Fall Lolita Brieger: Freispruch bestätigt

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    TRIER. Der Fall Lolita Brieger ging im vergangenen Jahr durch die Medien- damals wurde der heute 52- jährige Angeklagte frei gesprochen worden. Staatsanwaltschaft und Nebenklage gingen in Revision. Der Bundesgerichtshof bestätigte nun das Urteil.

    1982 war der Angeklagte der Freund der in Frauenkron (NRW) lebenden damals 18 Jahre alten Lolita Brieger. Anfang November 1982 war Lolita Brieger im 4./5. Monat von ihm schwanger. Im Verlaufe der Freundschaft kam es zwischen dem Angeschuldigten und seiner Freundin immer wieder zu Auseinandersetzungen, weil der Vater des Angeklagten. mit der Beziehung der beiden nicht einverstanden war. Am Abend des 03.11.1982 eskalierten die Auseinandersetzungen zu einem heftigen Streit, in dessen Verlauf sich der Angeklagte von Lolita Brieger trennte. In der Absicht, ihren Freund umzustimmen, suchte Lolita Brieger in den Nachmittagsstunden des 04.11.1982 das Anwesen der Familie des Angeklagten in Scheid auf. Während des Treffens habe der Angeklagte den Entschluss gefasst, seine Freundin umzubringen, weil diese an der Beziehung festhalten und das gemeinsame Kind austragen wollte. Aus diesem Grund traf er sich mit Lolita Brieger in einem abgelegenen Schuppen in der Nähe des elterlichen Anwesens und erdrosselte sie. Anschließend wickelte er die Leiche mehrfach in eine Folie und vergrub sie auf der Mülldeponie von Frauenkron. Im Juni des vergangen Jahres war der Angeklagte vom Vorwurf des Mordes vor dem Landgericht Trier freigesprochen worden. Die Tat konnte ihm als Mord mit dem Merkmal der Heimtücke nicht zweifelsfall nachgewiesen werden, als Totschlag war die Tat bereits verjährt. Gegen dieses Urteil hatten Staatsanwaltschaft und Nebenklage Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt. Nach Vorliegen der schriftlichen Urteilsbegründung hatte die Staatsanwaltschaft Trier ihre Revision zurückgenommen. Die Nebenklage hielt ihre auf die Verletzung formellen und materiellen Rechts gestützte Revision aufrecht. Das Urteil ist nunmehr rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat die Revision der Nebenklage mit Beschluss vom 29.01.2013, der nunmehr veröffentlicht und dem Gericht zugestellt wurde, als unbegründet verworfen. Zur Begründung hat der Bundesgerichtshof ausgeführt, dass das Schwurgericht mit zutreffender Begründung und rechtsfehlerfrei die in Betracht kommenden Mordmerkmale der Heimtücke und der sonstigen niedrigen Beweggründe verneint hat und sodann zu Recht davon ausgegangen ist, dass der dem Angeklagten vorzuwerfende Totschlag der Verfolgungsverjährung unterlag. Nach den Ausführungen des Bundesgerichtshofs hat das Schwurgericht des Trierer Landgerichts damit zu Recht auf Freispruch erkannt.

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