TBB Trier: Eijeijei – 73:105 Osterklatsche in Bremerhaven

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TRIER. Es fehlten sprichwörtlich die Eier: Der Ostersonntag wurde für TBB Trier zum absoluten Desaster. Mit 105:73 wurde man in Bremerhaven abgeschlachtet. Sowohl offensiv, als auch defensiv präsentierte man sich in einem desaströsen Zustand und konnte den intensiv spielenden Norddeutschen in keiner Phase des Spiels etwas entgegensetzen. Die ohnehin nur noch zarten Playoff-Hoffnungen sollten damit endgültig begraben sein. Bester Trierer Spieler in einem schwachen Kollektiv war Barry Stewart mit 15 Punkten.

Es war ein absoluter Horror-Start: TBB Trier kam offensiv überhaupt nicht in den Rhythmus und lag schon nach vier Minuten mit 0:13 im Hintertreffen. Zu allem Überdruss bekam Nate Linhart sein zweites persönliches Foul und musste auf der Bank Platz nehmen. Die Moselstädter leisteten sich in der Anfangsphase viele Ballverluste, hatten große Schwierigkeiten mit dem Druck der Norddeutschen.

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Erst nach fünf Minuten gelangen Barry Stewart die ersten Punkte für sein Team, der wenig später mit einem Dreipunktwurf nachlegte (5:16). Der US-Amerikaner trug die Trierer in der Offensive, konnte aber auch nicht verhindern, dass schon im ersten Viertel eine Vorentscheidung zu fallen schien. Als Andrew Drevo von jenseits der 6,75-Meter-Linie traf und auch Scott Morrisson nachlegte, drohte ein Desaster (9:28). Bremerhaven gab nicht nach und schraubte den Vorsprung durch Freiwürfe von Everett auf 20 Punkte nach dem ersten Viertel (11:31). Trier befand sich sowohl offensiv, als auch defensiv im Tiefschlaf und schien beeindruckt von der Intensität der Eisbären, bei denen alle Spieler einen Beitrag leisteten. „So ein Viertel habe ich glaube ich noch nie erlebt. Wir haben keinen Zugriff gefunden und Bremerhaven hat gezeigt, dass sie einen sehr guten und tiefen Kader haben“, kommentierte Co-Trainer nach dem Spiel das starke erste Viertel der Bremerhavener.

Wer dachte, dass Trier irgendwann zu seinem Spiel finden würde, sah sich eines Besseren belehrt. Zwei Ballverluste, vier weitere Punkte für Bremerhaven – beim Stand von 11:35 konnten einem die mitgereisten Fans wirklich leidtun. Einzig Stewart schien gegen die variable Defensive scoren zu können. Sein Dreier zum 14:35 war allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein – Bremerhaven antwortete wieder mit einem 9:0 Lauf, Trier mit haarsträubenden Ballverlusten. Spätestens beim 14:44 war die Messe gelesen. Dem Trierer Team kann man dank herausragender Moral zwar vieles zutrauen, aber jeder Wurf des Heimteams saß. 84 Prozent der Würfe aus dem Zweipunktbereich fanden zu diesem Zeitpunkt ihr Ziel – Trier konnte dem nur schwache 29 Prozent entgegensetzen. „Wir haben sehr gut trainiert und ich weiß nicht, wie das passieren konnte. Wir haben hier gefühlt wie ein Zweitligist gespielt“, fand Päch klare Worte nach Spielende.

Stanley Burrell spielte mit den Trierer Verteidigern Katz und Maus und traf aus allen Lagen – dazu verteilte er schon zu diesem Zeitpunkt sieben Assists. Auch auf Andrew Drevo, der gegen Trier stets starke Leistungen abrufen konnte, hatte schon 13 Punkte auf der Habenseite. Trier wirkte hilflos gegen die aggressiv den Korb attackierenden Seestädter. Gegen Ende der ersten Halbzeit verloren die Schützlinge von Doug Spradley etwas die Konzentration – Trier nutzte dies zu einem 11:5 Lauf. Mit 59:35 ging es in die Halbzeitpause. Das Spiel erinnerte vom Verlauf an die Auftritte in Ulm.

TBB Trier schaffte es auch im dritten Durchgang nicht, den Schalter umzulegen. Zwar gelang es, den Vorsprung nicht noch weiter anwachsen zu lassen – damit wären die positiven Aspekte im Trierer Spiel schon herauskristallisiert. So erwischte Andreas Seiferth einen rabenschwarzen Tag. Der Trierer Center verlegte einfachste Korbleger und kassierte mitte des dritten Viertels sein fünftes persönliches Foul – beim Stand von 46:74 war das Spiel für ihn beendet. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es für die Mannen von Henrik Rödl nur noch um den Gewinn des direkten Vergleichs gehen konnte. Zwei Dreier von Mathis Mönninghoff bedeuteten einen 52:76 Rückstand nach dreißig Minuten. Zumindest diese Aufgabe schien nach dem 72:55 Hinspielerfolg noch realistisch.

Aber auch die Hoffnung auf dieses kleine Erfolgserlebnis wurde im Keim erstickt. Bremerhaven spielte die Partie souverän zu Ende, leistete sich keine Schwächephase mehr. TBB Trier hingegen spielte wieder im Stile der ersten zehn Minuten – sprich kopflos und ohne den nötigen Einsatz. Beim Stand von 60:93 war Schaulaufen angesagt und Stanley Burrell und Co. machten gegen Trier sogar die 100-Punkte-Marke voll. Höchststrafe für ein Team, das sich über die Defensive definiert. Am Ende leuchtete ein 73:105 Niederlage von der Anzeigetafel. Ein rabenschwarzer Basketball und kein schönes Osterfest für die Mannschaft von Henrik Rödl, die sich ihrem Schicksal ergab. „Das ist eine Situation, in der sich jeder selbst hinterfragen muss. Danach werden wir uns mit vollem Fokus auf Hagen konzentrieren. (cw)

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1 KOMMENTAR

  1. @ eintracht hautz: Wer seit Jahren in der vierten (!!!!!) Liga rumdümpelt und nach der Winterpause zum großen Teil blamable Vorstellungen abgeliefert hat, sollte sich bedeckt halten.

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