TBB Trier: Bye, bye Abstiegssorgen!

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TRIER. Oliver Kahn würde wohl sagen: „Da ist das Ding!“ Mit einem 78:70(34:35)-Erfolg sicherte sich die TBB Trier den eminent wichtigen Auswärtserfolg bei den FRAPORT Skyliners. Mit einer starken zweiten Halbzeit und einer tollen Teamleistung konnten sich die Schützlinge von Henrik Rödl vorzeitig den Klassenerhalt sichern. Beste Punktesammler im Trierer Team waren Andreas Seiferth und Jermaine Bucknor mit je 14 Punkten.

Die Nervosität war von Anfang an spürbar: Die Moselstädter taten sich schwer und liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Während Frankfurt früh seinen Rhythmus fand, war bei den Trierern nur Andreas Seiferth vom Sprungball an auf der Höhe des Geschehens.

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Zehn Punkte machte der 2,09-Meter große Center im ersten Viertel und hielt Trier damit im Spiel. Frankfurt schaffte es zwischenzeitlich sich bis auf acht Punkte von Trier abzusetzen (14:22), doch Nate Linhart und Co. ließen sich nicht abschütteln. Mit 18:22 ging es in die erste Viertelpause. Bei Frankfurt waren der junge Aufbauspieler Konstantin Klein und Quantez Robertson am auffälligsten. Die Schützlinge von Henrik Rödl hatten wieder einmal Probleme beim Rebound und mussten konsequenter Ausboxen, um in fremder Halle als Sieger vom Parkett zu gehen.

Leider gelang der Start ins zweite Viertel überhaupt nicht. Frankfurt konnte sich durch einen 6:0-Lauf erstmals zweistellig absetzen (18:28).  Erst ein Korbleger von Nate Linhart beendete eine zweieinhalb-minütige Punkteflaute auf Trierer Seite. Bei Frankfurt überzeugten vor allem die Nachwuchsspieler. Max Merz verwandelte einen Dreier zum 20:31. Erst zwei vergebene Freiwürfe von Joshiko Saibou – böse Erinnerungen an die letzten Spiele wurden wach – sorgten für einen zu diesem Zeitpunkt unerwarteten Run der Trierer. Nach dem zweiten vergebenen Wurf von der Linie klaute Linhart den Ball und leitete eine 6:0-Serie ein. Skyliners-Coach Muli Katzurin nahm beim 26:31 eine Auszeit. Das Spiel verlief danach völlig ausgeglichen. Angeführt von Linhart und des bis dato völlig blassen Barry Stewart konnte Trier bis zur Halbzeit auf 34:35 verkürzen. Eine spannende zweite Halbzeit stand bevor.

Seiferth knüpfte nahtlos an die starke Leistung aus dem ersten Abschnitt an und erkämpfte die erste Führung seit den Anfangsminuten (36:35). Doch Frankfurt antwortete mit einem 5:0-Lauf und hängte Seiferth sein drittes Foul an. Rödl nahm den bis dato überragenden Center zum eigenen Schutz vom Parkett. Trier ließ sich auch ohne ihn nicht abschütteln, antwortete durch fünf Punkte von Harper  ebenfalls mit einem 5:0 Lauf (41:40). Vitalis Chikoko ließ wieder einmal Punkte an der Freiwurflinie liegen, aber das Team arbeitete gut am offensiven Brett. Nach Dreiern des starken Linhart und des Ex-Frankfurters Jermaine Bucknor setzten sich die Mannen von Henrik Rödl auf 54:48 ab – die höchste TBB-Führung im gesamten Spiel. Katzurin reagierte mit einer Auszeit. Die Mannen aus „Mainhattan“ konnten wieder verkürzen, doch nach einem erfolgreichen Korbleger von Bucknor ging es mit 56:51 aus Trierer Sicht in die entscheidenden letzten zehn Minuten.

Als Mathis Mönninghoff nach tollem Zuspiel von Seiferth von jenseits der 6,75-Meter-Linie zum 59:51 traf, schien der Befreiungsschlag greifbar.  Robertson übernahm Verantwortung bei den FRAPORT Skyliners und traf postwendend ebenfalls einen Dreipunktwurf. Doch Trier hatte jetzt Lunte gerochen und merkte, dass die Entscheidung jetzt her musste. Als dann auch noch Joshiko Saibou den Dreier von der Baseline zum 66:54 traf, durfte man in Trier so langsam träumen. Katzurin nahm noch einmal eine Auszeit und Barthel fasste sich auf Seite der Hessen ein Herz. Sein Dreipunktspiel war doppelt wertvoll. Es brachte Frankfurt unter die magische 10-Punkte-Marke und er hängte Andreas Seiferth sein fünftes Foul an. Sollte es doch noch einmal spannend werden?

Nein. Trier behielt trotz umstrittener Pfiffe der Schiedsrichter die Ruhe. Hier zahlte sich Bucknors ganze Erfahrung aus. Der Kanadier machte den wichtigen Korb mit Bonusfreiwurf für die Trierer und erstickte das Aufbäumen der Skyliners im Keim (71:60).  Wenig später kassierte mit Zachery Peacock auch ein Frankfurter Schlüsselspieler sein fünftes persönliches Foul. Beim 73:62 drei Minuten vor Spielende bat Katzurin zum letzten Mal zur Besprechung – ohne erkennbaren Erfolg. Stewart machte wenig später mit einem Dreier aus acht Metern alles klar (76:62). Die restlichen zwei Minuten konnte Frankfurt noch sehenswerte Ergebniskosmetik (unter anderem ein Alley-Oop von Quantez Robertson) betreiben, den 78:70 Sieg der Trierer aber nicht verhindern. Henrik Rödl und sein Team sicherten sich den überlebenswichtigen Erfolg. Da Ludwigsburg zu Hause dem FC Bayern München unterlag und nur noch auf 13 Siege kommen kann, sicherte sich TBB Trier so den vorzeitigen Klassenerhalt. Eine starke zweite Halbzeit erinnerte in weiten Teilen an den tollen Saisonbeginn. Jetzt kann aufgeatmet und geplant werden, denn eines ist sicher: Auch im nächsten Jahr wird es erstklassigen Basketball in Trier zu sehen geben. (cw)

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