Eintracht Trier: Aus und vorbei – 1:1 gegen Eschborn zerstört Aufstiegsträume endgültig

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TRIER. Im letzten Heimspiel der Saison hat es für den SV Eintracht Trier 05 gegen den 1. FC Eschborn zwar nicht zum erhofften Dreier gereicht – doch auch nach dem 1:1 erhielten die blau-schwarz-weißen Akteure dankbaren Applaus von den allerdings leider wieder nur spärlich besetzten Rängen. Das enorm ersatzgeschwächte Team von Cheftrainer Roland Seitz hielt auch im Duell mit den abstiegsbedrohten Gästen aus der Frankfurter Vorstadt voll dagegen, kam aber zu selten so richtig gefährlich vors Eschborner Tor.

„Wir haben alles probiert – und das trotz der vielen Ausfälle und nur drei Tage nach dem intensiven Spiel gegen die TSG Hoffenheim II. In der zweiten Hälfte stand der Gegner sehr tief, das war nicht leicht für uns“, meinte der SVE-Coach in seiner Analyse. Ausdrücklich lobte er sein Team erneut für den Einsatz und die Moral.

Nun gelte es, fürs abschließende Saisonmatch am Samstag, ab 14 Uhr, beim SC Pfullendorf und fürs Finale um den Bitburger-Rheinlandpokal am Mittwoch, 29. Mai, ab 19 Uhr, in Salmrohr eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen, so Seitz weiter. Zwangsläufig geschont werden am Samstag im Gastspiel im Linzgau Alon Abelski und Steven Kröner, die dann beide gelb gesperrt sind. Seitz´ Gegenüber Sandro Schwarz hofft auf Trierer Schützenhilfe bei den ebenfalls noch vom Abstieg bedrohten Pfullendorfern. Der frühere Mainz-05-Profi sah eine viel versprechende Startphase seiner Elf. „Später haben wir dann auch den Druck einer richtig guten Trierer Mannschaft überstanden“, so Schwarz weiter.

Die Hessen gingen bereits nach zwölf Minuten durch einen von Rouven Lepold verwandelten Foulelfmeter in Front. Baldo di Gregorio hatte Michel Gschwender von den Beinen geholt.

Das ließ die Eintracht nicht auf sich sitzen. Zunächst scheiterte Abelski noch mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Thomas Stehling, dem Schlussmann des FCE (16. Minute). Dann hielt Steven Kröner – neuerdings der Torschütze vom Dienst – nach einer Ecke von „Geburtstagskind“ Steven Lewerenz (Herzlichen Glückwunsch zum 22.!) aus 16 Metern drauf und fand die Lücke – 1:1 nach 17 Minuten.

Die Gäste waren präsent in den Zweikämpfen, zogen sich im Laufe der Partie aber immer weiter zurück und mussten die klare spielerische Überlegenheit der Eintracht anerkennen. Gefährlich wurde es aber nur in der 32. Minute (ein Eschborner fälschte den Schuss von Fahrudin „Faz“ Kuduzovic noch ab) und in der 39. Minute. Hier wuselte sich der sehr fleißige Marco Quotschalla durch, scheiterte jedoch an Stehling. Umstritten die Szene wenige Augenblicke vor dem Halbzeitpfiff. Ulrich Strenkert brachte den durchgebrochenen Christoph Anton zu Fall – nach Meinung vieler im Strafraum. Der Unparteiische Christoph Schütz aus Worms sah das Vergehen aber außerhalb des Sechzehners.

Auch nach der Pause übte das Team mit der Porta auf der Brust Druck aus und schnürte Eschborn in der eigenen Hälfte ein. Stark die Kombination in der 62. Minute, als der Ball über „Faz“ und Fabian Zittlau zu Abelski kam, der aber drüber zielte. Einige Minuten später visierte Kröner das Gäste-Gehäuse an, verfehlte das Ziel indes knapp.

Auf der anderen Seite musste Andy Lengsfeld eine Großtat vollbringen, indem er im Eins-gegen-Eins gegen Anthony Wade rettete, kurz danach blockte Zittlau einen Schuss von Christopher Nguyen ab (71.). Wenig später hätte Abelski den Schlussmann der Eschborner fast bei einem Freistoß ins kurze Eck überrascht (74.). In der Schlussphase klärte zunächst Lengsfeld bei einem 25-Meter-Freistoß von Cen Cemil Oezer (83.). Am Ende verpasste Erdogan Yesilyurt zwei Mal per Kopf das Tor um Haaresbreite.

Steven Lewerenz, der wegen Oberschenkelproblemen zur Halbzeit raus musste, sah ein Spiel, „in dem der Gegner alles in die Waagschale geworfen hat. Wir haben aber dagegen gehalten und wollten sicher nichts abschenken“. Sein Teamkollege Christoph Anton bilanzierte: „Eschborn hat um Leben und Tod gekämpft. Wir dagegen wollten uns unbedingt mit einem Sieg von unseren treuen Fans verabschieden. Schade, dass es nicht geklappt hat.“ Außenverteidiger Zittlau trauerte der umstrittenen Situation kurz vor dem Halbzeitpfiff nach: „Das Foul war innerhalb und somit war´s ein Elfmeter.“ (Pressemitteilung Eintracht Trier)

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