Eine Kerze für Aidskranke – Benefizaktion der Trier Aidshilfe war ein voller Erfolg

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TRIER. „Nacht der Solidarität auf dem Kornmarkt: Eine Kerze für Aidskranke“- unter diesem Motto veranstaltete die Aids Hilfe Trier gestern eine Mahnwache für Aidskranke weltweit (lokalo berichtete). Mit dem Erlös der im Rahmen der Aktion verkauften Kerzen wird ein Projekt in Südafrika unterstützt.

Die Nacht der Solidarität wird jährlich bundesweit begangen und richtet den Blick über den deutschen Tellerrand hinaus auf die Situation Aidskranker weltweit. Auch die AIDS Hilfe Trier e.V. beteiligte sich in diesem Jahr daran. Mit dem Kauf einer Kerze konnte symbolisch eine Patenschaft für einen Betroffenen übernommen werden. Zum Einbruch der Dunkelheit wurden alle 300 Kerzen feierlich entzündet- aufgestellt in Form der berühmten Aids- Schleife. Mit dem Erlös unterstützen die Veranstalter das Projekt „HOPE“ des Bitburger Priesters Stefan Hippler in Südafrika. Das Land hat international eine der höchsten Aidsraten zu verzeichnen. Eine Hälfte der Einnahmen geht daher an „HOPE“. Es widmet sich HIV-infizierten oder an Aids erkrankten Kindern in den Townships Kapstadts. Die andere Hälfte der Einnahmen fließt in die Präventions- und Betroffenenarbeit der Aidshilfe Trier.Armin Burg, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Trier Aidshilfe wundert sich: „Es ist unglaublich, wie schlecht gerade die junge Generation über das Thema Aids informiert ist. Neulich sprach ich mit zwei Jugendlichen. Sie waren der Meinung, dass sich nur Frauen und Homosexuelle mit dem Aidsvirus infizieren können. Das zeigt die große Notwendigkeit einer flächendeckenden Aufklärung.“ Die SPD-Politikerin Begona Hermann stellte das Hope-Projekt vor und informierte über die Verbreitung der Krankheit: „Südlich der Sahara sind 24 Millionen Menschen mit HIV infiziert, das sind 70% aller Betroffenen überhaupt. In Deutschland leben ungefähr 73.000 Menschen mit Aids.“ Außerdem sprach sie über die Notwendigkeit, „das Thema noch stärker im Bewusstsein der Menschen zu verankern.“ Bernhard Kaster (CDU) betonte die Wichtigkeit, „das Thema wachzuhalten“: „Aids ist weiterhin Gegenstand in Politik und Gesellschaft. Es ist erforderlich, dass sich jeder einzelne dem Thema stellt, damit langfristig die Infektionsraten sinken“. Die  Veranstalter präsentierten ein buntes Rahmenprogramm mit Musik und Tanz. So sang der Trierer Sänger Olaf Kihm einige Stücke. Die Tanzgruppe „Party Alarm“ sorgte mit einer ausgefallenen Choreographie für gute Stimmung. Ulla Meyer von der Aids Hilfe Trier schätzt, dass die Aktion um die 300 Zuschauer erreichte. „Und das trotz des gleichzeitig laufenden Fussballspiels“, freut sie sich. An die 150 Kerzen wurden im Laufe des Abends verkauft. Somit wird es wahrscheinlich auch im nächsten Jahr wieder heißen: Eine Kerze für Aidskranke – Nacht der Solidarität 2014. (tw)

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