„Free Your Stuff Party“ auf dem Trierer Campus

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TRIER. Am heutigen Donnerstag fand die “Free-Your-Stuff-Party“ im Studihaus der Universität Trier statt. Bei dieser Party handelt es sich um eine Art Verschenkflohmarkt. Die Organisatoren betonten den Charity-Charakter der Veranstaltung. Um Profit gehe es ihnen nicht. Zahlreiche Personen offerierten Gegenstände, die sie nicht mehr gebrauchen konnten. Andere fanden etwas Nützliches für sich. Genau dies ist das Prinzip von Free-Your-Stuff.

Am 6. Mai 2012 gründete Luise Borek die Facebook-Seite “Free Your Stuff Trier“. Während eines Luxemburgaufenthalts lernte sie die Philosophie des “digitalen Verschenkflohmarktes“ kennen. Dabei geht es nicht um klassische Geld-gegen-Waren-Tauschgeschäfte. Vielmehr haben Personen die Möglichkeit, Gegenstände, die sie nicht mehr benötigen einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Umgekehrt gibt es die Möglichkeit, sich nach bestimmten Dingen umzuschauen, die man selbst benötigt, und diese umsonst zu erhalten. Die Mitgliederzahl entwickelte sich rasend schnell. Bis zum heutigen Tage haben knapp 5.200 Personen den Weg zur Facebook-Seite gefunden.

Das heutige Event im Studihaus der Universität Trier stellte eine Ausnahme in dem sonst reinen Online-Projekt dar. Die Verantwortlichen boten ihren Gruppenmitgliedern mit der öffentlichen Veranstaltung die Möglichkeit, sich persönlich kennenzulernen, Gegenstände loszuwerden und direkt zu erhalten. Leise Musik und eine schöne Dekoration verliehen dem Raum eine angenehme Atmosphäre.

Die Veranstaltung zog ein breites Publikum an Studierenden an. Auch die Psychologie-Studentin Christina ist von der Philosophie des Projekts begeistert und fand etwas für sich. Mit einem Lächeln im Gesicht verließ sie das Haus. Unter ihrem Arm klemmte ein Buch, in ihrer Hand hielt sie eine Flasche mit Rasierschaum. “Die Atmosphäre war einfach total schön. Außerdem ist es eine sinnvolle Sache, die ich gerne unterstütze“, schwärmte sie.

Anne Horstdottir aus dem Team der Organisatoren ist selbst über die rasche Entwicklung des Projekts überrascht: “Wir sind immer noch erstaunt darüber, wie schnell sich das Ganze entwickelt hat. Wir haben die Facebook-Seite Anfang Mai 2012 geschalt und mittlerweile haben wir mehr als 5.000 User. Das ist großartig und zeigt das große Interesse an der Aktion.“ Um Profit geht es dem Team nicht, das betonte sie deutlich. Auch zukünftig soll der Benefiz-Charakter an oberster Stelle stehen, selbst wenn die Gruppe in nächster Zeit noch größer werden würde. “Sonst würden wir uns ungläubig machen und unsere Philosophie ginge verloren“, merkte sie dazu an.
Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg und es wird mit großer Sicherheit nicht die letzte “Free-Your-Stuff-Party“ in Trier geblieben sein. (tw)

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