„Tun alles dafür, dass wir auch weiterhin träumen dürfen“

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TRIER. Wenn der Tabellensechste auf den Vorletzten trifft, suggeriert das, eine klare Sache zu werden – zumal das Spiel zu Hause stattfindet… Umso mehr war Roland Seitz, Cheftrainer des SV Eintracht Trier 05, in der Pressekonferenz vor dem Regionalliga-Südwest-Duell am Samstag, ab 14 Uhr, im Moselstadion gegen den FC Bayern Alzenau darauf bedacht, die Dinge aus seiner Sicht zurecht zu rücken.

„Uns steht ein schweres Spiel ins Haus.Von uns jeder erwartet jeder einen Sieg, dabei hat Alzenau gerade in der Rückrunde ein ums andere Mal bewiesen, dass sie absolut ihre Qualitäten haben.“ Heimsiege über Elversberg, Koblenz und Worms sowie das Remis in Mannheim und die jüngst überzeugende Vorstellung gegen die TSG Hoffenheim II – bis zur 74. Minute führte das Team von Trainer Marco Roth mit 1:0, ehe man dann noch drei Treffer kassierte – sind Beweise genug.

„Alzenau kämpft voll um den Klassenverbleib. Sie werden sich hier mit allem zur Wehr setzen, was sie haben. Von daher erwarte ich auch hier eine Begegnung, wie die allermeisten in dieser ausgeglichenen Regionalliga verlaufen – eng und zäh. Wir brauchen deshalb auf dem Platz und auf den Rängen viel Geduld“, betonte Seitz gut 24 Stunden vor dem Anpfiff gegen die Unterfranken, die statt in Bayern aufgrund der räumlichen Nähe zum Rhein-Main-Gebiet lieber im Südwesten spielen.

Den FC Bayern Alzenau erwartet er indes nicht rein defensiv: „In Mannheim etwa sind sie recht früh in der zweiten Halbzeit trotz ihres frühen Ausgleichstreffers hoch angelaufen. Sie werden wohl in einem 4-4-2-System auflaufen.“ Nicht zuletzt deshalb will Seitz auch zwei Akteure auf der Sechser-Position aufbieten; aller Voraussicht nach werden dies wieder Max Watzka und Steven Kröner sein.

Mit fünf Akteuren (Chhunly Pagenburg, Baldo di Gregorio, Thomas Konrad, Mario Klinger, Markus Fuchs) ist das Verletztenlager weiterhin üppig gefüllt und schränkt einige personelle Variationsmöglichkeiten ein. Keeper Stephan Loboué hat sich unterdessen von einer Mandelentzündung erholt und steht wieder im Kader. Coach Seitz machte indes am Freitag Mittag keinen Hehl daraus, dass Andy Lengsfeld zwischen den Pfosten steht und seine gute Form weiter bestätigen kann.

Angesichts von nur vier Punkten Rückstand auf den zweiten Platz tue sein Team „alles dafür, dass wir auch weiterhin ein bisschen träumen dürfen“. Seitz ist aber auch Realist genug, um zu wissen, „dass uns bei den ganzen Ausfällen und den Englischen Wochen, die uns jetzt noch einschließlich Pokal erwarten, ein brutales Programm bevor steht“. Nur, wenn alle zusammen halten und sich die Personalsituation nicht weiter verschärfe, könne man die kleine Hoffnung, am Ende einen Drittliga-Play-Off-Platz zu belegen, am Leben halten. (Pressemitteilung Eintracht Trier)

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