Fußball. FSV Salmrohr „auf Beton“ in Neitersen

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SALMROHR. Für die Fußballer des FSV Salmrohr steht die wichtigste Woche der letzten Jahre an. Am morgigen Dienstag (19.30 Uhr, Hartplatz „In der Au“) tritt der FSV im Viertelfinale des Bitburger Rheinlandpokals bei der SG Neitersen an, am kommenden Samstag kommt es dann im Salmtalstadion (15.30 Uhr) zum „Spiel der Spiele“ in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zwischen Tabellenführer Salmrohr und dem punktgleichen Tabellenzweiten SVN Zweibrücken. 

Neitersen, hat sich in den letzten Jahren den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft erworben, sitzt in schöner Regelmäßigkeit im Aufzug, der die Bezirks- mit der Rheinlandliga verbindet. Diese Konstellation ergibt sich auch wieder in dieser Saison – Neitersen steht in der Rheinlandliga auf dem drittletzten Platz. Wenn ein Rheinland-Vertreter aus der Oberliga absteigt, ist das ein Abstiegsplatz. Das sieht nach einer Pflichtaufgabe für den Oberliga-Tabellenführer aus. „Damit rechnen wir aber nicht“, sagt Sportchef Friedhelm Rach, der die Verhältnisse in Neitersen und das Team bestens kennt. Die Bezeichnung des Spielorts klingt nach einem schmucken im Platz in schöner Umgebung. Dazu trägt auch noch bei, dass die Einheimischen ihre Spielfläche, warum auch immer, „Emma“ getauft haben.

Auswärtige Trainer lassen die Romantik beiseite. Reinhold Breu war nach seinem ersten Gastspiel als Trainer der U 23 der Trierer Eintracht entsetzt: „Das ist eine zu klein geratene Betonplatte, auf der man Fußball spielen verboten werden müsste.“ Das ist eine zwar drastische, aber treffende Bezeichnung des zu bespielenden Untergrunds bei der SG.“ Personell bieten die Wiedtaler mit Jan Humberg den wohl besten Torhüter der Rheinlandliga auf. Der Torjäger vom Dienst, Mario Marth, hat in diesem Jahr Ladehemmung (5 Treffer), was dazu führt, dass das von der SG praktizierten „Kick-and-Rush“ nicht so effektiv ist. Dass Neitersen 18 von 26 Pluspunkten zuhause errungen hat, deutet aber darauf hin, dass der favorisierte Gast nicht vor einem Selbstläufer steht. Die Zielsetzung hat die sportliche Führung und allen voran Präsident Helmut Meeth klar definiert: „Wir wollen Meister werden und ins Endspiel einziehen.“ Der Gegner im Halbfinale steht bereits fest. Wer auch immer gewinnt, muss anschließend nach Morbach reisen. (wir)

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