Trainer Robert Jung wirft das Handtuch – Dino Toppmöller übernimmt

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MEHRING. Im September des letzten Jahres hatte der SV Mehring den „Aufstiegstrainer“ Michael Schmitt durch Robert Jung ersetzt. Nach nur 13 Spielen hat der Pirmasenser nun von sich aus das Handtuch geworfen – wegen mangelnden sportlichen Erfolgs.

 

Der 68-Jährige, der mit Abstand erfahrenste Coach in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar, hat am Mittwoch beim Neuling das Handtuch geworfen. Dabei hatte der Verein nicht zuletzt auf Betreiben Jungs, in der Winterpause personell nochmals kräftig nachgelegt und mit Ex-Zweitligaprofi Dino Toppmöller, dessen Bruder Tommy (beide FSV Salmrohr), Torhüter Philipp Basquit (Eintracht Trier), Maximilian Meyer (FSV Trier-Tarforst) vier neue Spieler verpflichtet. Bei seinem Amtsantritt hatte Jung den früheren Eintrachtler Erwin Bradasch als spielenden Co-Trainer mitgebracht. Trotz aller Investitionen, auch finanzieller Art, blieb der Feuerwehrmann-Effekt aus. Schmitt hatte aus acht Spielen sieben Punkte geholt, bei Jung waren es aus 13 Partien neun. Mit entscheidend für Jungs Entscheidung waren die verlorenen Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten SC Halberg-Brebach (0:1), TSG Pfeddersheim (1:2), SF Köllerbach (1:2) und TuS Mechtersheim (0:1): „Das sind die Spiele, die du gewinnen musst, wenn du drin bleiben willst.“ Während der ursprünglich als Assistent verpflichtete Erwin Bradasch verletzungsbedingt wochenlang ausfällt, wird nun der in der Winterpause gekommene Dino Toppmöller, der zuletzt schon als Co-Trainer fungierte, das Amt übernehmen. Die erste Maßnahme von „Toppi“: der zuletzt nicht mehr im Oberliga-Team berücksichtigte Michael Fleck rückt wieder in den Oberligakader.

Körperliche Defizite und unglückliche Zusammenstellung der Mannschaft

Als Gründe für die schlechte Bilanz des Aufsteigers, der die Liga, wenn überhaupt, nur mit einem Kraftakt halten kann, nannte Jung „körperliche Defizite aus der Meistersaison in der Rheinlandliga und die Zusammenstellung der Mannschaft.“ Mit dieser Aussage konfrontiert, wird sein Vorgänger Michael Schmitt sauer: „Der Kader war fit und als Einheit auch intakt. Wer bei den Spitzenteams in Zweibrücken und Neunkirchen unglücklich erst in den letzten Minuten verliert, muss als Team funktionieren. An der körperlichen Fitness hat es nicht gelegen, dass wir nicht mehr Punkte hatten. Außerdem habe ich die Mannschaft nicht allein zusammengestellt.“ Jung wird das Geschehen in der Oberliga nach eigenen Worten nur noch aus der Sicht des Zuschauers verfolgen: „Es gibt auch noch andere Dinge im Leben, als Trainer zu sein. Mehring war wohl meine letzte Station.“ (cw)

1 KOMMENTAR

  1. @ bauer jupp
    sieht man ja an den Ergebnissen gegen Zweibrücken, Elversberg 2 und Neunkirchen, das die total überfordert sind 😉

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