Kein Freudenhaus für die Eurener Straße

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TRIER. Wie das Verwaltungsgericht Trier heute mitteilte, wird es kein Bordell in einem Wohnhaus in der Eurener Straße geben. Der Hausbesitzer hatte gegen die Entscheidung der Stadt geklagt, die die Nutzung des Hauses zu Prostitutionszwecken untersagt hatte. 

Die Ablehnung der Erteilung einer Nutzungsgenehmigung für einen bordellartigen Betrieb in der Eurener Straße in Trier und die gleichzeitig ausgesprochene Nutzungsuntersagung sind rechtmäßig. Dies hat die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts Trier mit Urteilen vom 24. April 2013 entschieden. Damit entschied das Verwaltungsgericht gegen die Klage eines Trierer Hausbesitzers. Er hatte bei der Stadt Trier die Umwandlung einer „Wohnnutzung“ in „Nutzung zu Prostitutionszwecken“ beantragt, um in seinem Haus ein Bordell eröffnen zu können. Die Stadt hatte diesen Antrag abgelehnt. Das Gericht hatte eigens eine Ortsbesichtigung in der Eurener Straße durchgeführt und festgestellt, dass es sich um ein Mischgebiet handelt. In diesen Gebieten treffen Wohnen und Gewerbe aufeinander. Allerdings nur solche Gewerbebetriebe, die das Wohnen nicht wesentlich beeinflussen. Ein Bordell brächte „milieubedingte Unruhe“ mit sich, die das Wohnen dagegen wesentlich stören würde, heißt es in der Urteilsbegründung.

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