Fair-Trade-Stadt Bitburg

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    BITBURG. Auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen strebt die Stadt Bitburg eine Bewerbung um den Titel „Fair-Trade-Stadt“ an, der im Rahmen einer europaweiten Kampagne vergeben wird. Zur Erfüllung der Voraussetzungen und als ersten Schritt für eine Bewerbung um den Titel will die Stadt künftig bei internen und öffentlichen kommunalen Veranstaltungen auch auf fair gehandelte Produkte zurückgreifen. Diesen Beschluss fasste der Stadtrat der Stadt Bitburg in seiner letzten Sitzung.

    Als nächster Schritt ist die Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe mit Vertretern verschiedener Zielgruppen vorgesehen. Angestrebt wird ein Angebot gesiegelter Produkte aus fairem Handel in den lokalen Einzelhandelsgeschäften und Ausschank von Fair-Trade-Produkten in Cafés und Restaurants. Bei der Einwohnerzahl Bitburgs müssten mindestens vier Geschäfte und zwei Gastronomiebetriebe mitmachen. Außerdem sollen Fair-Trade-Produkte in jeweils einer Schule, einem Verein und einer Kirche verwendet werden. Hierzu soll mindestens einmal jährlich eine entsprechende Bildungsveranstaltung durchgeführt werden.

    Fairer Handel soll sicherstellen, dass Kleinbauern in Entwicklungsländern unabhängig von Weltmarktschwankungen einen garantierten Mindestpreis erhalten und dass langfristige Handelsbeziehungen aufgebaut werden. Der faire Preis sichert soziale Arbeitsbedingungen, deckt Produktionskosten und sichert damit die Existenz. Weiteres Merkmal des fairen Handels ist die Zahlung einer Prämie durch Importeure. Hiermit werden soziale und Umweltprojekte unterstützt, z.B. Bereitstellung von sauberem Wasser, die Garantie von Schulbildung und medizinischer Versorgung, das Verbot von Ausbeutung und Kinderarbeit. Mittlerweile bewerben sich in 24 Ländern weltweit Städte um den Status Fair-Trade-Town. (red/PM)

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