TBB Trier: A2-Nationalcenter Stefan Schmidt kommt von medi Bayreuth

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TRIER. 2,07-Meter Körpergröße, 110kg, mit einem guten Wurf ausgestattet und jede Menge Potenzial:  Stefan Schmidt bringt alle Eigenschaften mit, die ihn zu einem weiteren Musterschüler von Henrik Rödl machen könnten. Der gebürtige Nürnberger ist die erste Neuverpflichtung im Kader der TBB Trier und wird die kommenden beiden Jahre gemeinsam mit Andreas Seiferth das Center-Duo bilden.

Nach kleinen technischen Problemen, die man bei einem ligaweit einzigartigen Service wie diesem gerne verkraften kann, wurde das Geheimnis der ersten „echten“ Neuverpflichtung im Rahmen der basketball-stream.de Sendung „TBB@Home“ gelüftet. Auf dem Sofa von Kathrin Welschbillig und Michael Walzik in Mettendorf begrüßte Moderator Chris Schmidt am anderen Ende des Skype-Anschlusses den Center Stefan Schmidt.

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Lediglich 74 Punktspiele bestritt der von Verletzungen geplagte Franke in seinen vier Jahren bei Bayreuth. Schmidt brachte es in der vergangenen Spielzeit auf 3,6 Punkte und 1,8 Rebounds pro Partie, bei einer durchschnittlichen Spielzeit von circa 13 Minuten.

Seinen basketballerischen Feinschliff bekam „Steps“ im NBBL-Team der Franken Hexer, die er 2008 im NBBL Allstar-Game vertrat. Hier traf er auf seinen neuen Teamkollegen Andreas Seiferth, mit dem er aktuell auch zusammen im Kader der A2-Nationalmannschaft steht.

Jetzt folgt der Wechsel in die älteste Stadt Deutschlands und damit einhergehend die Hoffnung, im Alter von 24 Jahren den nächsten Leistungssprung zu vollziehen. „Ich bin sehr froh, dass Stefan sich entschieden hat, zu uns zu kommen. Damit ist unser Center-Duo komplett. Ich habe Stefan schon bei der U20 EM in Rhodos trainieren dürfen und bin sicher, dass wir viel von ihm erwarten können, wenn er verletzungsfrei bleibt und zu seiner alten Stärke findet“, zeigte sich Rödl zufrieden mit den Verpflichtungen auf der Centerposition. „Stefan hat eine herausragende Spielintelligenz, ist sehr beweglich und hat einen sehr guten Wurf. Das sind perfekte Voraussetzungen für einen Center. Ich denke, dass er seine Wurfstärke hier häufiger zeigen kann als in Bayreuth“, fuhr der Headcoach mit seiner Lobeshymne fort.

Auch Schmidt hat nur lobende Worte für die TBB Trier parat: „Trier hat einen sehr guten Ruf für jüngere deutsche Spieler – auch wenn ich nicht mehr so jung bin, ist das hier eine sehr gute Gelegenheit für mich, mich durchzusetzen und mich endlich als vollwertiger BBL-Spieler zu präsentieren. Der Trierer Weg ist unglaublich attraktiv für deutsche Spieler und auch erfolgreich, das ist ja mittlerweile auch bekannt. Ich hoffe, in Trier mehr Spielzeit zu bekommen – die Voraussetzungen dafür sind auf jeden Fall da, und die möchte ich so weit wie möglich nutzen.“ Zudem hatte sein bester Kumpel, der letztjährige Trierer Guard Bastian Doreth, nur Gutes über den Standort Trier zu berichten. Schmidt will hier den nächsten Schritt gehen.

Rödl bestätigte, dass damit die Planungen auf den großen Positionen abgeschlossen sind. Auf der Position Fünf werden somit Andreas Seiferth und Stefan Schmidt auf das Parkett gehen, auf der Power-Forward Position sollen es Jermaine Bucknor und Vitalis Chikoko richten.

Schmidt: „Stagnation ist gleich Rückschritt“

„Ich will immer Schritte nach vorne machen. Wenn ich merke es geht  in die falsche Richtung oder ich habe keinen weiteren Schritt nach vorne gemacht, sage ich mir, dass ich mehr tun muss. Wenn ich 25 bin will ich mir selbst nicht sagen müssen, dass meine Entwicklung abgeschlossen ist. Jede Minute, die ich auf dem Feld bin, bringt mich ein Prozent weiter“, verriet der sympathische 24-Jährige im Video-Portrait auf der Homepage seine Ex-Teams. Werte, die voll und ganz in das Anforderungsprofil seines neuen Chefcoachs passen dürften.

Schulterverletzungen warf ihn in seiner Entwicklung zurück

Stefan Schmidt wäre mit dieser Einstellung vielleicht heute schon einige Schritte weiter in seiner Entwicklung, wenn er nicht durch zwei schwere Verletzungen herbe Rückschläge erlitten hätte. Im Februar 2012 zog er sich im Training beim Rebound eine schwere Schulterverletzung zu. Die Saison war gelaufen, eine Operation der „Schulterluxation“ (Ausrenkung) war erforderlich. Mehrere Monate konnte der damals noch 22-Jährige kein Basketball spielen.  Besonders bitter: Eine ähnliche Schulterverletzung warf ihn schon im September 2009 in der Vorbereitung  auf die Saison 09/10 zurück  – damals noch in der zweiten Liga ProA.

Vitalis Chikoko soll nächsten Schritt machen – Harper geht

„Es wird sehr interessant werden, wer auf der Position Vier das Rennen machen wird. Hier haben wir mit Jermaines Erfahrung und Vitah eine tolle Mischung“, verspricht sich Rödl einiges von dem Duo. Rödl denkt, dass Chikoko auf der Power-Forward Position die Möglichkeit hat mehr in den Fokus zu kommen, während Bucknor mit seiner Erfahrung ein Segen für TBB Trier sei.

Nicht wieder in den Kader zurückkehren wird Brian Harper. „Wir wussten früh, dass er einen anderen Weg gehen würde und werden mit ihm weiterhin in Kontakt bleiben. Er war ein toller Junge und hatte zurecht viele Fans. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, verabschiedete sich Rödl im Stream von „Air Harper“.

Für die weiteren Verpflichtungen weckte Rödl Zuversicht bei den Anhängern. „Ich werde hier keine weitere Verpflichtung bekanntgeben, aber wir werden wieder tolle Spieler in Trier sehen. Der Dank gilt hier der tollen Arbeit im Hintergrund und den Sponsoren.“ Zudem verriet der Chefcoach, dass man weiterhin mit einer Zehner-Rotation plane und mit der Energie des letzten Jahres spielen wolle. Man sei auf einem guten Weg, dies weiter zu bestätigen.

Auch das A2-Länderspiel ist für Trierer Fans nochmal attraktiver geworden: Mit Stefan Schmidt und Andreas Seiferth kann man das neue Center-Duo in Aktion sehen, zudem ist Mathis Mönninghoff nominiert. Interessierte können ihr Glück beim lokalo.de-Gewinnspiel versuchen. (cw)

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1 KOMMENTAR

  1. Ganz ehrlich? Mir ist das zu viel an Information. Da ist mir ein kurzer Bericht in dem Vertragslänge und Position drinstehen lieber. Da lobe ich mir den volksfreund. Hier muss man sich durch ein Meer an Zusatzinfos lesen, ehe man das Wichtigste weiß…

  2. @Frank L: Dann hättest du ja nach der fettgedruckten Einleitung aufhören können zu lesen. Da stand ja schon alles drin.

    Für Interessierte ist der gesamte Artikel dagegen wiederum sehr interessant und informativ. Danke Christoph, super Arbeit!

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