Eintracht Trier: Torlos in Kaiserslautern

0

KAISERSLAUTERN. Auch bei dem enorm heimstarken 1. FC Kaiserslautern II hat die Serie gehalten: Durch das 0:0 im Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg hat der SV Eintracht Trier 05 zum siebten Male in Folge nicht verloren und dabei vier Siege und drei Remis erzielt.

Zufrieden mit der Vorstellung zeigte sich Cheftrainer Roland Seitz: „Es war ein gutes Regionalliga-Spiel. Wir haben hier über volle 90 Minuten dagegen gehalten und hatten sogar die besseren Chancen.“ Nicht einverstanden zeigte er sich aber mit dem Auftritt des 23. Mannes: „Sie war eines Regionalliga-Spitzenspiels leider nicht würdig.“

Der SVE sah sich bei einem Treffer von Fahrudin „Faz“ Kuduzuvic nach Flanke von Fouad Brighache (68., wegen angeblichem Abseits aberkannt) ebenso von Schiedsrichter Justus Zorn benachteiligt, wie Sekunden vor dem Abpfiff, als man vergeblich Strafstoß forderte.

Die Eintracht, bei der die angeschlagenen Torge Hollmann und Alon Abelski doch mitwirken konnten und Steven Lewerenz für den gelbgesperrten Christoph Anton ins Team rückte, präsentierte sich vor den 600 Zuschauern (darunter knapp 200 Anhänger der Blau-Schwarz-Weißen) von Beginn an hoch konzentriert und ließ die kombinationsstarken und selbstbewusst auftretenden „Kleinen Roten Teufel“ nicht zur Entfaltung kommen. Eine Schrecksekunde mussten die Gäste zunächst nur in der zwölften Minute überstehen. FCK-Kapitän Mario Pokar hatte einen Freistoß aus halbrechter Position an die Latte des Trierer Gehäuses gesetzt. Zwischen der 20. und 30. Minute konnte auch die Mannschaft von Roland Seitz offensive Akzente setzen. Die beste Möglichkeit verzeichnete man nach 26 Minuten, als Hollmann nach Abelski-Freistoß nur um Haaresbreite vorbeiköpfte. Kurz vor der Pause konnte sich Andy Lengsfeld auszeichnen, indem er aus kurzer Distanz gegen Jan-Lukas Dorow rettete (39.)

„In der zweiten Hälfte haben wir offensiv noch mehr investiert und auf Sieg gespielt“, sagte Innenverteidiger Hollmann hinterher. Zunächst scheiterte der agile Abelski mit einem Schuss aus der zweiten Reihe (46.), nach einer Hereingabe von Lewerenz, der sich einige spannende Duelle mit dem Bundesliga erfahrenen Alex Bugera leistete, zeigte sich Lauterns Keeper Marius Müller auf dem Posten (51.).

Das Spiel lebte von einer hohen Intensität, war hart umkämpft – der Unparteiische verlor mehr und mehr die Linie und fand auch bei der Verteilung der gelben Karten kein einheitliches Strafmaß.

Die von Konrad Fünfstück (Trier hat eine sehr hohe Qualität. Sowohl wir, wie auch die Eintracht hätten gewinnen können.“) trainierten Hausherren waren spielerisch weiter gefällig, kamen aber nur selten so klar zum Abschluss wie Dorow, der nach einem Abspielfehler in der Trierer Hintermannschaft nur um Zentimeter vorbei schoss (74.). Drei Minuten später retteten Fabian Zittlau und Michael Dingels mit vereinten Kräften gegen Dorow.

Am Ende war die Eintracht dem Sieg näher. Zunächst strich ein Lewerenz-Schuss knapp am Lauterer Tor vorbei (78.). Acht Minuten später leistete sich Schlussmann Müller einen Bock, Max Watzka schien aber zu überrascht und konnte kein Kapital aus dem „Geschenk“ machen.

„Wir sind hier kompakt aufgetreten und waren insgesamt dem Sieg näher. Von daher sind es leider letztlich zwei Punkte zu wenig“, resümierte SVE-Spielführer Brighache.

Vorstandssprecher Ernst Wilhelmi attestierte dem Team „einen super Kampf bei einer sehr starken Lauterer Mannschaft“. Auch er zeigte sich aber fassungslos über die Spielleitung: „Das war katastrophal.“ (Pressemitteilung Eintracht Trier)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.