Musikalische Geschichtsstunde in der Arena

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TRIER. Chris de Burgh spielt mit seiner Band vor 3000 begeisterten Zuschauern alte und neue Hits. Das gestrige Konzert war der Auftakt seiner Europatournee 2013. Im Programm: eine ausgewogene Mischung aus Klassikern und neuen Songs.

„Auf einem Chris de Burgh-Konzert bekommen sie nicht nur Musik, sondern immer auch eine Lektion in Geschichte“, sagt der Künstler selbst. Und so präsentiert er in seinem zweieinhalbstündigen Programm gleich mehrere Songs, die einen historischen Hintergrund haben. `The mirror of the soul´ erzählt eine Geschichte aus dem Frankreich des 15. Jahrhunderts,`The Fields of Azincourt´ ist nicht weniger als eine Hymne auf die Schlacht im belgischen Azincourt im 15. Jahrhundert. Die Schlacht ging siegreich für den englischen König Henry IV. aus, sicherlich der Grund für das Pathos im Stück des britischen Musikers.

Ein Superstar, der sich unters Volk mischt

Aber nicht nur Hymnen, sondern auch die Klassiker kommen beim Auftakt der Europatournee in der Arena Trier zu Wort. 3000 begeisterte Zuschauer feiern ihren Star bei `Don´t pay the ferryman` und `High on emotion`. Besonders volksnah gibt sich der Sänger beim romantischen `Lady in Red`. Flankiert von Bodyguards dreht er eine ganze Runde durch die Arena und gönnt vielen anwesenden Damen eine herzliche Umarmung. Für diese Anhängerinnen dürfte sich der Eintrittspreis spätestens in diesem Moment rentiert haben. De Burgh präsentiert eine gelungene Mischung aus alten und neuen Hits, aus ruhiger Romantik und wilder Partystimmung. In der zweiten Hälfte des Konzerts spielt der Ire auch einige Songs aus seinem Album Footsteps, das ausschließlich Coverversionen von Songs enthält, die ihn im Lauf seiner Karriere geprägt haben. Darunter der Beatles Klassiker `Let it be`, aber auch der Toto-Hit `Africa`. Spätestens jetzt reißt es viele Zuschauer von ihren Stühlen, begeistert tanzen sie mit.

Wahre Begeisterung nach wenigen Takten Musik

Der 64-Jährige ist Vollprofi und ein wahrer Entertainer. Nach 18 Studioalben, 45 Millionen Studioalben und über 3000 Livekonzerten weiß er, wie er sein Publikum in Stimmung bringt. Und so dauert es auch nicht lange, bis die ersten Feuerzeuge und Leuchtstäbchen im Zuschauerraum geschwenkt werden. „Eine super Stimmung“, sagt Marion, „vor der Pause war es noch etwas ruhig, aber im zweiten Teil des Konzerts kam so richtig Stimmung auf.“ Rainer und Inge, die eigens aus dem Saarland angereist sind, können da nur zustimmen. „Wir haben ihn schon öfter live gesehen, mit und ohne Band. Das war heute abend eine bombastische Stimmung“. Besonders gut kommt auch das Antikriegslied `Borderline` an, das vom Falklandkrieg handelt. „I will never know, how men can see the wisdom in a war“ singt de Burgh („ich werde nie wissen, wie Männer in einem Krieg Weisheit sehen können“), das Publikum stimmt ihm mit minutenlangem Applaus zu. Bei vielen Liedern reichen die ersten Takte, und es brodelt im Zuschauerraum. Die Fans kennen ihre Favoriten. 

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