Ehemaliges Paar wegen sexueller Handlungen an einem Säugling angeklagt

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TRIER. Am heutigen Donnerstag wurde der Prozess gegen eine 41-jährige Frau und einen 54-Mann vor dem Landgericht Trier fortgesetzt. Das Paar soll gemeinschaftliche sexuelle Handlungen an einem Säugling vorgenommen haben. Die heutige Verhandlung lieferte keine neuen Erkenntnisse und wurde schon nach rund einer halben Stunde beendet.

Angeklagt sind eine 41 Jahre alte Frau aus Trier und ein 54 Jahre alter Mann aus dem Raum Neustadt an der Weinstraße. Zur mutmaßlichen Tatzeit im Jahr 2007 führten sie eine sexuelle Beziehung. Den Angeklagten wird vorgeworfen, damals am Wohnort des Mannes gemeinschaftlich sexuelle Handlungen an dem seinerzeit gerade geborenen männlichen Säugling der Frau vorgenommen zu haben. Davon sollen sie auch Lichtbilder gefertigt und auf einer DVD abgespeichert haben. Diese DVD solle die 41-Jährige auch an eine gesondert verfolgte Person weitergegeben haben. Die Angeklagte ist bereits einmal einschlägig vorbestraft. Der Mann ist ebenfalls vorbestraft, allerdings nicht einschlägig. Beide Angeklagten befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

Die heutige Fortsetzungverhandlung lieferte keine neuen Erkenntnisse bezüglich der Schuldfähigkeit der Angeklagten. Grund dafür war zum einen das Fehlen der psychologischen Sachverständigen, die wegen eines anderen Termins nicht anwesend sein konnte. Zum anderen hat der Angeklagte K. einen Verteidigerwechsel vorgenommen. Er wird zukünftig von Rechtsanwalt Christian Hass aus Ludwigshafen vertreten, der die bisherige Verteidigerin Alexandra Rittershaus, ebenfalls aus Ludwigshafen, ersetzt: „Ich kann Ihnen heute noch keine Stellungnahme zu der Anklage geben, da ich mich erst tiefer in den Fall einarbeiten muss“, so Hass zum Vorsitzenden Richter Albrecht Keimburg. Die Angeklagte B. wird weiterhin durch Martha Schwiering aus Trier vertreten.

Keimburg fasste das Wesentliche des letzten Verhandlungstages kurz und knapp zusammen: „Wir sind überein gekommen, dem Angeklagte bei einem Geständnis zu garantieren, dass die Freiheitsstrafe nicht länger als 3 Jahre betragen wird. In Relation zu anderen Straftaten dieser Art ist dies ein äußerst humaner Vorschlag.“ Im weiteren Verlauf der Verhandlung standen juristische Formalitäten im Mittelpunkt.

Der Prozess soll am 29. Mai um 9.00 Uhr fortgesetzt werden. Zu diesem Termin wird die psychologische Sachverständige erneut geladen. (tw)

 

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