Eintracht Trier: Eine blutleere Vorstellung

0

TRIER. Fußball-Regionalligist Eintracht Trier hat sich am 26. Spieltag blamiert: Im Heimspiel gegen den um den Klassenerhalt kämpfenden SC 07 Idar-Oberstein gab es eine 0:3-Niederlage. Von Nicolas Fink

Nach dem Spiel warteten die Gäste im VIP-Zelt am Moselstadion gespannt auf die Worte von Roland Seitz, um eine Erklärung für die desolate Vorstellung der Eintracht zu erhalten. Der Trierer Coach ließ zunächst ein paar Minuten länger als gewohnt auf sich warten, nahm aber dann kein Blatt vor den Mund: „Ich entschuldige mich bei allen Zuschauern für die heutige Leistung meiner Mannschaft“, sagte der Coach.

Nach den vergangenen Spielen hatte Seitz stets seine schützende Hand über die Mannschaft gehalten. Aber heute war auch er total enttäuscht: „Die Leistung war unlogisch. Erst gewinnen wir auswärts das Spiel in Worms, und dann kommt zu Hause nichts. Wir schaffen es einfach nicht, 90 Minuten lang konzentriert zu arbeiten – sowohl hinten in der Abwehr, als auch vorne.“

In der Tat: Über die gesamte Spielzeit spielten sich die Trierer keine einzige „echte“ Torchance heraus. Gegen defensiv gut stehende Gäste fehlte es an Kreativität und Ideen: Entweder liefen sich die Trierer in der gegnerischen Abwehr fest, oder aber die hohen Flanken in den Strafraum landeten direkt in den Händen von Gäste-Torwart Martin Michel.

Und bei der Verteidigung des eigenen Tores kam es immer wieder zu Unaufmerksamkeiten, die vom Gegner bestraft wurden. Ferhat Gündüz hatte in der 14. Minute genügend Zeit und Raum, den Ball per Kopf auf Jan-Marlon Stutz abzulegen, der freistehend am Fünf-Meter-Raum abzog und die Gästeführung erzielte.

Sinnbildlich für das Spiel der Trierer eine Szene kurz darauf auf der anderen Seite: Weil Chhunly Pagenburg keine Wege findet, den Ball gezielt nach vorne zu spielen, schießt er aus 35 Metern einfach mal in Richtung Tor – beziehungsweise viele Meter daneben.

In der 23. Minute schwächte sich die Eintracht selbst durch eine Dummheit von Steven Lewerenz. Weil dieser kurz zuvor richtigerweise keinen Elfmeter erhielt, ließ er sich im Wortgefecht mit Gegner Gündüz zu einem Kopfstoß hinreißen und sah von Schiedsrichter Boris Reisert völlig zu Recht die Rote Karte. Ein Genickschlag für die Eintracht – oder wie es Roland Seitz formulierte: „ein Stich mit dem Messer in den Rücken“.

Mit einem Spieler weniger in den verbliebenen 70 Minuten kamen die Trierer nicht mehr gegen die defensiven Gäste an.  Stattdessen boten sich für Idar-Oberstein immer wieder freie Räume zum Kontern: Christoph Schmell (71. Minute) und Ferhat Gündüz (74. Minute) schlossen diese zwei Mal erfolgreich ab. 

Am Ende waren die Trierer mit dem 0:3 noch gut bedient. Torhüter Andreas Lengsfeld war es zu verdanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Er konnte gegen die alleine aufs Tor stürmenden Eric Wischang  und Gündüz zwei Mal im letzten Moment parieren. Als Schiedsrichter Reisert nach 90 Minuten abpfiff, hatten viele der 1315 Zuschauer das Stadion längst verlassen.

Es wird höchste Zeit, dass die Eintracht im Heimspiel am kommenden Mittwoch gegen den FC Homburg (Anstoß 19.00 Uhr) verlorene Sympathie-Punkte bei den Zuschauern zurückgewinnt. (nf)

1 KOMMENTAR

  1. sympathie gewinnt man zurück(auch bei den zuschauern die schon lange nicht mehr kommen),wenn man diesen unfähigen trainer endlich rausschmeißt.100 spiele unattraktiver und erfolgloser fussball sind genug !vorstand bitte handeln ,sonst kommt überhaupt kein zuschaur mehr ins stadion.

  2. @ p.geirrson

    Sehr richtig,aber genau da liegt es im argen,

    ein unfähiger Vorstand, müsste erst sich selbst entlassen, sonst wird es immer so weitergehen.
    Moselstadion Areal, wäre sehr lukratives Bauland, für das Amateurgekicke, würde ein saniertes Waldstadion ausreichen, oder die ehemalige Müllkippe in Heiligkreuz!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.