Tourismus-Bilanz 2012: Übernachtungen rückläufig, Wanderwege locken

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    TRIER. Nach Jahren mit kontinuierlichen Wachstum sanken 2012 die Übernachtungen in Trier um 1,2 Prozent auf 757.240. Die Tourismus Information Trier (TIT) führt dies vor allem auf die Schließung des NH- Hotels und den Wegfall von Großveranstaltungen wie Brot und Spiele zurück. Einen positiven Trend verzeichnet dagegen der Wandertourismus in der Region.

    Hans-Albert Becker, Geschäftsführer der Tourist-Information Trier (TIT), führt den Rückgang der Übernachtungen auf die Schließung des NH-Hotels im Frühjahr 2012 zurück. Das 300-Betten-Haus sei vor allem bei größeren Gruppen beliebt gewesen und könne nicht so schnell ersetzt werden. Um diese Lücke langfristig zu schließen, begrüßt der TIT-Chef die Pläne, bei der Neugestaltung des „Feuvrier“-Geländes am Moselufer in Trier-Nord unter anderem ein Hotel zu errichten: „Das ist ein sehr attraktiver Standort mit der Nähe zum Fluss und den Schiffsanlagestellen, aber auch durch die fußläufige Entfernung zur Innenstadt.“ Aus den Zahlen des Statischen Landesamts geht außerdem hervor, dass ausländische Gäste an den gesamten Übernachtungen einen Anteil von 27 Prozent haben. Damit liegt Trier klar über dem rheinland-pfälzischen Durchschnitt (22 Prozent). Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei den Gästen aus Belgien mit einem Plus von 4,2 Prozent. Den Rückgang von neun Prozent bei den Niederländern führt Becker zu großen Teil auf das immer wieder kühle und wechselhafte Wetter im Sommer 2012 zurück. Gerade diese Besucher würden oft sehr spontan und kurzfristig entscheiden, ob sie nach Trier reisen oder nicht. Bei Gästen aus Asien gab es letztes Jahr ein Übernachtungsplus von 1,2 Prozent. Wichtige Auslandsmärkte sind für die Hotellerie zudem Großbritannien (fast 13.000 Übernachtungen) und Italien (knapp 8000). Der Gästestrom aus dem Süden könnte sich aber abschwächen, wenn das Angebot der Flugziele auf dem Hahn weiter ausgedünnt wird. Wachstumspotenzial bieten nach Einschätzung Beckers dagegen die Staaten Osteuropas. Mit einiger Sorge sieht der Trierer Tourismus-Chef das Aus mehrerer Großveranstaltungen mit überregionaler Wirkung: Nach den Antikenfestspielen und dem Römerfestival „Brot und Spiele“ kam vor wenigen Wochen die Absage des publikumsträchtigen Innenstadt-Rundkurses Circus Maximus bei der Rallye-WM. Zwar kann Becker die Auswirkungen dieser Ausfälle noch nicht genau beziffern, „aber es fehlen  auf jeden Fall wichtige Aufhänger für die nationale und internationale Werbung.“ Zudem rechnet Becker mit einem Rückgang in der überregionalen Medienpräsenz. Ein positives Gegenbeispiel sei die Ausstellung „Ikone Karl Marx. Kultbilder und Bilderkult“ (lokalo berichtete) im Stadtmuseum Simeonstift. Sie stieß am Stand der TIT auf der Internationalen Tourismus-Börse auf großes Interesse. Auch der Werbeeffekt durch die Heilig Rock-Wallfahrt 2012 sei „mit Geld nicht aufzuwiegen“, auch wenn sich das Großereignis kaum in den Übernachtungszahlen niedergeschlagen habe. Einen weiterhin positiven Trend verzeichnet die TIT beim Wandertourismus. Die Wanderwochen Anfang April sind schon zu großen Teilen ausgebucht. Wenn der Moselsteig im Sommer eröffnet wird, liegt die Stadt Trier gleich an drei Premium-Wanderwegen.

    1 KOMMENTAR

    1. wenn“ brot und spiele“ eine großveranstaltung ist,dann macht die TBB und die Eintracht jede woche eine großveranstaltung!!! und das ganz ohne riesige subventionen.aber die alten seilschaften,die diese grottenschlechte veranstaltung,wieder toll und erfolgreich schreiben wollen, scheinen ja noch zu funktionieren!

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