Eintracht Trier: Torloses Remis in Elversberg

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ELVERSBERG. Roland Seitz, Trainer von Eintracht Trier, hatte sich im Vorfeld des Kräftemessens mit Spitzenreiter SV 07 Elversberg auf ein “schönes und angenehmes Spiel ohne jeglichen Druck“ gefreut.  In einem insgesamt unterhaltsamen Topspiel trennten sich beide Mannschaften am Ende leistungsgerecht mit 0:0.

„Ja liebe Zuschauer, man glaubt es kaum, aber die Sonne scheint.“ Mit diesen Worten begrüßte der Stadionsprecher die 900 Zuschauer im Waldstadion an der Kaiserlinde. Das schöne Wetter beflügelte wohl auch beide Mannschaften, die den Zuschauern speziell in der ersten halben Stunde eine sehr unterhaltsame Partie boten.                                                        

Eintracht-Coach Roland Seitz vertraute, bis auf eine Ausnahme, den Spielern, die am vergangenen Freitag Hessen Kassel mit 1:0 bezwungen hatten. Für Thomas Konrad rückte Torge Hollmann in die Innenverteidigung, der gegen Kassel noch wegen einer Gelbsperre passen musste. Taktisch spielten die Moselstädter wieder in einem 4-2-3-1 System. 

Die ersten 20 Minuten gehörten den Elversbergern. Allerdings waren es die Trierer, die in der 2. Spielminute die erste Torchance hatten. Ein Schuss von Christoph Anton flog knapp über den rechten Winkel. Eine Minute später foulte Maximilian Watzka den Offensivflitzer Milad Salem. Den fälligen Freistoß knallte Marcel Schug in die Mauer. Es sollte nicht der einzige Freistoß der Saarländer aus aussichtsreicher Position bleiben. In der 7. Minute tönten die Schreie von Roland Seitz durch das Waldstadion. Er war mit einer Schiedsrichterentscheidung alles andere als einverstanden. Torge Hollmann traf knapp 20 Meter vor dem eigenen Tor bei einer riskanten Grätsche Ball und Gegner. Den Freistoß aus knapp 18 Metern jagte Daniel Jungwirth in die Eintracht-Mauer. Die Trierer spielten fortan weiterhin sehr riskant in der eigenen Defensive. Nach elf Minuten hieß es erneut Freistoß für Elversberg. Diesmal versuchte sich wieder Schug, der den Ball vom rechten Strafraumeck aufs Tor schoss. Eintracht-Keeper Andreas Lengsfeld faustete den Ball in die Mitte. Den Nachschuss jagte Schug weit am Tor vorbei. Wenig später zeigten sich die Trierer mal wieder vor dem Elversberger-Gehäuse. Marco Quotschalla zog aus 10 Metern ab. SV-Keeper Elversberg-Keeper Kenneth Kronholm kratzte den Ball aus dem rechten Eck und klärte zur Ecke. Nur eine Minute hatte erneut Quotschalla eine noch größere Chance. Nach einer Hereingabe von rechts trat er aus 5 Metern über den Ball. Die Chance zur Führung war dahin. Nach kurzem Durchatmen beider Teams hatten die Gastgeber in der 27. Minute die nächste Möglichkeit. Einen strammen Schuss von Daniel Jungwirth parierte Andreas Lengsfeld prächtig. Die nächste Szene gehörte Fabian Zittlau. Der Defensivmann der Eintrach knallte einen Volleyschuss aus 20 Metern knapp einen Meter am Kasten vorbei. Die Saarländer hatten in der 37. Minute die bislang größte Möglichkeit im Spiel. Deville vergab eine tausendprozentige Chance. Nach einem tollen Solo von Salem spielte er von links einen Pass in den Fünfmeterraum. Der Ball kam durch zu Maurice Deville, der das Kunststück fertig brachte die Kugel aus 3 Metern neben das Tor zu setzen. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit ereignete sich nichts Aufregendes mehr vor beiden Strafräumen. 

Den ersten Hingucker in der zweiten Halbzeit lieferte Triers Außenverteidiger Fouad Brighache. Nach einem Zweikampf an der Mittellinie im ersten Abswchnitt, hatte er sich ein stattliches Hämatom im unteren Wangenbereich zugezogen. Fußballerisch war die zweite Hälfte nicht so aufregend wie die ersten 45 Minuten. Seitz schickte zwei frische Spieler aufs Feld. Für Erdogan Yesilyurt kam Fahrudin Kuduzovic. Auch Michael Dingels blieb in der Kabine. Für ihn wurde Thomas Konrad aufs Feld geschickt. Die ersten Minuten der zweiten Hälfte waren von Mittelfeldgeplänkel geprägt. In der 51. Minute wurde es dann aber turbulent. Eine Ecke von Fabian Zittlau köpfte Quatscholla aus 5 Metern aufs Tor. Kronholm parierte mit tollem Reflex. Fünf Minuten später hatte Quatscholla erneut eine tolle Gelegenheit. Diesmal verfehlte er das Tor mit einem Kopfstoß nur um Haaresbreite. Die Trierer waren nach dem Wechsel insgesamt das bessere Team. In der 70. Minute konnten sie sich aber bei Torwart Lengsfeld bedanken, der in einer Eins-gegen-Eins-Situation gegen Maurice Deville zur Ecke rettete. Kurz vor Schluss erhöhte die Eintracht noch mal die Schlagzahl und wäre fast noch zum insgesamt nicht unverdienten Führungstreffer gekommen. Zunächst sprach der Schiedsrichter den Moselstädtern in der 86. Minute einen Freistoß zu. Der landete auf Umwegen bei Anton, der den Ball aus 16 Metern nur knapp über den Kaste drosch. In der Nachspielzeit gab es erneut Freistoß für Trier. Abelski flankte den Ball in den 16er, fand aber keinen Abnehmer. Unmittelbar später pfiff  Schiedsrichter Tobias Christ aus Münchweiler die Partie ab. 

Auf der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Seitz “sehr zufrieden. In der zweiten Halbzeit haben wir gut gespielt und das Spiel kontrolliert. Unter dem Strich haben beide Mannschaften alles gegeben und das Unentschieden spiegelt letztlich den Spielverlauf wieder.“ Trainer Jens Kiefer sah das Spiel ähnlich wie Seitz. „In der zweiten Halbzeit, kamen wir nicht so gut ins Spiel, hatten aber auch Chancen das Spiel zu entscheiden. Nichtsdestotrotz hat man gegen Ende des Spiels gemerkt, dass wir auf dem Zahnfleisch gingen. Wir müssen mit dem 0:0 leben. Letztlich ist es ein gerechtes Ergebnis.“

Am nächsten Samstag (14:00 Uhr) empfängt Eintracht Trier die Bayern aus Alzenau. Der SV 07 Elversberg spielt zeitgleich beim SC Pfullendorf. 

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