Die TBB Kolumne

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15 Siege bei 19 Niederlagen, 19,8-Prozent Zuschauerzuwachs und damit der sechstbeste Zuschauerschnitt der gesamten Liga, ein sympathisches Team und ganz nebenbei knapp 24.000 Euro Gewinn erzielt. Eine Saison, wie man sie mit dem drittkleinsten Etat der Bundesliga lange nicht mehr in der ältesten Stadt Deutschlands feiern konnte. Wie Pep Guardiola beim FC Bayern München müssen sich die Fans jetzt fragen: „Kann man nächste Saison eigentlich etwas besser machen?“

15 Siege bei 19 Niederlagen, 19,8-Prozent Zuschauerzuwachs und damit der sechstbeste Zuschauerschnitt der gesamten Liga, ein sympathisches Team und ganz nebenbei knapp 24.000 Euro Gewinn erzielt. Eine Saison, wie man sie mit dem drittkleinsten Etat der Bundesliga lange nicht mehr in der ältesten Stadt Deutschlands feiern konnte. Wie Pep Guardiola beim FC Bayern München müssen sich die Fans jetzt fragen: „Kann man nächste Saison eigentlich etwas besser machen?“

Leicht dürfte dieses Unterfangen jedenfalls nicht werden. Vom diesjährigen Kader wird wohl nicht viel übrig bleiben. Kapitän Dragan Dojcin wird seine Karriere beenden, Brian Harper und Jarrett Howell dürften in den Plänen von Chefcoach Henrik Rödl wohl keine Rolle mehr spielen. Harper nicht, weil mit Vitalis Chikoko auf der Position des Power-Forwards geplant wird und somit kein Platz mehr für den Mann mit den Sprungfedern sein dürfte. Howell muss gehen, weil er auf ganzer Linie enttäuscht hat.

Während alle diese Spieler zu ersetzen sind – Dojcin hat ohnehin keine sportliche Rolle mehr gespielt – sorgt eine vakante Personalie für Sorgenfalten auf der Stirn von Verantwortlichen und Fans: Nate Linhart. Der US-Amerikaner ist die größte Identifikationsfigur des Trierer Basketballs seit James Gillingham. Er ackert und rackert, verteidigt, reboundet und verhält sich auch abseits der Parketts vorbildlich. Sein Charakter und sein sportliches Talent sind auch anderen Coaches in der Beko-BBL nicht verborgen geblieben.

Nate Linhart selbst hält sich bedeckt, was ein weiteres Engagement in Trier angeht. Auf lokalo.de-Anfrage teilte der Forward mit: „Ich habe wirklich keinen blassen Schimmer, was diesen Sommer passieren wird. Trier war für mich bis jetzt eine großartige Erfahrung. Und das wird definitiv eine Rolle bei meiner Entscheidungsfindung spielen.“

Worte, die viel Interpretationsspielraum lassen. Ob es wirklich die „Famous last words“, also die berühmten letzten Worte von Linhart in Trier waren, wie es im Twitter-Kanal der TBB, mit zwei Fragezeichen versehen, heißt? Oder ist schon längst alles klar und man will demnächst den Dauerkartenverkauf mit dieser Hammermeldung ordentlich ankurbeln? Wen meinten die Jungs von basketball-stream.de, als es hieß, dass es wohl schon sehr bald die erste TBB@home Sendung geben werde? Nach lokalo.de-Informationen wurde schon vor Saisonende alles daran gesetzt, Linhart zu einem Verbleib zu bewegen.

Die Frage ist allerdings, welche sportlichen Perspektiven man Linhart bieten kann und wo die Schmerzgrenze bezüglich des Gehalts liegt. Gut möglich, dass Rödl Linhart neben einer merklichen Gehaltserhöhung mit dem Kapitänsamt zu einem Verbleib beim Traditionsverein verleiten möchte. Eine Aufgabe, die perfekt zur Arbeitseinstellung des 26-Jährigen passen würde. Eine Kämpfernatur, einer, der stets mit bestem Beispiel vorangeht und hier alle Freiheiten und hohe Anerkennung genießt.

Letztendlich gilt aber auch für einen Vorzeigebasketballer, wie es Linhart nun einmal ist: Geld regiert die Welt. Das hat nichts mit Söldnermentalität zu tun. Aber in den Gehaltsregionen, in denen sich Profibasketballer hierzulande bewegen, macht jeder Tausender, der am Ende zusätzlich auf das Konto fließt, sehr viel aus. Zugegeben: Auch Basketball ist kein Sport der Konjunktive. Dennoch, um es mit den Worten von Andreas Möller zu sagen: „Ich habe vom Feeling her ein gutes Gefühl.“

1 KOMMENTAR

  1. Für mich ist Nate der kompletteste Spieler, den wir seit Keith Gray in Trier hatten. Er kann einfach ALLES. Das wäre für mich definitiv ein Grund über en Dauerkarte nachzudenken!

  2. Nate, einmal komplett die Mosel runter und dann noch etwas rheinabwärts, dort kannst Du Play-Offs spielen und wirst sicherlich mit offenen Armen empfangen. Time for the next step.

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