Existenzgründungen in der Region rückläufig

    0

    TRIER. Im Jahr 2012 sind in der Region Trier 4,4 Prozent weniger Gewerbe angemeldet worden als 2011. Das geht aus dem Gründungsbarometer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier hervor, das nun zum zweiten Mal veröffentlicht wird. Demnach wurden 3 957 Anmeldungen gezählt. 2011 waren es noch 4.141.

    Der Rückgang fällt allerdings geringer aus als im Landesdurchschnitt. In Rheinland-Pfalz wurden 2012 insgesamt 36.467 Gewerbe angemeldet – etwa sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Da gleichzeitig 37.328 Gewerbe abgemeldet wurden, bleibt in der Bilanz ein Minus von 861. Die sogenannte regionale Gründungsintensität – die Zahl der Gewerbeanmeldungen beziehungsweise Betriebsgründungen je 10 000 Einwohner – weist für den IHK-Bezirk Trier ebenfalls unterdurchschnittliche Werte auf. Hier gab es 2012 im Schnitt 11,4 Betriebsgründungen pro 10 000 Einwohner. 2011 waren es noch 12. Der rheinland-pfälzische Wert ist mit 15,5 Betriebsgründungen deutlich höher. Eine Ursache der rückläufigen Gründungszahlen ist die vor allem in der Region Trier niedrige Arbeitslosenquote. Weitere Gründe: die solide Konjunkturentwicklung, die Attraktivität Luxemburgs für hiesige Arbeitnehmer und der restriktivere Zugang zur Gründungsförderung über die Bundesagentur für Arbeit.

    Eine gute Nachricht gibt es mit Blick auf die Beständigkeit der neu gegründeten Gewerbe zu vermelden. 68 Prozent der Handelsregister-Unternehmen und 39 Prozent der Kleingewerbetreibenden oder Gesellschaften bürgerlichen Rechts, die seit 2007 in der Region Trier angemeldet wurden, haben die kritische Fünf-Jahreshürde gemeistert. Die Zahl der Neuerrichtungen, also der erstmaligen Anmeldungen eines Gewerbebetriebes, ist im IHK-Bezirk Trier um 6 Prozent gesunken – von 3.740 auf 3.513. Landesweit wurden 29.975 Neugründungen gezählt: 8,6 Prozent weniger als 2011. 31,2 Prozent der Neugründungen im IHK-Bezirk Trier gehen auf Frauen zurück – vor allem im Sozialwesen und im Bereich sonstige Dienstleistungen, beispielsweise Kosmetiksalons und Wäschereien.

    Die Starterzentren der rheinland-pfälzischen IHKs unterstützen seit zehn Jahren Unternehmensgründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Aufgrund der demografischen Entwicklung erwartet die IHK Trier für die Zukunft ein starkes Interesse an Gründungen im Bereich Dienstleistungen für Senioren, im Sozialwesen, bei Pflegedienstleistungen und im Service für private Haushalte sowie im Gesundheitswesen. (pm/red)

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here

    Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.