Aktualisiert: Umsturzgefahr – „Baumpflege“ im Wilhelm-Rautenstrauchpark

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TRIER. Am 22. November letzten Jahres stürzte in der Nähe der Treviris- Passage ein Baum um und begrub eine Frau unter sich, die an den Folgen dieses Unglücks verstarb (lokalo berichtete). Auch im Stadtteil Heiligkreuz kippte kürzlich ein 30-jähriger Baum auf einen Gehweg. Heute wurde ein von Fäulnis befallener Schwarznussbaum im Wilhelm-Rautenstrauch-Park beigeschnitten, um Fußgänger und Autofahrer vor herabstürzenden Ästen zu schützen. Das Grünflächenamt spricht von einem Routine- Vorgang.

Durch die jüngsten Ereignisse wird man bei Baumarbeiten in Trier derzeit hellhörig. Eine Hubarbeitsbühne, mehrere dicke abgeschnittene Äste und Warnschilder mit dem Wort „Baumarbeiten“ dominierten am heutigen Morgen das Erscheinungsbild am unteren Ende des Stockplatzes. Das Heulen der Motorsägen war bis zum Hauptmarkt zu hören. Eine kleine Menschenansammlung beobachtete das Schauspiel interessiert. Auch der Park war während der Arbeiten für Besucher gesperrt. „Der Baum muss beigeschnitten werden, weil sich in einigen Ästen Fäule gebildet hat“, so einer der Arbeiter vor Ort. Es sei derzeit der einzige Baum in dem Park, der nur wenige Meter vom im vergangenen November umgestürzten Baum steht, der eine Pflege benötigt.“Trotzdem kann es sein, dass wir in den nächsten Tagen weitere Aufträge von der Stadt erhalten und hier noch mehrere Bäume kürzen müssen. Wir sind bis zum Montag in der Stadt“, so der Angestellte der mit den Baumarbeiten beauftragten Kuseler Firma. Ein Kollege sprach davon, der Baum sei „stark bruchgefährdet“.

Eine Passantin zeigt sich froh und erleichtert, dass die Vorkommnisse der jüngsten Vergangenheit zu einer Sensibilisierung bei den Behörden geführt haben: „Ich finde es gut und wichtig, dass die Stadt nun darauf achtet, die Bäume rechtzeitig zu kürzen. Durch erhöhte Aufmerksamkeit können weitere Katastrophen meiner Meinung nach vermieden werden.“ Gerd Tholl vom Grünflächenamt der Stadt Trier, zuständig für Auskünfte über Bäume in öffentlichen Anlagen, sprach von einer üblichen Praxis. Mit erhöhter Vorsicht, aufgrund der Anhäufung von Baumumstürzen in den letzten Wochen und Monaten habe dies nichts zu tun. „Es sind übliche Rückschnittmaßnahmen, da trockene Äste entdeckt wurden. Dies ist häufig ein Zeichen für eine sich bildende Fäule im Bauminneren“, so Tholl. Das Aussehen der abgeschnittenen Äste bestätigte seine Vermutung. Die Arbeiten am Baum dauerten bis in den frühen Abend an. (tw)

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