Fußball-Oberliga: Unwichtig gibt`s nicht

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MEHRING/SALMROHR. Je weniger Spiele bis zum Ende der Saison in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar zu absolvieren sind, umso mehr nimmt auch ihre Bedeutung zu. Sowohl für den SV Mehring, der zuhause auf Borussia Neunkirchen (Sonntag, 15 Uhr) trifft, als auch für den FSV Salmrohr (Samstag, 15.30 Uhr, Rasenplatz Worms-Pfeddersheim). Mehring benötigt jeden Punkt im Kampf gegen den Abstieg, Salmrohr im Ringen um den Titel.

Der zerfledderte Spielplan der Oberliga bringt es mit sich, dass Dino Toppmöller mit Verspätung sein Debüt als Mehringer Cheftrainer gibt. Natürlich sind die Moselaner gegen Neunkirchen Außenseiter, aber sie haben gegen den Tabellendritten nicht nur den Heimvorteil auf ihrer Seite. Die Borussen haben inzwischen einen zweistelligen Rückstand auf die Spitze, der Meisterschaftszug ist ohne sie abgefahren. Darin liegt für die Moselaner eine große Chance, denn der spielerisch sicherlich höher einzuschätzende Gast wird sich „Auf der Lay“ wohl kein Bein ausreißen, um dort zu glänzen. Hinzu kommt, dass Toppmöller seine Elf durchaus für konkurrenzfähig hält („Wir haben ein gutes Team“) und seinem eigenen Naturell entsprechend auch die bisherige taktische Ausrichtung ändern wird. Mit dem wieder „beförderten“ Michael Fleck hat er offensiv eine Alternative mehr und wird das Gesamtkonzept offensiver ausrichten. Dazu wird auch Sebastian Ting beitragen, der nach längerer Pause wieder mit von der Partie ist. Fehlen werden weiterhin Erwin Bradasch, Andreas Weber, Tommy Toppmöller und Isaac Ageman.

Holt der FSV Salmrohr (49 Punkte) den angepeilten Dreier bei der TSG Pfeddersheim, dann ist die Tabellenführung zurückerobert, denn die Partie zwischen Zweibrücken (51 Punkte) und Völklingen wurde abgesagt. “Ich bin über diese Absage nicht glücklich“, sagt FSV-Coach Patrick Klyk, “denn Völklingen war zuletzt glänzend in Schuss.“ Das gilt so ganz nebenbei auch für die TSG, die fast so gut aus der Winterpause gekommen ist, wie die Salmtaler und sich etwas Luft im Abstiegskampf verschafft hat. Nominell stellen die Wormser ohnehin ein starkes Team, das vor der Saison weitaus höher eingeschätzt worden war. Mit Björn Miehe, Alexander Nazarov und Tobias Klotz stellt die TSG einige Akteure, die in der Oberliga einen guten Namen haben. Mit Marcel Veek, der über reichlich Oberliga-Erfahrung (Bad Kreuznach, Idar-Oberstein) verfügt, haben sie außerdem in der Winterpause einen torgefährlichen Mittelstürmer geholt. Obwohl Klyk einige Personalsorgen hat – neben den Langzeitverletzten Andreas Hesslein und Sebastian Schäfer drohen auch Philipp Mees und Torhüter Sebastian Grub auszufallen, ist der Coach zuversichtlich: “Wir haben die Qualität, diese Spieler adäquat zu ersetzen und in Pfeddersheim zu gewinnen. Wenn wir gegenüber Zweibrücken vorlegen können, umso besser.“ Das Gipfeltreffen im Salmtal zwischen den beiden Topteams der Liga steigt am 20. April. (red)

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