Kegeln: Letzter Spieltag der Saison – Riol will den vierten Vizetitel

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RIOL. Gastgeber am letzten Spieltag der Saison sind die KF Oberthal (Samstag, 12 Uhr), die den 16. Meistertitel schon in der Tasche haben. Es geht also „nur noch“ um die Ehrenplätze. Die beste Ausgangsposition, den Silberrang zu belegen hat der KSV Riol, der bereits in den letzten drei Jahren Vizemeister wurde. Der Rioler Vorsprung vor Verfolger Duisburg ist auf einen Punkt geschrumpft. Damit ist klar: Will Riol erneut Zweiter werden, müssen die Westdeutschen in Schach gehalten werden. 

Der Auftritt in der Normalsaison taugt nicht zu einem Vergleich, da Riols Dreifach-Weltmeister Steve Blasen bei der glatten Niederlage in Oberthal nach zwei Bahnen verletzungsbedingt passen musste. Pressesprecher Moritz Valentin hat hochgerechnet, welches Resultat sein Verein mit einem bis zu Ende kegelnden Blasen erreicht hätte, und kommt zu dem Schluss: “Gelingt uns die Wiederholung der Leistung aus der Saison, dann sollten wir Duisburg im Griff haben.“ Im schlechtesten Fall wird Riol Dritter, denn Heiligenhaus ist klar abgeschlagen.

KSV Riol I: Kai Knobel, Steve Blasen, Horst Mickisch, Thomas Steines, Martin Hoffmann, Bernardo Immendorff 

Abstiegsrunde der 2. Bundesliga

Der KSV Riol II steht vor dem Kampf ums sportliche Überleben. Realistisch gesehen geht es für die Moselaner nur noch darum, den zweiten Rang der Abstiegsrunde und damit den Relegationsplatz zu erreichen, denn der befreundete SK Eifelland Gilzem hat den Klassenerhalt wohl in der Tasche. Im saarländischen Landsweiler (Samstag, 12 Uhr) steht Riol am letzten vor einer schwierigen Aufgabe, die zusätzlich erschwert wird, weil Landsweiler als eines von wenigen Teams auf Holzbahnen spielt: Ein echter Heimvorteil. Moritz Valentin beschreibt die Ausgangslage: “Wir dürfen nicht mehr als einen Platz hinter Landsweiler liegen und nicht mehr als 40 Wertungspunkte auf den KSC verlieren, dann haben wir Platz 2 erreicht.“ Riol hofft auf die üblichen Heimleistungen der Hausherren. „Sie haben immer zwei, drei Ausrutscher nach unten gehabt“, sagt Valentin. Der Unsicherheitsfaktor ist Gilzem. Die auf Rang 1 liegenden  Eifeler können sich bei 68 Wertungspunkten Vorsprung auf die Konkurrenz nur noch selbst schlagen. Sie können Riol aber die Suppe versalzen, wenn sie sich zwischen die favorisierten Gastgeber und die lokale Konkurrenz schieben.

Damen: Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga

Auch die Damen des KSV Riol rücken an diesem Wochenende ins Rampenlicht. Im Vorjahr sind die Moselanerinnen, die eine Spielgemeinschaft mit Trier gebildet hatte, aus der 1. Bundesliga abgestiegen, jetzt kämpfen sie mit “Alleinvertretungsrecht“ um den direkten Wiederaufstieg.

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen kämpfen die Meister aus den Bundesländern Saarland (KSF Hüttigweiler), Nordrhein-Westfalen (Schwarz-Gelb Aachen), Hessen (M 85 Mittelhessen), Rheinland-Pfalz (KSV Riol) und der Vorletzte der Erstliga-Abstiegsrunde, die SKG Langenfeld, in der Morbacher Baldenauhalle (Samstag, 12 Uhr und Sonntag, 10 Uhr) um zwei freie Plätze in der höchsten Spielklasse. Der Modus ist dem der Playoffs ähnlich. Jede Mannschaft schickt jeweils eine Spielerin auf die Bahn, das fünfte Team macht für einen Durchgang Pause. Am Ende des Wochenendes werden die beiden Tagesgesamtergebnisse addiert. Die Vereine, die die höchsten Gesamtholzzahlen haben, steigen auf. Der KSV Riol ist Außenseiter, weil er eine sehr junge Mannschaft stellt, während Aachen, Mittelhessen und Langenfeld über reichlich Bundesliga-Erfahrung verfügen. Zumindest am zweiten Spieltag wird es auch nicht an Unterstützung fehlen, da die Herrenteams ihre Saison dann schon beendet haben.

KSV Riol Damen: Simone Schnorpfeil, Jana Valentin, Saskia Wintrich, Verena Fuck, Camilla Immendorff, Stacy Parracho, Martine Keller (red)

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