Kegeln: Jubel und Trauer in Riol

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OBERTHAL/LANDSWEILER. Es kam einerseits wie erwartet, andererseits wie befürchtet. Der KSV Riol wurde zum vierten Mal deutscher Vizemeister hinter den KF Oberthal, die ihren Rekord auf 16 Meistertitel ausbauen konnten. Dagegen muss die zweite Mannschaft des KSV aus der 2. Kegel-Bundesliga absteigen, der SK Eifelland Gilzem spielt auch im kommenden Jahr in der zweithöchsten Spielklasse.

Mit dem zweiten Platz in Oberthal sicherte sich der KSV Riol am letzten Spieltag der Meisterrunde um den Titel in der Kegelbundesliga hinter den Hausherren erneut die Vizemeisterschaft. Als Meister hatten die Saarländer bereits zuvor festgestanden – die Spannung ergab sich „lediglich“ aus dem Kampf um Platz 2 zwischen Riol und der KSG Duisburg. Es wurde ein enges Rennen, denn nach dem glänzenden Auftakt aus Sicht der Moselaner, für die Kai Knobel, trotz eines holprigen Auftakts (941 Holz) und der Ex-Oberthaler Horst Mickisch (914) gegenüber ihren Duisburger Konkurrenten einen klaren Vorsprung von 85 Holz herauswarfen, schmolz der Abstand in den folgenden Duellen nicht nur, die Westdeutschen zogen sogar am KSV vorbei. Im dritten und vierten Durchgang hatte Duisburg seine stärksten Spieler aufgeboten und nahm Thomas Steines (883) und Bernardo Immendorff (880) 88 Holz ab und lag somit knapp in Führung. Martin Hoffmann (898) brachte den Serien-Vizemeister wieder nach vorne und Steve Blasen dann den zweiten Platz endgültig nach Hause. Mit 5416 Holz blieb Riol knapp vor Duisburg (5382), aber deutlich hinter Oberthal, das in der Tageseinzelwertung vor Kai Knobel auch die ersten drei Plätze belegte. Stärkster Kegler war wieder einmal der Oberthaler Holger Mayer mit 965 Holz.

In der 2. Bundesliga war der KSV Riol II auf den Holzbahnen in Landsweiler chancenlos. Um sich in die Relegation zu retten, hätte der KSV nur einen Platz hinter den Gastgebern landen und nicht mehr als 40 Wertungspunkte verlieren dürfen. Da das oberste Ziel schon verfehlt wurde, spielte es am Ende keine Rolle mehr, dass „nur“ 38 Wertungspunkte verloren gingen. Der SK Eifelland Gilzem belegte hinter den Gastgebern den zweiten Platz und verbleibt als Sieger der Abstiegsrunde in der 2. Bundesliga, der KSV Riol wurde im Saarland nur Letzter und muss damit in die Rheinland-Pfalz-Liga absteigen. Nach den ersten drei Durchgängen war der KSV noch hoffnungsvoll, denn Christian Schneider (806), Marc Glöckner (786) und Rudy Toepp (775) lagen zwar hinter Gilzem mit Christian Junk (813), Pascal Petry (809) und Norbert Seibel (760), aber noch zwei Holz vor Landsweiler. Aber allein Holger Philippi, der im letzten Durchgang auf die Bahn ging und mit 850 Holz den Tagesbestwert erzielte, machte gegen die an diesem Tag schwachen übrigen Rioler so viel Boden gut, dass der Traum vom Klassenerhalt dahin war.
Der KSV Riol trat als Außenseiter in der Aufstiegsrunde zur Damen-Bundesliga an. Über diese Rolle kam die junge Mannschaft auch nicht hinaus, die am Ende des in Morbach ausgetragenen Fünferturniers den vierten Platz belegte. Beste Rioler Keglerin war Simone Schnorpfeil mit 785 Holz am ersten, und 801 Holz am zweiten Wettkampftag. Aufsteiger in die Bundesliga sind der SKC Langenfeld und die SG 63 Aachen. (red)

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