TBB Trier: Der große FC Bayern gibt sich die Ehre

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TRIER. Es ist ein Spiel der Superlative: Seit Anfang der Woche sind keine Sitzplätze mehr zu haben, selten war ein Spiel der TBB Trier so schnell ausverkauft. Der twitter-Account der Trierer Basketballer vermeldet noch 396 Restkarten vor dem letzten Vorverkaufstag. Die Arena wird am Sonntag also berstend voll sein. Der Gegner FC Bayern München fasziniert und mobilisiert die Fans – auch wenn der knappe Heimsieg der TBB am letzten Samstag gegen Bonn sicher mit zum starken Vorverkauf beigetragen hat. Die Jungs von Henrik Rödl dürften jedenfalls hochmotiviert in das Match gegen den haushohen Favoriten gehen. 

Die sowieso starke Faszination Bayern München erfuhr im November 2012 einen weiteren Schub: Niemand anders als Svetislav Pesic, Europameister mit Deutschland 1993, Welt- und Europameister mit Serbien, Henrik Rödls Coach und Mentor bei ALBA BERLIN, löste Yannis Christopoulos als Cheftrainer in München ab. Christopoulos hatte bis dahin die undankbare Rolle des Lückenbüßers gespielt – nachdem Dirk Bauermann neun Tage vor Saisonbeginn beurlaubt worden war, war der Grieche vom Assistenztrainer zum Headcoach des mutmaßlich teuersten deutschen Basketball-Teams befördert worden.

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Der Saisonstart der Bayern verlief daher durchwachsen: Bis zur Vorstellung von Svetislav Pesic als neuem Headcoach standen in München fünf Niederlagen sechs Siegen gegenüber – nicht genug für die Ansprüche an der Isar. Pesic kam, sah noch ein verlorenes Spiel gegen Alba Berlin – und gewann sieben Mal in Folge.

Erst ratiopharm Ulm konnte die Serie stoppen. Danach gewannen die Bayern wieder fünf von sieben Spielen – unter anderem auch gegen Meister und Pokalsieger Brose Baskets Bamberg. Apropos Pokalsieger: die Titelverteidigung vermasselte Altmeister Pesic den Bambergern auch noch. Anfang Februar musste sich der dreifache Double-Gewinner den „neuen“ Bayern in eigener Halle geschlagen geben – eine bärenstarke Halbzeit reichte Pesic und Co. zum 69:77 und bedeutete das Ticket nach Berlin.

Der FC Bayern München hat einen Kader aus extrem starken Einzelspielern, die spätestens unter Pesic ganz offensichtlich zum schlagkräftigen Kollektiv geformt wurden. Pesic hat den Spielstil verändert, legt noch größeren Wert auf Verteidigung und schnellen Fastbreak-Basketball. Topscorer und Anführer der Bayern ist Point Guard Tyrese Rice (14,1 Punkte, fünf Assists pro Spiel), gefolgt von Forward Chevon Troutman (13,5 Punkte, 5,6 Rebounds) und dem robusten Center Jared Homan. Vor allem den deutschen Nationalspieler Robin Benzing konnte Pesic offensichtlich aus der Reserve locken. Seit dem Trainerwechsel hat sich dessen Punkteschnitt beinahe verdreifacht.

Mit Jan-Hendrik Jagla (Schwiegersohn von Pesic), dem immer noch gefährlichen Dreierschützen und starken Verteidiger Demond Greene und Steffen Hamann steht geballte deutsche Liga-Erfahrung im Bayern-Kader. Top-Rebounder Lawrence Roberts (5,9 Abpraller pro Spiel), Brandon Thomas (früher Artland Dragons) und der israelische Nationalspieler Yotam Halperin komplettieren den Zehnerkader. Lediglich Halperin scheint mit fünf Punkten im Schnitt immer noch ein wenig hinter den in ihn gesetzten Erwartungen zurück zu bleiben.

Henrik Rödl über Svetislav Pesic: „Es ist für mich nicht überraschend, dass er in München so schnelle Erfolge erzielen konnte – in der Situation war er in Europa schon öfter, und es ist ja kein Geheimnis, dass ich ihn für einen hervorragenden Coach halte. Ich habe noch nie in einem Punktspiel gegen ihn gecoacht. Das ist also eine Premiere, aber eine, die eigentlich keine besondere Bedeutung hat – wir wollen ganz einfach beide dieses Spiel gewinnen.“
Das Hinspiel im Münchner Audi Dome ging im November mit 72:66 an die Hausherren.

Die TBB Trier musste damals wegen Oberschenkelproblemen auf Brian Harper verzichten und konnte das Spiel bis zum Schluss offen gestalten – dann traf Tyrese Rice einen Notwurf, der das Spiel 90 Sekunden vor Schluss vorentschied. Doch das ist Schnee von gestern, der sich auf „die alten Bayern“ bezieht – die TBB Trier spielt am Sonntag gegen einen anderen, deutlich stärker einzuschätzenden Gegner. Ein Team eben. Wie immer geht Trier mit vollem Elan und um die Siegchance kämpfend in die Partie. „Wenn man sich den FC Bayern München über die letzten Wochen betrachtet, das Niveau auf dem sie spielen, dann ist völlig klar, dass sie als Favorit in dieses Spiel gehen“, so Rödl. „Aber es ist gut zu sehen, dass sie nicht unschlagbar sind – Tübingen hat es in eigener Halle vorgemacht. Wir spielen auch zu Hause. Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel.“

Die TBB kann auf den kompletten Kader zurückgreifen, alle Spieler sind fit. Im Vorprogramm: Die TBB U16 spielt um 13 Uhr gegen die Kurpfalz Baskets Rhein Neckar. Die Arena Trier öffnet ihre Pforten am Sonntag daher bereits um 12:30 Uhr.

1 KOMMENTAR

  1. der unsympathischste verein der welt gibt sich die ehre müsste die überschrift heißen, lieber herr witt! aber er zieht die massen scheinbar an. außer verachtung oder liebe gibt es keine emotionen, die diesem …verein entgegen gebracht werden. auf gehts tbb!!

  2. der große fc bayern – dass ich nicht lache. schade, dass eine kultfigur wie pesic dort sein unfassbares wissen an absolute unsympathen weitergibt. aber so ist das scheinbar.

  3. zieht dem kapitalistenpack die lederhosen aus! wieder eine sportart die sie mit ihrem geld kaputt machen.ekelhaft dieses hoeneß-volk.

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