B90/Die Grünen auf Konfrontationskurs – Streitpunkt Moselsteg

0

TRIER. Das Projekt „Stadt am Fluss“ war eines der zentralen Themen, mit denen der jetzige Oberbürgermeister Klaus Jensen einst in den Wahlkampf zog. Nach Ansicht der Fraktion von B90/Die Grünen ist davon nicht mehr viel übrig geblieben. Nach einem Bericht der hiesigen Tageszeitung vom 28. Mai sieht die Fraktion der Grünen die Notwendigkeit, in der nächsten Ausschusssitzung Aufklärung von der Stadtverwaltung zu fordern.

In einer Pressemitteilung zeigt sich die Vertretung der Partei „erstaunt über die Vorgänge bei der Entwurfsplanung zum Feuvrier-Gelände“, seien die Abweichungen der aktuellen Planung vom ursprünglich eingereichten Entwurf doch erst kürzlich erläutert worden. „Was ursprünglich als Glanzpunkt des Projekts ‚Stadt am Fluss‘ verkauft wurde, verkommt nun zunehmend zu einem reinen, unattraktiven Investorenprojekt, denn der Moselsteg fällt weg, die Anzahl der Gebäude im hinteren Bereich nimmt zu, die städtebauliche Kontur entlang der Zurmaiener Straße wurde stark zum Nachteil verändert“, heißt es weiter in der Pressemitteiliung.

„Neben dem guten städtebaulichen Entwurf war für die Entscheidung  zugunsten dieser Planung ein wesentlicher Aspekt, dass es sich bei dem Investor um die, als seriös geltende, IRP handelt. Verbunden damit war die Hoffnung, dass ein solventer und glaubwürdiger Investor die Umsetzung der guten Entwurfsplanung garantiert. Nun stellen wir aber fest, dass die Hoffnung trügerisch war“, erklärt das Grüne Ratsmitglied Dominik Heinrich, der auch Beisitzer im Architektur und Städtebaubeirat (ASB) ist.

 „Dass Planungen sich im Laufe eines Projekts verändern, ist uns bewusst. Aber wenn dies unter der Angabe nachweislich, falscher Gründe geschieht“, sieht Anja Reinermann-Matatko, die Fraktionsvorsitzende der Partei im Stadtrat „einen respektlosen Umgang des Investors“ mit den Betroffenen und den Entscheidungsträgern.

B 90/Die Grünen haben nun gleich eine lange Liste an Fragen und verlangen Aufklärung von der Stadtverwaltung. Der Fragenkatalog: „Hat sich der Investor unter Vorgabe falscher Darstellungen den Zugriff auf das Gelände gesichert? Wusste die Stadtverwaltung, dass der Moselsteg nicht an Genehmigungsfragen scheitert, sondern an dem Wunsch nach Gewinnmaximierung des Investors? Welche Änderungen der Planung kommen sonst noch auf uns zu? Fällt das geplante Café am Moselufer zugunsten eines weiteren Eigenheims weg?“ (red/pm)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.