Wird die Sanierung der Trevirispassage zur unendlichen Geschichte?

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TRIER. Die Sanierung der Treviris-Passage: eine unendliche Geschichte? Eine naheliegende Vermutung für all diejenigen, die in den vergangenen Wochen die gesperrte Bustrasse passiert haben. Seit Dezember durchqueren die Busse der Stadtwerke nicht mehr die gewohnte Strecke an der Haltestelle “Treviris”, sondern nutzen den Umweg Walramsneustraße/Kutzbachstraße. Wie es mit der Passage weitergeht, darüber gibt es seit heute neue Informationen.

“Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit möchten wir Sie informieren, dass in der 25. Kalenderwoche 2013 mit den Bauarbeiten in der Treviris-Passage begonnen wird”. So lautet der Einleitungstext eines Informationsschreibens des Tiefbauamtes der Stadt Trier für alle Anwohner rund um die Trevirispassage. Ab dem 17. Juni soll es also soweit sein. Für die ansässigen Einzelhändler wohl dennoch kein Grund zur Freude. “Es ist eine Frechheit, dass immer noch kein Bau stattfindet”, klagt ein Einzelhändler im Gespräch mit lokalo. Seit der Sperrung seien seine Umsätze bereits um 20% zurückgegangen, bei Baubeginn fürchte er noch schlimmere Zahlen. Allgemein scheint die Passage ihre besseren Tage hinter sich gelassen zu haben.

Kein Wunder, denn normalerweise liegt die Passage an einer der wichtigsten Bushaltestellen der Stadt. An einem gewöhnlichen Werktag wurde sie bis zur Sperrung von rund 900 Bussen angesteuert, durchschnittlich etwa drei bis vier Busse pro Minute. Zudem wird die Trevirispassage von täglich vielen Passanten als ideale Möglichkeit angesehen, gerade bei schlechtem Wetter, die Strecke vom Pferdemarkt bis zur Querung der Passage trockenen Fußes zurückzulegen, darunter alleine hunderte Berufschüler. Mit einem anliegenden Supermarkt, einer Bäckerei und vielen weiteren Geschäften ist die “Treviris” ideale Anlaufstelle für Passanten und Buspendler, die jetzt größtenteils als potenzielle Kunden wegfallen. Auf lokalo-Anfrage erklärt die Stadtverwaltung, dass ihr bisher noch keine konkreten Informationen zu Umsatzeinbußen vorlägen, dass aber im Rahmen der Bürgersprechstunde bereits Gespräche zwischen Oberbürgermeister Klaus Jensen und betroffenen Einzelhändlern geführt worden seien.

Weitere Auswirkungen der Bustrassen-Sperrung sind auch bereits in der Kutzbachstraße ersichtlich, durch die die Busse derzeit umgeleitet werden. Bürgersteige und Asphalt können der Dauerbelastung durch den Busverkehr nicht standhalten. “Es hat sich alles so entwickelt, wie vom Fachamt im Vorhinein eingeschätzt”, erklärt das Presseamt der Stadt Trier auf Nachfrage von lokalo. Nach Beendigung der Baumaßnahmen an der Trevirispassage werde dann die Deckschicht in der Kutzbachstraße instandgesetzt.

Insgesamt umfasst die zu sanierende Fläche rund 4500 m², die Hälfte davon sind gepflasterte Gehwegfläche. Neben den Straßenbauarbeiten werden auch die Straßenbeleuchtung und die Fernmelde-, sowie Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert. Das könnte aber unter Umständen erst im neuen Jahr passieren. Die Verwaltung rechnet zwar mit einer Fertigstellung der Bauvorhaben zum ersten Advent dieses Jahres, Voraussetzung hierfür seien jedoch gute Witterungsbedingungen. Wegen all dieser Unwägbarkeiten könnte sich die Instandsetzung der beiden betroffenen Areale durchaus noch ein gutes Stück in die Länge ziehen. Dafür spricht auch, dass es ja nicht bei Arbeiten an Kutzbachstraße und Trevirispassage bleibt, sondern daneben auch die Straßen Margaretengäßchen, Moselstraße, Stockplatz, Walramsneustraße und Wilhelm-Rautenstrauch-Straße betroffen sein werden. Die größte Hoffnung der Betroffenen ist wohl ein langer und trockener Sommer. (kk)

1 KOMMENTAR

  1. Ach du meine Güte,stelle man sich diese Verwaltung in einem Unwetterszenario vor,da GRAUST es einem,sie löst keine Probleme, sie ist ein PROBLEM!!

  2. Ist doch alles nur Scheingefecht ! Die geschäftsanlieger sollen Pleite gehen, damit ECE dieses ganze Areal günstig kaufen kann! Wetten das es so kommt Frau Käse – Tortellini !

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