TBB Trier: Schweres Auswärtsspiel in Weißenfels

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TRIER. Drei Niederlagen in Folge, ein Spiel bei den Wölfen aus Weißenfels vor der Brust: Am Mittwoch muss TBB Trier ganz dringend den Schalter umlegen, um nicht zum Saisonende in akute Abstiegsnot zu kommen. Dass die Aufgabe beim kampfstarken MBC Weißenfels alles andere als leicht wird, liegt auf der Hand. Um 19 Uhr ist erster Sprungball und auch Henrik Rödl weiß: „Wir werden hart kämpfen müssen.“

Die Saison 2012/13 biegt in die Zielgerade ein. Ganz oben in der Tabelle wird um das Heimrecht in den Playoffs gekämpft, in der Mitte um die Playoffteilnahme, unten gegen den Abstieg. Die TBB Trier ist, zum Leidwesen ihrer Fans, „mittendrin“. Bei fünf verbleibenden Spielen hat Trier sechs Punkte Rückstand auf die Playoff-Plätze (die allerdings nie Teil der Trierer Zielsetzung waren) und als Tabellenelfter vier Punkte Vorsprung auf Abstiegsplatz 17 – selten war die Tabellenmitte so eng.

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Die nächste Gelegenheit für das Team von Henrik Rödl, sich aus dieser Klammer zu befreien, wartet bereits am Mittwoch Abend: Trier trifft am 10. April um 19:30 in Weißenfels auf den Tabellenvierzehnten, den Mitteldeutschen BC. Der hat, folgerichtig, nur noch zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone und wird alles tun, um den Trierer Auswärtssieg zu verhindern. Das Spiel im Burgenland ist der Auftakt für ein anspruchsvolles Restprogramm für die TBB Trier. Der Abstiegskampf hat begonnen.

Für Trier wird es eine Herausforderung, nach zuletzt drei Niederlagen in Folge zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Weißenfels verlor zuletzt zweimal, besiegte aber zuvor Ludwigsburg, Gießen und Braunschweig und holte so wichtige Punkte im Abstiegskampf. In der Stadthalle Weißenfels verloren in dieser Saison unter anderem schon die Artland Dragons und die Eisbären Bremerhaven.

Das Ziel der Gastgeber heißt, nach Abstieg und Wiederaufstieg, in dieser Saison ganz klar „Klassenerhalt“ – empfehlenswerte Zurückhaltung für das Team mit dem kleinsten Etat der Beko BBL. Der MBC soll in der Liga etabliert werden, sich als Verein entwickeln.

Um das zu erreichen setzt der Headcoach der „Wölfe“, Silvano Poropat, der früher unter anderem EnBW Ludwigsburg coachte, auf „seine“ deutschen Leistungsträger aus der Aufstiegsmannschaft von 2011/12: Steve Wachalski, Malte Schwarz, Philip Heyden und Sascha Leutloff blieben den Wölfen auch nach dem Aufstieg treu. Ebenfalls dabei geblieben ist Hördur Vilhjalmsson: der isländische Point Guard ist mit 9,9 Punkten pro Spiel drittbester Scorer der „Wölfe“ hinter Neuzugang Chad Timberlake (12,8) und Devin Uskoski (kam von ProA-Konkurrent Kirchheim) mit 10,1. Zusammen mit Chad Timberlake kam der serbische Center Djordje Pantelic aus der ungarischen Liga ins Burgenland. Point Guard Osvaldo Jeanty (früher Bayreuth), der direkt nach dem Hinspiel in Trier zum MBC wechselte und Small Forward Kelly Beidler ergänzen die Riege der Neuzugänge – Sharaud Curry wechselte zwischenzeitlich zum Kellerkind LTi GIESSEN 1846ers.

Das Hinspiel gegen den MBC gewann die TBB Trier am Jahresende klar und deutlich mit 78:59 – auswärts im „Wolfsbau“ dürfte sich das am Mittwoch ungleich schwieriger gestalten. Trier startete damals furios in die zweite Hälfte und überrannte den Aufsteiger förmlich. In Weißenfels muss man allerdings von Beginn an hellwach sein.

Henrik Rödl, Headcoach der TBB Trier, ist sich der Situation bewusst: „Das wird richtig schwer – eine weite Auswärtsfahrt mitten in der Woche zu einem Gegner, in dessen Halle schon ganz andere Vereine gestrauchelt sind, und der so unter Druck steht, wie alle in dieser Region der Tabelle. Wir werden versuchen uns von all dem nicht beeindrucken zu lassen und hart um den Sieg kämpfen.“ Um nichts dem Zufall zu überlassen, reiste die Mannschaft schon nach dem Vormittagstraining nach Weißenfels, um sich optimal auf das morgige Spiel vorzubereiten. (red/cw)

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