TBB Trier: 77:81 gegen Oldenburg – Trier unterliegt nach grandioser Aufholjagd

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TRIER. Der erste Teil der Nord-Tour war nervenzerreißend, aber leider nicht von Erfolg gekrönt: Mit 77:81 unterlag TBB Trier nach grandioser Aufholjagd im letzten Viertel bei den EWE Baskets Oldenburg. Nach drei Spielabschnitten lag man noch mit 14 Punkten zurück (51:65). Bester Trierer Scorer war Barry Stewart mit 15 Punkten.

Nach dem Erfolg im letzten Spiel entschied sich Henrik Rödl erneut dazu, mit Mathis Mönninghoff für Barry Stewart ins Spiel zu starten. Der Trierer Headcoach wollte dadurch die Bank stärken. Gegen die starken und tief besetzten „Donnervögel“ machten die Moselstädter vieles richtig.

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Nate Linhart setzte gleich zu Beginn des Spiels eine Duftmarke, als er den Ball wuchtig durch die Reuse stopfte. TBB Trier spielte mit hoher Intensität, vor allem Linhart und Harper machten in der Offensive Betrieb. Ein „verrücktes Basketballspiel“ (O-Ton Chris Schmidt im Livestream) entwickelte sich. Die Führung wechselte ständig, Trier hielt sehr gut mit. Harper dunkte den Ball zum 15:13 in den Korb, ehe der ehemalige TBB-Spielmacher Dru Joyce die EWE Baskets wieder mit 15:16 in Führung bringen konnte. Große Probleme bereitete den Moselstädtern vor allem der Oldenburger Center Adam Chubb, der acht Punkte im ersten Viertel erzielen konnte. Kurz vor der Schlusssirene des ersten Spielabschnitts konnte Bastian Doreth mit einem And1 sogar die Führung erzielen – der Abschluss eines 6:0 Laufes. Mit 23:22 ging es in die erste Viertelpause. Auffällig, dass Trier sich zwar viele Ballverluste gegen Oldenburg leisteten, dominierten aber die Bretter. Zwölf zu fünf Rebounds sprechen eine deutliche Sprache.

Auch im zweiten Durchgang ging es munter weiter. Trier konnte die Dominanz am Brett zwar nicht Aufrecht erhalten, blieb aber trotzdem an den Oldenburgern dran. Ein 5:0 Lauf der EWE Baskets beantworteten die Trierer mit einem 4:0 Lauf ihrerseits (27:27). Danach verlor das Team um Bastian Doreth den Faden. Große Probleme in der Offensive sorgten für einen peux à peux größer werdenden Rückstand der Moselstädter (29:34). Zu viele zweite Chancen für die Oldenburger und viele Ballverluste auf Seiten der Trierer machten es den Huntestädtern einfach, sich erstmals deutlicher abzusetzen. Sechs Punkte von Jenkins und zwei Minuten vor der Pause leuchtete ein 33:42 von der Anzeigetafel. Nate Linhart und seine Teamkollegen mussten jetzt aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren. Nach Punkten von Seiferth war die Lage beim 37:44 nach 20 gespielten Minuten noch nicht aussichtslos.

Aussichtslos war die Lage auch noch nicht, als Oldenburg sich nach starkem Start erstmals zweistellig absetzen konnte (37:48). Dru Joyce machte ein bärenstarkes Spiel im Dress der Norddeutschen und führte seine Mannschaft in beeindruckender Manier. Linhart und Stewart sorgten auf Seiten der Trierer dafür, dass der Rückstand nicht noch weiter anwuchs (51:60). In der Folgezeit schaffte es Trier mehrmals die EWE Baskets zu stoppen, allerdings war die Reboundstärke des ersten Viertels komplett abhanden gekommen. Oldenburg dominierte die Bretter, sicherte sich zweite und dritte Wurfchancen. Letztendlich war es der Ex-Ulmer Konrad Wysocki, der sich aus 6,75-Meter Entfernung bedankte und den Dreier zum 51:63 einnetzte. Kramer erhöhte wenig später auf 51:65 – mit diesem Spielstand ging es auch in das entscheidende Viertel. Eine Vorentscheidung gegen eine konzentriert und abgezockt auftretende Heimmannschaft.

Doch das Team, das als einer der Anwärter auf den deutschen Meistertitel gehandelt wird und zehn der letzten dreizehn Partien gewinnen konnte, schien das Spiel schon zu früh abgehakt zu haben. Nach Punkten von Smeulders zum 67:51 folgte ein 9:0 Lauf der Trierer Basketballer – die Umstellung auf Zonenverteidung fruchtete wieder einmal. Beim 62:67 war Trier urplötzlich wieder im Spiel und die EWE Baskets hatten die Kontrolle verloren. Machowski reagierte mit einer Auszeit. Wie schon gegen München gab es eine heiße Schlussphase. Trier boxte besser aus und sicherte sich wieder die Rebounds. Vitalis Chikoko machte einen überragenden Job in den letzten zehn Minuten und markierte zwei Minuten vor Schluss sogar den Ausgleich (72:72). Wieder war es der überragende Dru Joyce, der Oldenburg auf die Siegerstraße brachte. Vier Punkte in Serie und die 72:76 Führung rund eine Minute vor Schluss.

Stewart schloss den folgenden Angriff mit einem wilden Dreier ab, der nicht von Erfolg gekrönt war. Doch Trier hatte immer noch nicht aufgesteckt. Bucknor bringt Trier mit zwei erfolgreichen Freiwürfen wieder auf zwei Punkte heran (74:76). Am Ende wurde das Spiel an der Freiwurflinie entschieden – und dort ließ Trier an diesem Abend zu viel liegen. So blieb eine grandiose Aufholjagd nicht von Erfolg gekrönt. Oldenburg siegte am Ende mit 77:81 und Trier kann mit viel Selbstbewusstsein zum zweiten Nordduell nach Bremerhaven reisen. (cw)

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