Ein neuer Anstrich für den Petrusbrunnen

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TRIER. Noch in diesem Jahr soll der Petrusbrunnen auf dem Hauptmarkt generalüberholt werden. Dabei geht es vor allem um die schadhafte Oberfläche, aber auch die Technik im Inneren des Brunnens steht auf dem Prüfstand. Bauherr ist die Trier-Gesellschaft, die auch einen Teil der Kosten übernimmt.

Die Sanierung ist beschlossen. Oberbürgermeister Klaus Jensen und Karlheinz Scheurer, Vorsitzender der Trier Gesellschaft e. V. unterzeichneten gestern den Vertrag zur Renovierung des Denkmals auf dem Trierer Hauptmarkt. Danach ist die Trier-Gesellschaft Bauherr der Maßnahmen und übergibt den Brunnen nach der Fertigstellung der Bauarbeiten wieder an die Stadt. Der Verein, der sich seit 1982 für den Erhalt und den Wiederaufbau von Denkmälern einsetzt, stemmt mit 40.000 Euro auch einen erheblichen Teil der Kosten. 100.000 Euro müssen voraussichtlich insgesamt aufgebracht werden, davon gehen 35.000 Euro zu Lasten des städtischen Haushaltes. Der Rest soll von der Landesdenkmalpflege und der Stiftung Denkmalschutz getragen werden, die Bewilligung steht allerdings noch aus.

In desolatem Zustand, aber nicht einsturzgefährdet

Grundlage für die Sanierung ist ein Gutachten des Restaurators Ferdinand Lawen aus dem Jahr 2004, das im vergangen Jahr fortgeschrieben wurde. „Von oben bis runter zum Sockel muss alles überarbeitet werden. Das gilt auch für die Brunnentechnik“, erläutert Franz Kalck, Leiter des Grünflächenamtes der Stadt. Allerdings sei der Brunnen nicht vom Einsturz bedroht, die Statik intakt. „Der Naturstein an sich ist in Ordnung, wir müssen den Brunnen nicht komplett neu aufbauen“, sagt Dr. Angelika Meyer vom städtischen Amt für Denkmalpflege. Das sei auch der große Unterschied zur Sanierung des Balduinsbrunnens im Jahr 2010, die damals 210.000 Euro verschlang. Wichtigste Maßnahme wird die Reinigung der Oberfläche von Algen und Moosen sein, die der Farbe im Laufe der Jahre zugesetzt haben. Auch fehlende Teile werden ersetzt, wie etwa der Arm der Justitia und einige Putten.

Der Brunnen bleibt ein bunter Hingucker

„Im Prinzip soll der Brunnen nachher wieder so aussehen wie im Jahr 1984“, sagt Meyer. In diesem Jahr war der farbige Anstrich rekonstruiert worden, nachdem sich der Brunnen zuvor jahrelang grau in grau präsentiert hatte. Das damalige Farbkonzept wird exakt beibehalten, auch wenn strittig ist, ob der Brunnen bei seiner Errichtung im Jahr 1595 tatsächlich so ausgesehen hat. „Ihn wieder in grau zu setzen, würden wir auch nicht unterstützen“, erklärt Scheurer. Wann die Renovierung beginnen kann, steht bislang nicht fest. Geplant ist aber, den Brunnen zum „Tag des offenen Denkmals“ am 8. September der Stadt wieder zu übergeben. (lb)

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