Geldverschwendung bei der LGS in Trier 2004

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SPEYER/TRIER. Die Landesgartenschauen in Trier (2004) und Bingen (2008) haben mehr Geld verschlungen, als notwendig. Das jedenfalls folgert die „Wormser Zeitung“ aus dem Jahresbericht des Landesrechnungshofs, der den Organisationen in beiden Städten gravierende Fehler bei der Vergabe von Aufträgen vorwirft.

 

Das Auftragsvolumen habe sich „auf wenige Firmen“ konzentriert. Allein ein Unternehmer, dessen Gesellschafter Aufsichtsratsvorsitzender der Projektgesellschaft Landesgartenschau (LGS) Rheinland-Pfalz GmbH gewesen sei, habe bei drei Gartenschauen Aufträge mit einem Volumen von 11,4 Millionen Euro erhalten“, lautet der Vorwurf, den die Wirtschaftsprüfer erheben. Offensichtlich waren die Verflechtungen von Kontrollorganen und Firmen, die Bauaufträge auszuführen hatten, da in den Chefetagen teilweise dieselben Personen saßen. Allein in Trier sollen Mehrkosten von rund 240 000 Euro entstanden sein, weil es keine echte Ausschreibung gegeben habe, sondern die Aufträge an einen nur wenige Firmen umfassenden Bie-terpool vergeben wurden. In den Vergabeausschüssen hätten Geschäftsführer der Projektgesellschaft gesessen, die gleichzeitig als Geschäftsführer der „grünen Verbände“ fungierten. Letztere sind Gesellschafter der Projektgesellschaft. Angesichts solcher Praktiken ist es nicht verwunderlich, dass allein die LGS in Trier einen siebenstelligen Verlust produzierte. Der SWR spricht von „10 Prozent Kosten“, die bei ordentlicher Auftragsvergabe hätten eingespart werden können. (red)

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