den Argumenten der Veranstalter beschäftigt, reicht es so leider nicht, für eine weitgehend unsachliche Diffamierung dagegen schon. Selbst die völlig logische Feststellung, dass eine Frau mit psychischen Problemen nach einer Abtreibung naturgemäß jene Organisationen meidet, die ihr wie die „Pro Familia“ zu eben jener Abtreibung geraten haben und zudem die Existenz solcher Probleme schlichtweg bestreiten, wird der Vertreterin der Selbsthilfegruppe als „Polemik“ angelastet. Auch die völlig aus der Luft gegriffene Behauptung einer Passantin, das vermeintlich hohe Durchschnittsalter der Mitglieder des ihr unbekannten Vereins aus Östringen (!)spreche Bände, wird nicht kritisch hinterfragt, sondern als willkommene Gelegenheit zur Diskreditierung des dem Verfassers offensichtlich missliebigen Veranstalters genutzt.
    Schade, dass lokalo.de die Gelegenheit versäumt hat, seine Leserinnen und Leser über ein wichtiges und spannendes Thema wirklich zu informieren.

  2. ich finde die aktion schon verrückt genug, aber scheinbar fühlt sich jetzt der veranstalter gekränkt. anders ist dieser leserbrief von astarix nicht zu erklären. diese vergleiche, diese dümmlichen, antiken ansichten des durchblick e.v. – sorry, da kann ich nur noch mit dem kopf schütteln. ich habe diese leute heute mittag keines blickes gewürdigt. schämt euch!

  3. @Hans-Peter: Der kleine Gallier heißt Asterix, nicht Astarix! Ansonsten sauber „argumentiert“: dümmliche, antike Ansichten, zum Kopfschütteln. Und schämen kommt auch immer gut, insbesondere wenn es um die anderen geht. Sorry, aber das war ziemlich schwach!

  4. 30-40 waren es also? Herzlichen Glückwunsch. Sie sollten sich mit Brain zusammen tun und versuchen die Weltherrschaft mit ihren Jüngern an sich zu reißen. Da können Sie es dann wie Pippi Langstrumpfe halten. „Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt.“ Viel „Glück“ dabei Asterix. Gott sei Dank sind sie allerdings nicht das kleine gallische Dorf, sondern einfach nur weltfremde Menschen, mit denen ich einfach nur Mitleid habe.

  5. @Thomas Wilhelmi: Wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil. Ich schrieb von mehreren Hundert Besuchern, verteilt über eineinhalb Stunden. Ansonsten auch Ihnen Glückwunsch zur „sachlichen Argumentation“ (Weltherrschaft, Pippi Langstrumpf, weltfremd). Behalten Sie Ihrr Mitleid für sich, Sie brauchen es offensichtlich.

  6. Danke lokalo für den guten Bericht. Gott sei Dank ist er tendenziös. So wie ich das sehe, hattet ihr ja gar keine andere Wahl 😉

  7. Der Name „Asterix“ leitet sich von dem typografischen Zeichen Asterisk ab, griechisch für Sternchen ἀστερίσκος, asterískos.

    Scheinbar keine Sternstunde für „unseren“ Asterix heute 😀

  8. Auwei, sind eigentlich alle idealo-Leser so drauf? Zu viele Pillen, Weltfremdheit, tendenziöse Berichterstattung ist alternativlos… Beschimpfungen ersetzen leider mal keine Argumentation, aber scheinbar können manche nicht anders.

  9. @Justus Stieb: das war jetzt aber ein Geistesblitz! Sind Sie Akademiker? Vielleicht können Sie dann doch auch was zur Sache schreiben anstatt über Nicknames zu philosophieren.

  10. Sehr geehrter Herr Asterix,

    statt hier zu lamentieren könnten Sie ja selbst mal Argumente liefern. Sie sind ja scheinbar nicht mal im Stande mit ihrem Klarnamen für ihre Meinung einzustehen!

  11. @Asterix: Mein Bauch gehört mir!
    Jede Frau muss sich in eingener Verantwortung für oder gegen ihr Kind entscheiden. Ob Kinder oder keine, bestimmen sie alleine.
    Meine Entscheidung geht niemanden etwas an.
    Ich lasse mich auch von der Kirche, meinen Eltern oder der Gesellschaft nicht bevormunden. Ich entscheide nach meinem Gewissen.
    Die zeitgemäße Ethik schließt Abtreibungen mit ein.

  12. Abtreibung ist ein sehr sensibles Thema und der Vergleich mit einem Amoklauf ist in meinen Augen die größte Schweinerei, die ich seit Jahren gehört habe. Wie können Sie so etwas nur gutheißen, lieber Gallier? Sind Sie einer der Veranstalter?

    Wenn Sie jeden bummelnden Bürger als Zuhörer einordnen oder jede Touristengruppe, reden Sie sich den Zuspruch schön.

  13. bei den ausführungen von asterix kann einem echt übel werden. stagnation bedeutet rückschritt. was bedeutet dann rückschritt? ganz sicher nicht stagnation lieber asterix. ich freue mich schon auf die wurfsendung ihrer propaganda.

  14. Wir von der AGGRO Trier Initiative (AGGRO – Ein Akronym für Aktien, Geld, Grundbesitz, Rendite und Opulenz) können vollkommen verstehen, dass hier einige Leserbriefe bei zu viel Sonne im Biergarten geschrieben wurden. Daher Prost!

    PS: Bei sovielen Weisheiten hier, kann mir sicher jemand erklären warum Füße riechen und Nasen laufen können.

  15. @Thomas Wilhelmi: Ich wiederhole: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich habe mehrere Argumente gebracht, warum ich den Artikel schlecht finde. Als Antwort gab es nur Polemik und Beschimpfungen. Denken Sie mal darüber nach, warum ich nicht mit Klarnamen schreibe.
    @Jutta Stieb: Ihr Bauch interessiert mich nicht. Wohl aber bin ich der Meinung, dass der Mensch, der im Bauch einer Frau heranwächst, ein Recht auf Leben hat. Jeder Mensch kann entscheiden, ob er Kinder haben will oder nicht. Aber wenn Eltern (ich schließe die Männer ausdrücklich mit ein) ein Kind erwarten, dann ist es schon da und niemand hat mehr das Recht es zu töten. Die Tötung eines unschuldigen Menschen kann weder die Entscheidung eines funktionierenden Gewissens noch die einer verantwortungsvollen Ethik sein. Oder würden Sie es akzeptieren, wenn in irgendeinem anderen Kontext eine solche Handlung mit dem „Gewissen“ oder „ethischen Grundsätzen“ gerechtfertigt würde? So etwas hatten wir zwar schon öfter in der Geschichte, aber das ordnen wir heute mit Recht unter deren dunklen Seiten ein.

  16. @Asterix

    Einen Fötus abzutreiben, ist keine Tötung. Gesetzbuch zur Hand nehmen, bitte! Und zwar ist es dann keine Tötung, wenn die werdende Mutter eine ärztliche Beratung, die sowohl auf die psychische als auch die familiäre Situation ausgelegt ist, erhält und sich bewusst und frei dafür entscheidet.
    Hier wiegt die Entscheidungsfreiheit deutlich höher, als das Recht eines biologischen Zellhaufens. Denn mehr ist es zu dem Zeitpunkt noch nicht!

  17. Wir sollten uns hier nicht über das „leben“ streiten, sondern uns freuen, dass wir leben dürfen. Ich wünsche uns allen mehr Wertschätzung und Annahme für jedes Leben auf dieser Erde!

  18. @ Asterix

    LASSEN WIR MAL DIE BERICHTERSTATTUNG AUSSER ACHT UND BETRACHTEN DIE FAKTEN
    ALS VATER STEHE ICH DER ABTREIBUNG ALS SOLCHES ERST EINMAL AUCH KRITISCH GEGENÜBER.
    JEDOCH ERLAUBE ICH MIR NICHT DIE ZU VERURTEILEN; WELCHE EINE SOLCHE ENTSCHEIDUNG TREFFEN. ES GIBT SICHERLICH GENÜGEND GRÜNDEN DIE DAGEGEN SPRECHEN; EBENSO VIELE DIE ES RECHTFERTIGEN. DIE ENTSCHEIDUNG LIEGT BEI DER MUTTER; BEI DER FRAU WELCHE DAS KIND EMPFÄNGT:
    DIE GESCHICHTE HIER ZU ZITIEREN HALTE ICH FÜR SEHR GEWAGT: WAS IST MIT DEN OPFERN VON VERGEWALTIGUNG; WAS MIT DEN FRAUEN DIE SICH AUS GESUNDHEITLICHEN GRÜNDEN DAGEGEN AUSSPRECHEN?
    ASTERIX MÖCHTEN SIE DEN KINDERN DIE FRAGE BEANTWORTEN-wo ist meine mama….SIE STARB UM DIR DAS LEBEN ZU SCHENKEN: WER IST MEIN VATER……du bist das ergebnis einer vergewaltigung.
    JEDER MENSCH IN DIESEM LAND HAT EIN RECHT AUF FREIE MEINUNG; AUCH SIE ASTERIX! JEDOCH SOLLTE MAN VOR DER VERBREITUNG EINER EIGENEN MEINUNG NICHT NUR DEN EIGENEN BLICKWINKEL BETRACHTEN……..VIELMEHR EMPFIEHLT ES SICH MEHRERE VERSCHIEDEN ASPEKT UND RICHTUNGEN IN BETRACHT ZUZIEHEN

  19. Die totale Unterwerfung gegenüber dem Zeitgeist hat die Menschen so weit gebracht, dass sie nicht mehr zwischen Recht und Unrecht unterscheiden können. In den letzten Jahren hat man dadurch etlichen Millionen Kinder daran gehindert auf die Welt zu kommen!
    Wieviele davon sind wegen Vergewaltigung, Armut, sozialen Problemen o.ä(auch keine Gründe um andere zu töten, aber das war der Vorwand!). abgetrieben worden? Sicher eine schwindende Minderheit. Die restlichen wurden aus ganz anderen Gründen eliminiert: um Untreue zu verschleiern, um keine Falten zu bekommen, um ein schöneres und bequemeres Leben zu führen usw. Mittlerweile ist die westliche Gesellschaft so abgestumpft, das ein Menschenleben überhaupt keinen Wert mehr hat. Die Politiker aller Couleurs, die Medien, die Gerichte spielen alle Unisono dieses Spiel des Todes; die Kirche ist auch nicht viel mutiger: sie will die über 5 Milliarden ¤ Steuergelder nicht aufs Spiel setzen! Wenn mann die Presse liest mitsamt mancher Kommentare aus den Bischöflichen Ordinariaten, kann man sich leicht ausdenken, dass der nächste Schritt die Verhaftung der wenigen mutigen Aktivisten, im Namen der demokratischen Freiheit, sein wird.
    Damals wurde man verhaftet und verurteilt wegen „Zersetzung der Wehrkraft“; bald villeicht wegen „Feindseligkeit und Zersetzung des Zeitgeistes“, weil man die Meinung vertreten hat, dass jedes Kind ein Recht auf Mutter und Vater hat!

  20. Und da geht das Abendland mal wieder unter. Denn unter dem totalen Kulturpessimismus machen es sogenannte „Lebensschützer*innen“ eben nicht. Gut so, wenn diese sich so in der Defensive sehen, zeigt das, dass wir in einer Gesellschaft leben, die deren mittelalterliche Vorstellungen tatsächlich zumindest teilweise überwunden hat. 😀 Auch wenn reaktionäre Vollpfosten immer noch zuviel Einfluss haben und gerade Abtreibung noch lange nicht den legalen Status hat den sie haben sollte.

    Spannend übrigens, dass diese Gruppe zu geschätzen 80% aus Männern besteht. Wahrscheinlich gäbe es Abtreibungskliniken an jeder Straßenecke, könnten die meisten Männer schwanger werden. (Einige, auch wenn das weit über den Horizont der Abtreibungsverteufel-Meute gehen dürfte, können das ja durchaus: https://en.wikipedia.org/wiki/Thomas_Beatie ).

    Und da lange und ernste Diskussionen mit wissens- und menschenfeindlichen Fundis ohnehin Zeitverschwendung wären – hier eine passende Portion Zeitgeist zum Abschied: http://www.youtube.com/watch?v=fUspLVStPbk

  21. @Clara Banane: Laut §218 StGB ist Abtreibung eine Tötungshandlung (steht im Rahmen anderer Tötungsdelikte rechtssystematisch hinter §217), die jedoch unter gewissen Bedingungen straffrei bleibt. Das Bundesverassungsgericht hat mehrfach ausdrücklich erklärt, dass es sich bei dem Ungeborenen um ein eigenständiges Rechtssubjekt handelt, dem allein aufgrund seiner Existenz bereits Menschenwürde zukommt. Von „Zellhaufen“ findet sich weder dort noch in den Argumentationen der Abgeordneten bei der Reform des §218 etwas. Ich halte jede Wette, dass Sie diesen Begriff nirgendwo in seriösen juristischen Texten zur Abtreibung finden!
    @JOB: Danke, dass Sie mir das Recht auf freie Meinungsäußerung zubilligen! Wenn Sie genau lesen, werden Sie sehen, dass ich hier niemanden verurteilt habe. Auch vor Ihnen und Ihrer Meinung habe ich Respekt, teile letztere aber nicht. Es kann doch keine Lösung sein, die Kinder zu töten, um ihnen die von Ihnen gestellten Fragen nicht beanwtworten zu müssen. Im übrigen sind beide Fälle (Abtreibung nach Vergewaltigung und zur Rettung des mütterlichen Lebens) nach der amtlichen Statistik in Deutschland absolut marginal. Wenn es nur diese Fälle gäbe, müssten wir nicht über die Abtreibung diskutieren.

  22. Lieber Asterix, husch husch zurück nach Gallien! Als vierfacher Vater habe ich sogar Verständnis für Vergewaltigungsopfer, Frauen aus schwachen sozialen Verhältnissen und Frauen mit Risikoschwangerschaften. Die Abtreibung hat viele Leben gerettet – sie sehen nur die dunkle Seite. Bleiben Sie in Östringen.

  23. @ach: Sie disqualifizieren sich selbst, wenn Sie andere als „reaktionäre Vollpfosten“ und „menschenfeindliche Fundis“ beleidigen. Entweder hatten Sie eine schlechte Kinderstube oder Ihr geistiger Horizont ist begrenzt. Dafür haben Sie aber immerhin hellseherische Fähigkeiten. Oder woher wissen Sie, dass die „Gruppe“ zu 80% aus Männern besteht??
    @Vater: Ich bin nicht aus Östringen, sondern aus Trier. Und wenn Sie schon damit kokettieren, dass Sie Vater sind, bitte schön, damit kann ich auch dienen. Was das mit „Verständnis für Vergewaltigungsopfer“ zu tun haben soll, bleibt allerdings Ihr Geheimnis.

  24. Scheinbar sind den Abtreibungsgegnern die Argumente ausgegangen. Es gibt keinen triftigen Grund für Abtreibungen – die Gesellschaft wird uns immer auffangen. Wir sind Menschen – von Gott gemacht und nur er darf darüber bestimmen, wer wann und wie stirbt.

  25. Zitat Aktion Leben:

    …und nur er darf darüber bestimmen, wer wann und wie stirbt.

    Zitat Katechismus der Katholischen Kirche:

    Aus diesem Grund hat die überlieferte Lehre der Kirche die Rechtmäßigkeit des Rechtes und der Pflicht der gesetzmäßigen öffentlichen Gewalt anerkannt, der Schwere des Verbrechens angemessene Strafen zu verhängen, ohne in schwerwiegendsten Fällen die Todesstrafe auszuschließen.

    Das sagt doch alles über diese erzreaktionären, selbst ernannten „Lebensschützer“. Die schützen kein einziges Leben. Die wollen nur die Macht über die Bäuche der Frauen wieder haben.

  26. Der Name „Asterix“ ist sehr treffend gewählt. Die Parallelität zu einer Comic- oder Witzfigur ist nicht zu übersehen. Mit so einem intellektuell unterentwickelten Weltbild hat man es sicherlich nicht leicht in seinem jämmerlichen Dasein. Weiterhin viel Glück beim Kampf gegen die Welt!

  27. Der Name „Asterix“ ist sehr treffend gewählt. Die Parallelität zu einer Comic- oder Witzfigur ist nicht zu übersehen. Mit so einem intellektuell unterentwickelten Weltbild hat man es sicherlich nicht leicht in seinem jämmerlichen Dasein. Weiterhin viel Glück beim Kampf gegen die Welt!

  28. Vorsicht, Asterix war alles andere eine Witzfigur, sondern ein cleveres Kerlchen, das sein Dorf mehr als einmal vor dem Untergang bewahrt hat. Und was den Intellekt betrifft, lieb(r) peda, habe ich Ihnen gegenüber keinerlei Minderwertigkeitskomplexe. Wem nicht mehr einfällt, als unbekannten Mitbürgern aufgrund ihrer politischen Einstellung ein „jämmerliches Dasein“ zu attestieren, der sollte über das intellektuelle Vermögen anderer besser kein Urteil fällen.

  29. Vorsicht, Asterix war alles andere eine Witzfigur, sondern ein cleveres Kerlchen, das sein Dorf mehr als einmal vor dem Untergang bewahrt hat. Und was den Intellekt betrifft, lieb(r) peda, habe ich Ihnen gegenüber keinerlei Minderwertigkeitskomplexe. Wem nicht mehr einfällt, als unbekannten Mitbürgern aufgrund ihrer politischen Einstellung ein „jämmerliches Dasein“ zu attestieren, der sollte über das intellektuelle Vermögen anderer besser kein Urteil fällen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.