TBB Trier: Achtung – Feuervögel schießen scharf

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TRIER. Am Samstag, 20 Uhr, wird es in Trier wieder spektakulären Basketball zu sehen geben: Die Hagener, seit Wochen in bestechender Form, fordern TBB Trier heraus. Um die Feuervögel zu rupfen, darf man die offensivstarken Westfalen nicht zur Entfaltung kommen lassen. Das heißt im Klartext: Die Defensive der Moselstädter muss sich im Vergleich zur Niederlage in Bremerhaven gewaltig steigern. Denn: Der Klassenerhalt ist noch längst nicht gesichert.

„Die Mannschaft der Stunde“ ist ein Beiname, der im Verlauf einer Saison öfter hin- und hergeschoben wird. Manchmal tragen ihn mehrere Mannschaften gleichzeitig – meistens zu Recht. Aktuell gebührt der Ehrentitel Phoenix Hagen, einem Team, das mit seiner schnellen und offensiven Spielweise auch die Großen der Liga nachhaltig zu beeindrucken wusste.

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Nach zuletzt vier Siegen gegen Bamberg, Berlin, Oldenburg und Braunschweig und einer spektakulären Niederlage in Bonn (100:95) stehen die „Feuervögel“ mit 30:28 Punkten auf Platz acht der Tabelle. Dort hätten sie zu Beginn der Spielzeit auch echte Optimisten nicht verortet, verlief doch der Hagener Saisonstart nicht ganz optimal: Drei Siege aus den ersten acht Spielen, darunter die Heimniederlage gegen die TBB Trier am 20. Oktober (78:83). Danach folgten Siege und Niederlagen immer im Wechsel aufeinander (unter anderem zog auch Ulm den kürzeren), bis schließlich die oben erwähnte Serie eintrat.

Die Mannschaft von Ingo Freyer scheint sich mittlerweile eingeschossen zu haben, und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Hagen ist berüchtigt für hochfrequente Wurfversuche und blitzschnelles Umschalten zwischen Defense und Offense. Und es bleibt nicht bei Versuchen: Mit Davin White (17,3 Punkte im Schnitt) stellt Hagen den aktuellen Liga-Topscorer, mit David Bell (15,1) den Viertplatzierten dieser Kategorie. Vor allem Bell drehte im Hinspiel gegen Trier auf, 28 Punkte und sechs von acht Dreiern gelangen dem 31jährigen Pointguard, der bereits vor zwei Jahren an der Volme spielte. Larry Gordon, Routinier Adam Hess und Mark Dorris, ebenfalls ein Rückkehrer, sind drei weitere Spieler mit zweistelligem Punkteschnitt.

Die bei der spritzigen Hagener Spielweise leicht vernachlässigte Arbeit am Brett verrichten Center-Oldie Bernd Kruel (36 Jahre) und sein Kollege Björn Schoo. Insgesamt bedeutet das: höchstmögliches Tempo und eine kollektive Offensive, aus der immer wieder einer mit Bestmarken heraussticht. David Bell gegen Trier (28), Davin White gegen Ulm (33), Mark Dorris gegen Ludwigsburg (29) – es wird die Aufgabe des Abends für Trier sein, das alles im Auge zu behalten und sich zudem gegen eine extrem variable Verteidigung durchzusetzen. Im Hinspiel gelang das dank eines überragenden Barry Stewart (28 Punkte) und guter Nerven in der Schlussphase. Triers Co-Trainer Thomas Päch beschreibt das „Phänomen Phoenix“: „Man hat gegen Hagen immer das Gefühl, man könnte, ja man müsste sogar zum Korb gehen! Aber sie rotieren so schnell, dass gleich wieder alles dicht ist. Man braucht viel Geduld, um dagegen anzukommen. Das wird die Herausforderung sein.“

Die Mannschaft von Henrik Rödl hat sich dieses Hagener Spiel am Mittwoch eigens aus der Nähe angeschaut: ein Team-Ausflug zum Spiel Telekom Baskets Bonn gegen Phoenix Hagen lieferte wertvolle Erkenntnisse. Die Bilanz spricht knapp für Trier. Seit dem Aufstieg der „Feuervögel“ 2009 konnte die TBB Trier fünf von sieben Partien für sich entscheiden, darunter die vielleicht wichtigste der jüngeren Trierer Basketball-Geschichte. Am 23. April 2010 sicherte ein 78:77 am drittletzten Spieltag den Klassenerhalt. (red/cw)

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