Die TBB Kolumne

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    Es war ein Spiel der Superlative gegen einen der berühmtesten Vereine der Welt. Es ließ nichts zu „München“ übrig. So „(e)Roberts“ du die Herzen der Fans, so „Rice(t)“ du sie von den Sitzen. Den „Hamann“ in der Suppe suchst du vergeblich – auch als Journalist. Beim Zwischenstand von 29:40 gegen Bayern München waren wohl auch kühnste Optimisten „pesicmistisch„, beim technischen Foul gegen Henrik Rödl dachte wohl jeder „Ja-Gla, und der Svetislav darf das ganze Spiel über ungestraft über die Linie trampeln“ und als Trier dann kurz vor Schluss trotzdem in Führung geht, „Troutman“ seinen Augen nicht.

    Es war ein Spiel der Superlative gegen einen der berühmtesten Vereine der Welt. Es ließ nicht zu „München“ übrig. So (e)Roberts du die Herzen der Fans, so Rice du sie von den Sitzen. Das „Hamann“ in der Suppe suchst du vergeblich – auch als Journalist. Beim Zwischenstand von 29:40 gegen Bayern München waren wohl auch kühnste Optimisten „pesic„mistisch, beim technischen Foul gegen Henrik Rödl dachte wohl jeder „Ja-Gla, und der Svetislav darf das ganze Spiel über ungestraft über die Linie trampeln“ und als Trier dann kurz vor Schluss trotzdem in Führung geht, „Troutman“ seinen Augen nicht.

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    Ein – zugegebenermaßen – glossenhafter Einstieg in die TBB-Kolumne, aber was gestern vor den Augen von 5984 Zuschauern in der Arena passierte, war ganz großes Kino und genauso ungewöhnlich, wie die ersten Zeilen Kolumne.  Jeder Spieler brachte sich positiv ins Mannschaftsgefüge ein. Jedes Teammitglied überzeugte durch leidenschaftlichen Kampf und Willensstärke. Jeder Einzelne wollte am Ende tanzen und hatte sich das Recht dazu auch verdient. Eine Leistung, die man gar nicht hoch genug bewerten kann.

    Erfreulich war allen voran die Performance von Jarrett Howell. Der vielgescholtene Spielmacher ging mit positivem Beispiel voran. Seine Emotionen und Dreipunktwürfe hielten Trier in der ersten Halbzeit im Spiel. Dazu zeigte er gegen den Matchwinner des Hinspiels, Tyrese Rice, auch defensiv eine engagierte und starke Leistung. War es die Antwort auf die zuletzt immer lauter werdende Kritik? Sein Vertreter Bastian Doreth wusste gegen „seinen“ Club ebenfalls zu überzeugen. Im dritten Viertel erzielte „Basti“, den Trier vor der Saison vom FC Bayern München ausgeliehen hatte, zwei wichtige Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Linie. Der TBB-Tross blieb so auf Tuchfühlung.  Joshiko Saibou konnte zwar nicht punkten, überzeugte aber wie gewohnt durch intensive Defensive.

    Rödl bewies auch ein glückliches Händchen bei der Wahl der Starting Five. Mathis Mönninghoff spielte von Beginn an und machte ein gutes Spiel an beiden Enden des Spielfelds. An seinem 21. Geburtstag bewies der begnadete Schütze erneut, dass er eines der größten Talente im deutschen Basketball ist. Von der Bank kam Barry Stewart, dem die Rolle als sechster Mann gut lag. Auch er machte sein bestes Heimspiel im Jahr 2013 und wurde mit 21 Punkten Topscorer. Fünf von sieben Dreiern traf Stewart an diesem Abend.

    Über Nate Linhart braucht man eigentlich keine Worte mehr zu verlieren. Auch gestern spielte der aus Ohio stammende Small Forward überragend und übernahm viel Verantwortung. Sein perfekt getimter Pass auf Andreas Seiferth brachte Trier ein „2-Possession-Game“(Anm. d. Redaktion: bedeutet, dass die gegnerische Mannschaft zwei Mal punkten muss, um den Ausgleich zu erzielen, oder die Führung zurückzuerobern.) und von der Freiwurflinie verwandelte er in der Schlussphase sicher.

    Ebenfalls stark spielten die großen Jungs im Kader der Moselstädter. Brian Harper sorgte mit seinen spektakulären Dunkings für das Sahnehäubchen, war aber auch am Ende mit starkem Rebounding und wichtigen Punkten zur Stelle. Andreas Seiferth nahm den Kampf gegen die physisch spielenden Center der  Bayern an und machte den wichtigen Korbleger zum 84:80. Auch Vitalis Chikoko und Jermaine Bucknor erfüllten ihre Aufgaben gut und sorgten für nicht nachlassende Intensität in der Defensive. 

    Entscheidend war aber ein anderer taktischer Schachzug von Henrik Rödl. Im letzten Viertel stellte der Musterschüler von Pesic auf Zonenverteidigung um und zog damit den Gästen den Zahn. Dem Starensemble von Rödls Mentor fiel kein Mittel gegen die gute 3-2-Zone ein, selbst Auszeiten der Trainerlegende brachten keine Besserung. Damit waren die Münchner ihrer größten Stärke beraubt – sie konnten ihre physischen Vorteile an den Brettern nur noch selten nutzen. Da Rice und Co. auch von der Dreierlinie schwächelten, blieb der Gast fünf Minuten ohne Korberfolg, kassierte in dieser Zeit aber zehn Trierer Punkte zur Vorentscheidung.

    Gestern stimmte also einfach alles. Kein Spieler spielte schlecht, die Trainer sorgten für die richtigen taktischen Veränderungen und auch die Zuschauer trugen mit einer fantastischen Stimmung zu einem außergewöhnlichen Basketballspiel bei. Wer gestern in der Arena war, wird garantiert wieder kommen. 

    1 KOMMENTAR

    1. Bei einigen Namen musste ich überlegen für welche deutschen Wörter sie stehen. Sehr coole Kolumne und danke für eure Homestorieß im Heft in der Halle. Finde den Artikel aber hire nicht mit suche… 🙁

    2. @schwätzer: howell spielte gestern sehr stark! ihr seit alle absolute hasser von dem, obwohl er einen guten job macht. hauptsache was zu meckern…

    3. toller einstieg und mal wieder eine treffende analyse. würde mich aber freuen wenn es nicht nur nach den heimspielen eine kolumne gäbe.

    4. Christoph, die Nummer mit den Bayern-Namen ist der Knaller!!! Woher nimmst Du so was???

      Ach ja, und wer auch immer „Schwätzer“ sein mag, er ist definitiv ein Schwätzer… das WAR ein gutes Spiel von Howell… wer so gegen einen Rice verteidigt, der macht ein gutes Spiel, da gibts keine Diskussion und erst recht kein Geschwätz!!!

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