TBB Trier: 71:78-Niederlage zum Abschluss

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QUAKENBRÜCK. Starke Leistung, aber kein weiterer Auswärtssieg: Eine schwache Phase Ende des dritten und Anfang des vierten Viertels kostete die TBB Trier eine mögliche Siegchance bei den Artland Dragons. Am Ende verloren die Mannen von Henrik Rödl mit 71:78. Bester Trierer Punktesammler war Brian Harper mit 16 Punkten.

Das Abschiedsspiel von Dragan Dojcin begann munter – und ohne Bastian Doreth, der verletzungsbedingt nicht am Spiel teilnehme konnte. Der TBB-Kapitän saß zunächst auf der Bank, konnte der gewohnten Starting Five um Jarrett Howell, Barry Stewart, Nate Linhart, Brian Harper und Andreas Seiferth allerdings zufrieden zuschauen.

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Beide Teams lieferten sich von Beginn an einen Kampf auf Augenhöhe – mit hohen Trefferquoten auf beiden Seiten.  Kein Team konnte sich nennenswert absetzen. Auffällig bei Trier: Barry Stewart und Jarrett Howell. Letzterer brachte es im ersten Viertel auf sechs Punkte und drei Assists. Auch die Dragons liefen von jenseits der 6,75-Meter-Linie heiß und kein Team konnte sich weiter als drei Punkte absetzen. Am Ende gingen die Dragons als knapper Punktsieger aus der „ersten Runde“ hervor. Mit 22:24 ging es in die erste Viertelpause.

Toller Start dann in den zweiten Spielabschnitt: Ein 6:0-Lauf durch einen Dreier von Mathis Mönninghoff und eine tolle Defensiv- und Offensivaktion von Vitalis Chikoko brachte das 28:24 für Trier. Ein Treffer von Guido Grünheid beendete zunächst den Trierer Lauf, ehe ein weiterer 5:0-Run, an dem Joshiko Saibou einen großen Anteil hatte, Stefan Koch zur ersten Auszeit zwang (33:26). Den Artland Dragons fiel wenig gegen die gewohnt starke Zone der Trierer ein – auch wenn Buckman mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr den Dreipunktwurf „vom Parkplatz“ der Artland-Arena traf. Das zweite Viertel konnte nicht das Niveau der ersten zehn Minuten halten. Die Mannen von Stefan Koch dominierten die Bretter, agierten aber planlos gegen die Trierer Zone. Entsprechend bat Koch beim Stand von 37:29 erneut zur Auszeit. Danach lief es wieder etwas besser in der Offensive der Drachen, doch die Moselstädter waren in diesem Viertel einfach das bessere Team. Highlight: Ein spektakulärer Dunking von Brian Harper. Linhart sorgte anschließend für die 45:37-Halbzeitführung. Rödl hatte in der Halbzeit trotzdem Grund zu meckern: Acht Offensivrebounds ließen Brian Harper und Co. zu.

Harper war es dann auch, der gleich zu Beginn des dritten Durchgangs ein Ausrufezeichen setzte: Mit einem Alley-Oop Dunk verhalf er der TBB zur ersten zweistelligen Führung (47:37).  Doch damit nicht genug: Wenig später stopfte Harper den Ball erneut per Alley-Oop durch die Reuse in 3,05-Meter Höhe (53:41). Im Webradio von basketball-stream.de geriet man ins Schwärmen. Die Mannen von Henrik Rödl spielten gegen Saisonende wieder so stark auf, wie zu Beginn der Spielzeit. Ohne Druck hatte man die Dragons im Griff. Nach dem 58:45 durch Jarrett Howell nahm Koch erneut eine Auszeit. Diese hatte aus Sicht der Quakenbrücker den erhofften Erfolg. Demond Mallet hatte mit zwei Treffern von jenseits der Dreierlinie großen Anteil am 7:0-Lauf der Mannen aus Entenhausen. (58:52) Tragisch aus Trierer Sicht: Dragan Dojcin ließ beide Möglichkeiten von der Freiwurflinie liegen und blieb punktlos. Rödl nahm die Auszeit, doch Mallet war jetzt „on fire“. Wieder setzte der US-Amerikaner zum Dreipunktewurf an – und traf zum 58:55. Der Guard in Diensten der Artland Dragons war es dann auch, der die Punkte von Guido Grünheid zum 58:57 vorbereitete. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die entscheidenden zehn Minuten. Trier hatte die Kontrolle über das Spiel verloren.

Das letzte Viertel gehörte dann Bryce Taylor. Der athletische Guard verhalf den Quakenbrückern mit vier Punkten in Serie zur ersten Führung seit dem ersten Viertel. Rödl nahm erneut eine Auszeit, aber die entscheidenden zehn Minuten waren die Minuten des Bryce Taylor. Einem Dreier mit Bonusfreiwurf folgte ein weitere 3-Punkte-Spiel des ehemaligen Spielers von Alba Berlin. Wenig später streute dann auch Johannes Strasser einen Dreier zum 60:71 ein – Trier drohte auseinanderzufallen. Zusammengenommen ein 22:2 Lauf des Heimteams – der Trierer Headcoach sah sich zur letzten Auszeit gezwungen. Trier hielt anschließend zwar wieder dagegen, ein weiteres „Last-Minute-Wunder“ wie in Berlin gab es allerdings nicht zu bestaunen. Marquez Haynes und seine Teamkameraden gaben sich in der Schlussphase keine Blöße und brachten einen letztendlich verdienten 71:78 Erfolg nach Hause. Auch, weil Trier Ende des dritten Viertels komplett den Faden verlor und Mallet heiß lief. Schade: Dojcin gelang in seinem letzten Spiel als Profi kein einziger Punkt. „Momentan fühle ich gar nichts. Es war eine fantastische Zeit, vor allem hier in Deutschland. Außerdem ist es ein witziger Zufall, dass ich mein erstes und mein letztes Spiel in Deutschland in dieser Halle bestritten habe“, gab Dojcin im Interview mit basketball-stream.de einen Einblick in seine Gefühlswelt.

Am Sonntag gibt es für alle Fans noch die Möglichkeit, das diesjährige Team in der heimischen Arena wiederzusehen: Das FanFest wurde aufgrund der Witterungslage vom Petrisberg in die Arena verlegt. (cw)

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