Eintracht Trier: Kein Harakiri

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TRIER. Regionalligist Eintracht Trier bekommt es am morgigen Freitag (19 Uhr) erneut mit einem Team aus der hessischen Großstadt zu tun: Der FSV Frankfurt II ist zu Gast im Moselstadion. Nach dem 1:6 Debakel gegen die zweite Mannschaft des Erstligisten Eintracht Frankfurt, sind die Spieler des SVE auf Wiedergutmachung aus – allerdings nicht mit „Harakiri-Fußball“, wie Seitz bei der heutigen Pressekonferenz betonte. Der Einsatz von Toptorschütze Chhunly Pagenburg ist fraglich.

Die Wunden nach der Pleite beim Trierer Namensvetter aus Frankfurt sind geleckt – Cheftrainer Roland Seitz blickt nach vorne.  „Die Niederlage am vergangenen Wochenende haben wir aufgearbeitet und abgehakt. Unser Blick richtet sich jetzt nach vorne.“ Die Mannschaft sei die Woche über ruhig und nachdenklich gewesen und habe wie immer konzentriert gearbeitet. Mit welcher Aufstellung man die offenbarten Defensivprobleme in den Griff bekommen will, ließ der gebürtige Oberpfälzer nicht durchblicken. Dass es nach sechs Gegentoren Änderungen im Defensivverbund geben werde, machte Seitz öffentlich. „Da sind einfach zu viele Dinge schlecht gelaufen und gefielen mir überhaupt nicht.“

Von der Kritik ausgenommen: Alon Abelski. Der Rekonvaleszent habe nichts mit der Niederlage zu tun gehabt und werde sich in den kommenden Spielen wieder steigern. Eine Änderung, die personell bedingt ist, machte der Trainer dann doch publik: Winterneuzugang Marco Quotschalla wird Chhunly Pagenburg in der Startformation ersetzen.

Pagenburg konnte die gesamte Woche aufgrund von Magen-Darm-Problemen nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen und wird im besten Falle auf der Bank Platz nehmen. Der 177cm große Stürmer unterzog sich während der Woche einer Magenspiegelung, um der Ursache für die anhaltenden Beschwerden, die laut Seitz mit starken Schmerzschüben verbunden seien, auf den Grund zu gehen. Heute Mittag lag allerdings noch keine Diagnose vor. Einen Einsatz von Beginn an schloss der Fussballlehrer unabhängig davon aus.

Genauso unbekannt wie die Trierer Startelf ist die des Gegners FSV Frankfurt II. „Es ist sehr mühsam, sich ein Bild von der Aufstellung des FSV zu machen. Wir wissen, dass sie in der 4-4-2 Formation spielen.“ Was Seitz damit meint, liegt auf der Hand. Gästetrainer Nicolas Michaty kann des Öfteren auf Spieler der Profimannschaft zurückgreifen und macht sein Team damit unberechenbar. Beim 2:1 Heimerfolg über den Tabellendritten 1899 Hoffenheim II  standen mit dem von Borussia Mönchengladbach ausgeliehenen Matthew Leckie, Marc Heitmeier und Marcel Gaus gleich drei Profis in der Startformation der Hessen. Ein unangenehmer Gegner, dem man nicht in das offene Messer laufen sollte.

Das weiß auch Seitz, der eine Harakiri-Taktik ausschloss. Alle, die ein offensives Feuerwerk der Eintracht als Trotzreaktion auf die jüngste Klatsche erhofft haben, werden wohl enttäuscht werden. Damit spiele man einer dynamischen und konterstarken Mannschaft zu sehr in die Karten. Erst wolle man sich, wie in den vergangenen Heimspielen, die nötige Sicherheit und das Selbstvertrauen holen. „Wir werden nicht zu defensiv spielen, aber den Gegner schon etwas kommen lassen“, verriet der Trainer und appellierte im gleichen Atemzug an die eigenen Fans, nicht sofort ungeduldig zu werden. „Alle müssen jetzt an einem Strang ziehen, um das Team nicht weiter zu verunsichern. Wir müssen vor allem auf uns schauen und wollen am Ende die Nase vorne haben.“ Ob das klappt zeigt sich morgen Abend um 19 Uhr im Moselstadion. (cw)

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