IHK: Gute Konjunkturaussichten in der Region

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TRIER. Das regionale Konjunkturklima hat sich nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier gegenüber dem Jahresbeginn weiter verbessert: Der IHK-Konjunkturklima-Indikator ist von 112 auf 121 Punkte gestiegen. Werte über 100 kennzeichnen ein freundliches Konjunkturklima. Skeptisch zeigen sich die Unternehmer angesichts der Forderung nach Steuererhöhungen und Mindestlöhnen.

Die Unternehmen schätzen ihre eigene Geschäftslage leicht schlechter ein als zum Jahresbeginn. Damals berichteten laut IHK Trier 40 Prozent der Befragten von guten und neun Prozent von schlechten Geschäften. Aktuell liege das Verhältnis bei 35 zu 15 Prozent. „Dafür haben sich aber die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate deutlich verbessert. Standen zu Jahresanfang 17 Prozent Optimisten noch 20 Prozent Pessimisten gegenüber, so zählen wir aktuell 33 Prozent Optimisten und lediglich elf Prozent Pessimisten – ein Signal, dass es weiter aufwärts gehen wird“, erläutert IHK-Konjunkturexperte Matthias Schmitt die Daten.

Die aktuelle Gewinn- und Umsatzsituation charakterisieren die  Betriebe als zufriedenstellend. Die Investitionsplanungen für die kommenden zwölf Monate fielen leicht expansiv aus: 30 Prozent der regionalen Unternehmen wollten mehr, 21 Prozent weniger investieren, so das Ergebnis der Umfrage. Die Daten stützen sich auf die Antworten von mehr als 100 Betrieben mit 11.000 Beschäftigten.

Die Industriebetriebe registrierten in den vergangenen drei Monaten zunehmend Aufträge, sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland, berichtet die IHK. Der aktuelle Auftragsbestand liege im verarbeitenden Gewerbe ebenso wie die Kapazitätsauslastung oberhalb des saisonalen Durchschnitts. Die Exporterwartungen hingegen fielen etwas skeptischer aus, als noch vor vier Monaten. Im regionalen Einzelhandel und Dienstleistungsgewerbe würden Geschäftslage und ‑erwartungen überwiegend positiv bewertet.

Als eines der Hauptrisiken für die künftige Geschäftsentwicklung identifizieren 51 Prozent der befragten Unternehmen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen – gegenüber der Vorjahresumfrage eine Zunahme um etwa 20 Prozentpunkte. „Die aktuellen politischen Diskussionen, vielfach verbunden mit den Rufen nach Steuererhöhungen, Umverteilung und Mindestlöhnen verunsichern die Unternehmen und sind Gift für den Aufschwung. Wir müssen die Standortbedingungen für unsere Unternehmen verbessern, damit aus Erwartungen faktische Wachstums- und Beschäftigungsimpulse werden“, lautet die Forderung von IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer an die Politik. Als weitere Risikofaktoren betrachten die Befragten die hohen Energie- und Rohstoffkosten (51 Prozent), die Arbeitskosten (41 Prozent) und den Fachkräftemangel (39 Prozent). (red/PM)

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