Raphaél Laghnej wird neuer Nachwuchschef bei Eintracht Trier

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TRIER. Wechsel an der Spitze der Nachwuchsabteilung des SV Eintracht Trier 05: Am Dienstag Nachmittag stellte Vorstandsmitglied Roman Gottschalk im Rahmen einer Pressekonferenz den 39-jährigen Raphaél Laghnej als neuen Leiter des Nachwuchszentrums vor. Der Deutsch-Tunesier hat einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben und löst damit Michael Ziegler ab, der dem SVE seit Sommer 2011 und noch bis Saisonende als Nachwuchskoordinator verbunden ist. 

„Nachdem uns Herr Ziegler mitgeteilt hat, das Amt aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr ausüben zu können, fiel unsere Wahl nach reiflicher Prüfung, aber schlussendlich aus voller Überzeugung auf Herrn Laghnej“, betonte Gottschalk, der im Vorstand des SVE für die Geschicke der Jugend verantwortlich zeichnet, die Entscheidung. Sein ausdrücklicher Dank gilt Michael Ziegler: „Er hat hier akribisch, mit viel Sachverstand und hohem Einsatz agiert. Dafür können wir uns nur ausdrücklich bedanken. Wie bedauern, dass er uns nicht mehr zur Verfügung stehen kann.“

Auch Ziegler bedankte sichfür die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand und habe alle Ziele erreicht, die gesteckt wurden. „Ich habe hier viel gelernt und kann das Amt guten Gewissens an Raphael weitergeben, der bei der U16 tolle Arbeit geleistet hat.“

Bereits seit Beginn dieser Spielzeit coacht DFB-UEFA-A-Lizenz-Inhaber Laghnej die Rheinlandliga-U16 der Blau-Schwarz-Weißen und hat damit die Strukturen des Vereins bereits kennen gelernt. Zudem sprechen die Erfahrungen und Qualifikationen für den diplomierten Sportwissenschaftler, der am Friedrich-Spee-Gymnasium in Ehrang auch Sport unterrichtet: Demnach hat Laghnej einst zweieinhalb Jahre lang im Nachwuchsbereich des Bundesligisten FSV Mainz 05 hospitiert, betreute später erfolgreich verschiedene Nachwuchs-Regionalligamannschaften des SV Gonsenheim, um dann bei den Senioren die SpVgg Ingelheim in der Verbandsliga Südwest zu trainieren und dort parallel als Jugendkoordinator zu fungieren. Später wurde der gebürtige Mainzer unter anderem mit der A-Jugend des hessischen Klubs VfB Unterliederbach Pokalsieger und Verbandsliga-Meister.

„Eintracht Trier ist ein richtiger Traditionsverein, hat ein großes Umfeld und besitzt vom Grundsatz her das gleiche Potenzial wie einst Mainz 05. Von daher freue ich mich auf diese Herausforderung und will mithelfen, die Strukturen weiter zu optimieren.“
Mit der Umbenennung der Position in „Leiter des Nachwuchszentrums“ strebt der SV Eintracht Trier 05 eine weitere Professionalisierung auf dieser Ebene an. Das Konzept von Raphaél Laghnej basiert derweil auf vier Säulen – Kommunikation, Kooperation, Scouting und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei geht es nicht nur um die Ausbildung der Jugendspieler, sondern auch um die adäquate Qualifikation der Trainer, um einen Intensivierung des Austauschs mit Partnervereinen, um eine konsequente Sichtung von regionalen Talenten und um soziale Aspekte.

„Bei der U13 werden wir im Umkreis von 25km scouten, bei späteren Jahrgängen wird das Scouting auf 100km ausgedehnt. Ich selbst habe Spieler für das Nachwuchsprogramm gewonnen, die in direkter Nähe zu Saarbrücken wohnten und sich dennoch für die Eintracht entschieden haben“, verkündete Laghnej, der als Urlaubsvertretung für seinen Vater die Liebe für den Job des Trainers entdeckte. Auch Verpflichtungen aus Luxemburg schloss der 39-Jährige nicht aus. 

Was die Spielphilosophie angeht, hat der Sohn eines Tunesiers und einer Deutschen klare Vorstellungen: Von Mainz geprägtes, offenes verteidigen mit schnellstmöglichem Umschalten in die Offensive. „Wir wollen spielbestimmend und dominant auftreten.“ Diese Philosophie soll sich durch alle Jugendteams ab der U13 ziehen. Das System ist hingegen dem jeweiligen Trainer völlig freigestellt. 

Aktuell laufen die Gespräche mit potenziellen Trainerkandidaten für die einzelnen Nachwuchsteams.Raphaél Laghnej auf eigenen Wunsch in der neuen Saison die Regionalliga-U17 coachen. (red/cw)

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