Mehr Photovoltaik auf städtischen Dächern

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    WITTLICH. Am vergangenen Mittwoch hat die Renergie Stadt Wittlich GmbH die dritte Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Die Anlage wurde auf dem Dach des Evangelischen Kindergartens Vitelliuspark installiert. 250.000 Euro wurden bislang in das Projekt investiert.

    Insgesamt betreibt die Renergie Stadt Wittlich GmbH damit weniger als ein Jahr nach ihrer Gründung erfolgreich drei Solar-Anlagen auf kommunalen Dächern im Stadtgebiet. „Wir freuen uns, dass wir die Photovoltaik im Stadtgebiet als Partner vor Ort renditeorientiert ausbauen und damit die Wertschöpfung vor Ort nutzen können“, erläuterte Geschäftsführer Rainer Stöckicht. Michael Arens, Leiter der Region Trier bei RWE Deutschland, stellte zufrieden fest: „Die Investitionen sind nicht nur gut für den Klimaschutz, sondern rechnen sich auch finanziell.“

    Die Renergie Stadt Wittlich GmbH wurde im Juni 2012 von der Stadt Wittlich und dem RWE gegründet, um im Stadtgebiet regenerative Energieformen innovativ zu nutzen. Gesellschafter sind mit 70 Prozent die Stadt Wittlich und mit 30 Prozent das RWE. Wie geplant, konnte die Gesellschaft nun in einem ersten Schritt die Dachflächen von drei kommunalen Gebäuden zur Energiegewinnung nutzen. Neben dem Dach des Kindergartens Vitelliuspark produziert die Renergie Stadt Wittlich bereits seit September des vergangenen Jahres auf dem Dach des Servicebetriebs der Stadtwerke in der Rudolf-Diesel-Straße und seit Oktober auf dem Dach des EVENTUMs im Brautweg erneuerbaren Strom. Zuvor gab es nur eine städtische Photovoltaik-Anlage auf der Georg-Meistermann-Grundschule.

    Eine Visualisierung im Kindergarten Vitelliuspark ermöglicht nun den Kindern den Umgang mit dem Thema „Erneuerbare Energien“ auf spielerische Weise zu erlernen. Für die drei Solaranlagen hat die Renergie Stadt Wittlich GmbH insgesamt 250.000 Euro investiert. Es wird erwartet, dass die drei Dächer jährlich eine Gesamtleistung von 140.000 Kilowattstunden an regenerativem Strom erzeugen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 35 bis 40 Haushalten. Diese Energie wird gänzlich CO2-neutral erzeugt, so dass im Jahresdurchschnittswert eine Einsparung des klimaschädlichen Gases von rund 76 Tonnen erzielt werden kann. Für die Zukunft ist die Entwicklung weiterer Projekte durch die städtische Renergie Stadt Wittlich GmbH geplant. Hierbei spielen auch innovative technologische Entwicklungen wie neuartige Speichertechnologien eine Rolle. Angedacht ist langfristig auch, finanzielle Beteiligungsmodelle für Bürger der Stadt Wittlich zu ermöglichen. Diese Modelle sollen gerade auch für Kleinanleger interessant sein. (pm/red).

     

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