Eintracht Trier: 5:0 – Alzenau keine Chance gelassen

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TRIER. In einer über weite Strecken einseitigen Regionalliga-Partie gewann Eintracht Trier hochverdient mit 5:0 (1:0) gegen Bayern Alzenau. Den überforderten Gästen war der Wille zwar deutlich anzumerken, spielrisch reichte es jedoch bei weitem nicht, um dem Favoriten aus Trier die Stirn bieten zu können. Das Seitz-Team fuhr die Punkte 46, 47 und 48 ein und hält Anschluss an die begehrten Playoff-Plätze.

Auf der Pressekonferenz am Freitag hatte Eintracht-Trainer Roland Seitz noch vor dem Gegner aus Bayern gewarnt: “Jeder erwartet von uns einen Sieg, dabei hat Alzenau gerade in der Rückrunde gezeigt, dass sie die Elf Qualität hat.“ Auch gegen vermeintlich stärkere Mannschaften haben die Bayern bereits gewinnen können. Dies musste beispielsweise der aktuelle Tabellenführer SV 07 Elversberg am eigenen Leibe erfahren. Seitz hatte ebenfalls darauf hingewiesen, dasss gerade solche Mannschaften, die um den Ligaverbleib spielen, besonders gefährlich sind. Seine Mannschaft hatte sich die Worte offenbar zu Herzen genommen und zeigte vor 1.179 Zuschauern im Moselstadion einen souveränen Auftritt.

Seitz vertraute der Elf, die letzten Samstag in Elversberg einen Punkt entführt hatte. Taktisch wurde es hingegen deutlich offensiver. Seitz ließ in einem 4-2-3-1 System spielen, das bei eigenen Angriffen in ein 4-2-1-3 überging. Die Bayern starteten in einem 4-4-2 System. Beim Blick auf die Ersatzbänke wurden die personellen Probleme der Alzenauer deutlich. Neben einem Ersatztorwart reiste Trainer Marco Roth nur mit zwei weiteren Feldspielern an die Mosel.

In einer guten ersten Halbzeit dominierten die Moselstädter von der ersten Minute an. Torge Hollmann verwertete gleich die erste Torchance zur Führung. Nach einem Freistoß von Alon Abelski aus guten 25 Metern aus halbrechter Position beförderte der Innenverteidiger den Ball mit einem wuchtigen Kopfstoß in die Masche. Auffällig war von Beginn an das gute und schnelle Umschaltspiel der Trierer. Gerade über beide Außenbahnen erarbeiteten sie sich immer wieder gute Torchancen. In der 14. Minute setzte Christoph Anton am 16er der Bayern nach einer Flanke von Adelski zu einem Seitfallzieher an. Obwohl er den Ball nicht richtig traf, honorierten die Fans den Versuch mit Szenenapplaus. In der nächsten gefährlichen Situation stand wieder der Torschütze zum 1:0 im Mittelpunkt des Geschehens. Wie beim Führungstor kam er im gegnerischen Strafraum nach einem Freistoß von Abelski zu einem Kopfball. Diesmal flog die Kugel am Gehäuse von Andreas Wagner vorbei. Kurze Zeit später zog sich der Unparteiische Philipp Schmitt aus Rockenhausen den Unmut der Trierer Fans und Spieler zu. Was war passiert? Nach einem sehenswerten Solo von Marco Quoatschalla, der zwei Bayern stehen ließ und auf Höhe der Torauslinie in die Mitte flankte, kann Anton aus fünf Metern frei zum Schuss. Er netzte ein, doch der Schmitt verwehrte dem Treffer die Anerkennung. Anton soll im Abseits gestanden haben. Eine Fehlentscheidung, da der Ball von Quotschalla abgefälscht war und somit vom Gegner kam. In den Minuten 25 und 26 hatten die Gastgeber zwei weitere Chancen, die Führung auszubauen. Zunächst verfehlte Quotschalla mit einem Kopfball das Tor nur knapp. Eine Minute später kam Hollmann nach einer Ecke von Abelski zum Kopfstoß und setzt das Leder weit über den Kasten. Die Bayern meldeten sich das erste Mal nach 30 Minuten vor dem Trierer Gehäuse. Max Grammel steckte die Kugel am linken Strafraumeck gut zu Julian Steigerwald durch. Sein Schuss flog aus knapp 15 Metern weit drüber. Die nächste Chance gehörte wieder der Eintracht. Und was für eine! Erneut bereitete Quotschalla klasse vor, ließ drei Bayern aussteigen und legte ab zu Abelski, der aus 7 Metern zum Abschluss kam. Andreas Wagner lenkte den Ball mit einer Riesenparade an den Außenpfosten. Sekunden vor dem Abpfiff  hätten die Bayern den Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt. Nach einer Ecke köpfte Fabian Thiel den Ball an den Pfosten. Unmittelbar danach war der erste Abschnitt vorbei.

Unverändert gingen beide Mannschaften in den zweiten Durchgang. Der starke Quotschalla setzte die erste Duftmarke als er zwei Gegenspieler ausseigen ließ und zur Flanke kam. In der Mitte kam Anton nur einen Schritt zu spät. In der 49. Minute zeigten sich die Bayern mal wieder vor dem Kasten der Gastgeber. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld herrschte Chaos im Trierer Strafraum. Der Ball war kurze Zeit frei, doch zwei Akteure der Gäste behinderten sich gegenseitig und somit hatte Lengsfeld keine Probleme, den Ball aufzunehmen. Zehn Minuten später meldeten sich die 05er wieder in der Offensive zu Wort. Nach einer präzisen Flanke von Erdogan Yesilyurt setzte Max Watzka den anschließenden Kopfball auf den Kasten. Die Fans feierten schon, doch ausgerechnet Quotschalla stand ungünstig und verhinderte den Einschlag. Eine Minute später nahm sich Steven Kröner ein Herz und schoss den Ball aus 25 Metern nur wenige Zentimeter am linken Toreck vorbei. Ab der 67. Minute ging es dann Schlag auf Schlag. Der eingewechselte Fahrudin Kuduzovic erzielte das hochverdiente 2:0. Nach guter Balleroberung von Steven Lewerenz folgte ein schöner Steilpass auf Abelski, dessen Flanke Kuduzovic eiskalt verwertete. Nur vier Minuten später musste Wagner den Ball erneut aus dem Netz holen. Nach einer Ecke von Abelski köpfte Michael Dingels den Ball in der 71. Minute unbedrängt in die Maschen. Nun hatten Trier Lust auf mehr. Nach Pass von Fabian Zittlau vollendete Watzka aus knapp 14 Metern in der 76. Minute. Spätestens von da an war die Luft bei den Bayern komplett raus. Kurz darauf klingelte es erneut. Wieder war es der eingewechselte Kuduzovic, der nach einer tollen Kombination von Abelski und Lewerenz zum 5:0 vollstreckte. Dies war der Schlusspunkt in einem einseitigen Regionalliga-Spiel.

In der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Seitz zufrieden: “Ich möchte mich heute ganz kurz fassen und mich in erster Linie bei meiner Mannschaft für eine hervorragende Leistung bedanken.“

Marco Roth, Trainer von Bayern Alzenau beglückwünschte Roland Seitz zu einem “hochverdienten Sieg.“ Er sprach allerdings auch die “schwierige Personalsituation“ an, wollte diese aber nicht als Ausrede anführen. Die Tore seien aus unnötigen individuellen Fehlern entstanden.

Für die Eintracht geht es bereits am kommenden Dienstag (19 Uhr) weiter. Sie empfängt im Nachholspiel den FC 08 Homburg. Das Spiel wurde im Februar wegen widriger Wetterbedingungen abgesagt. Die Bayern aus Alzenau empfangen am kommenden Samstag (14 Uhr) den SC Pfullendorf.

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