Eintracht Trier: Gegen Homburg Wiedergutmachung leisten

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TRIER. Nach dem Derby ist vor dem Derby: Vier Tage nach der 0:3-Schlappe im Derby gegen den SC Idar-Oberstein können sich die Blau-Schwarz-Weißen rehabilitieren. Am morgigen Mittwoch (19 Uhr, Moselstadion) trifft man in einem weiteren Derby auf den FC 08 Homburg/Saar. Die Saarländer gehen ebenfalls angeschlagen in die Partie, holten nur einen Punkt aus den vergangenen drei Spielen. 

„Angeschlagene Boxer sind gefährlich“, heißt es immer wieder. Was aber passiert, wenn zwei angeschlagene Boxer aufeinander treffen, weiß niemand. Auch der Trainer des Regionalligisten Eintracht Trier, Roland Seitz, nicht. „Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe. Gott sei Dank haben wir so schnell nach der bitteren Niederlage die Möglichkeit, unseren Fans den lange ersehnten Heimsieg zu schenken. Daran werden wir alles setzen und uns selber daraus ziehen müssen“, verkündete er bei der Pressekonferenz am heutigen Dienstag. 

Das Debakel gegen die Idarer habe man sachlich analysiert. Seitz, der seine Mannschaft nach dem Spiel angegriffen hatte, räumte ein, nach der DVD-Analyse andere Worte gewählt zu haben: „Nach dem Spiel war ich emotional aufgewühlt. Fakt nach der DVD-Analyse ist, dass wir Idar-Oberstein trotz Unterzahl 40-50 Minuten lang im Griff hatten.“ Klare Worte fand er auch für Steven Lewerenz, der nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah und schon zuvor durch Disziplinlosigkeiten aufgefallen war. „Ich bin persönlich enttäuscht, dass er das Vertrauen nicht zurückgezahlt hat, das wir in ihn gesetzt haben. Die Tür für ihn ist jetzt ein für allemal zu.“ Lewerenz habe nicht nur der Mannschaft, sondern auch dem Trainerteam geschadet, das ihm immer wieder das Vertrauen geschenkt habe.

Für die Partie gegen Homburg gibt Seitz eine klare Marschroute aus: „Wir müssen zu null spielen, konsequent gegen den Ball arbeiten und geduldig sein. Dann soll es endlich mit dem ersten „Dreier“ 2013 im Moselstadion klappen. Für Stephan Loboué kommt das Spiel am Mittwoch noch zu früh. Der Stammkeeper des SVE ist zwar schmerzfrei, hat aber noch nicht mit dem Team trainiert. Ansonsten muss man weiterhin auf Baldo di Gregorio (Adduktorenprobleme), Erik Michels (Muskelquetschung), Maximilian Watzka (Syndesmosebandriss) und den langzeitverletzten Markus Fuchs verzichten. Marco Quotschalla ist nach abgesessener Gelbsperre hingegen wieder dabei und ist einer der Kandidaten, die in die Rolle des suspendierten Lewerenz schlüpfen könnten.

Was die etwaige Neuausrichtung der Eintracht angeht, ab der kommenden Saison vermehrt auf Eigengewächse zu setzen, hielt sich Seitz bedeckt. Es sei noch viel zu früh darüber zu sprechen, da es sich nur um Gedankenspiele handele. Man solle die ganze Sache nicht zu hoch hängen. Dann betonte der Cheftrainer des SVE: „Das morgige Spiel ist zu wichtig und wir sollten uns auf die derzeitige Situation konzentrieren.“

Ob der Befreiungsschlag gelingt, kann man morgen Abend, 19 Uhr, im Moselstadion sehen. lokalo.de verlost für das Spiel noch 1×2 Sitzplatzkarten. (cw)

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